Cocktailforum

31. Oktober 2019, 16:37
Gin Freak
22 Beiträge

Hallo zusammen,
ich habe vorhin ein paar Schlehen ( ca. 1kg) auf dem Rückweg von der Mittagspause geerntet und würde mir gerne einen Sloe Gin selber ansetzen.

Ich habe über Google mehrer Rezepte gefunden und wollte folgendes probieren:

500 ml Gin ( ich nehme den normalen Tanqueray, da ausreichend vorhanden)
500 g Schlehen ( die kommen jetzt erstmal noch in die TK um sicher zu gehen das sie genug Frost abbekommen haben)
250 g Zucker

Ich wollte alles zusammen in einem großen Gefäß ansetzen und anschließend kühl und dunkel für 8-10 Wochen lagern, alle paar Tage gut durchschütteln und anschließend filtern wenn es sein muss.
Der Elephant Sloe Gin ist so trübe, das ich mir nicht vorstellen kann das er nach dem mazerieren großartig gefiltert wird.

Hat einer von euch schonmal selber Sloe Gin gemacht und kann mir ggf. ein paar Tipps geben was ich noch beachten muss?

LG Jan


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31. Oktober 2019, 18:53
rrr
3906 Beiträge

Hallo Jan,
nein, nicht selbst gemacht. Doch dein Rezept gefällt mir. Weil die Beeren eine gewisse Süße von Natur mitbringen, würde ich den Zuckeranteil etwas reduzieren. Aber letztendlich ist alles Geschmacksache.

Was mich im Moment beschäftigt, wie schaffst Du es auf dem Rückweg der Mittagspause 1 kg Beeren zu pflücken, ohne wie ein Streuselkuchen auszusehen? Also ich wäre dabei total zerstochen. UeberraschtGrinsUnschuldig

p. s. Verlinke das Rezept mal in unseren DIY-Thread.
31. Oktober 2019, 21:39
Gin Freak
22 Beiträge

Hallo rrr,
vielen Dank für deine Rückmeldung und das verlinken. Es waren "nur" 865g incl. Gefrierbeutel. Es scheint eine gute/s Stelle oder Jahr für Schlehen zu sein da stehen ca. 6-10 Schlehendorn Büsche die zum Teil sparrig gewachsen sind und richtig voll hängen ( fast wie Trauben hängen Sie an den Ästen), ich habe mit Hemd und Herrenschuhen ca. 10 min benötigt und nur ein paar leichte Kratzer an der Hand.

Morgen gehe bzw. fahre ich nochmal los, mit deinem Einwand bezgl. der Süße hast du mich etwas verunsichert, da ich es eigentlich auch nicht so süß mag benötige ich noch mal die selbe Menge und mache dann 3 verschiedene Chargen á 500g Schlehen mit unterschiedlichen Süßegraden.


01. November 2019, 17:37
rrr
3906 Beiträge

Da hast Du aber eine tolle Ecke zum Pflücken gefunden. Wollte nicht, dass Du, ob des Zuckeranteils, verunsichert bist. Freue mich schon auf das Ergebnis und deinen Bericht hierzu.
01. November 2019, 18:46
el_muerte
10865 Beiträge

Auf das Ergebnis bin ich auch sehr gespannt. Vll. ist das auch was für mich Grins
Ich setze morgen Quittenlikör an. Wink
01. November 2019, 18:49
rrr
3906 Beiträge

Du berichtest hoffentlich, El? Wink
04. November 2019, 13:38
Gin Freak
22 Beiträge

So gestern haben wir den Sloe Gin angesetzt, nach dem ich Freitag nochmal Schlehen ernten war. Insgesammt standen mir etwas über 4 kg Schlehen zur Verfügung.

Leider waren die Tanqueray Lagerbestände auf 1 Flasche geschrumft und so haben wir für den Rest als Alternative den Bombay Sapphire eingesetzt. Und zuguterletzt haben wir als Experiment einen mit Star of Bombay und etwas Tonkabohne angesetzt.

1. 500 g Schlehen, 500 ml Tanqueray Gin, 200g Kandiszucker
2. 500 g Schlehen, 500 ml Bombay Sapphire Gin, 150 g Kandiszucker
3. 500 g Schlehen, 500 ml Bombay Sapphire Gin, 100 g Kandiszucker
4. 500 g Schlehen, 400 ml Star of Bombay, 180 g Kandiszucker und eine kleine gemahlene Tonkabohne

Der Rest Schlehen bleibt vorerst in der TK, dann kann ich ggf. in ca. 2 Monaten nochmal welchen aufsetzen oder noch eine Versuchsreihe starten wenn diese Sloe Gins nichts werden sollten

Sobalt es was neues gibt, werde ich euch berrichten.
06. November 2019, 19:03
rrr
3906 Beiträge

Hui, willst Du in Produktion gehen?
31. Januar 2020, 10:59
Gin Freak
22 Beiträge

Hallo zusammen,
lange ist es her, aber ich möchte euch gerne noch die Ergebnisse des selbsgemachten Sloe-Gin´s mitteilen.

Vorweg es sind alle 4 Varianten in der Familie und dem Freundeskreis sehr gut angekommen.

Die Variante 1 und 2 sind aber am besten angekommen. Die, die öfters "harten" Alkohol trinken bzw. trockenere Drinks bevorzugen fanden die 2. Variante am besten, die 1. Variante kam bei der Bier und Wein Fraktion am besten an. Die 3. Variante mit am wenigsten Zucker war auch sehr lecker, aber ich glaube das etwas mehr Zucker wie bei Variante 1 und 2 den Sloe-Gin runder macht. Nur einer der "Tester" fand die Variante 3 am besten.

Die Variante 4 kam auch sehr gut an, durch die Tonkabohne hat er einen schönen weihnachtlichen Touch bekommen, was natürlich sehr gut zur Weihnachtszeit gepasst hatGrins , für mich persönlich würde ich beim nächten mal die Tonkabohne etwas gerringer dosieren.

Wir haben bei der/ den Verkostungen auch 2 gekaufte Sloe-Gin´s mit verkostet aber die selbst aufgesetzen Sloe-Gin´s waren deutlich fruchtiger und kamen bei allen "Testern" besser an.

Alles in allem hat der erste Versuch mit Sloe-Gin sehr gut funktioniert und wird definitiv wiederholt.

Ich kann es euch nur empfehlen einmal selber Sloe-Gin aufzusetzen, es lohnt sich auf jeden Fall.


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31. Januar 2020, 19:49
Fabiene_Boilley
3483 Beiträge

Das freut mich sehr, dass der Test so gut geklappt hat und sämtliche deiner Varianten im Familien- und Freundeskreis so gut angekommen sind. Interessant auch, dass die 4. Variante mit dem teuersten Gin dann nicht unbedingt herausgestochen ist.
Welche zwei gekauften Sloe Gins habt ihr denn noch verkostet?
03. Februar 2020, 19:04
rrr
3906 Beiträge

Danke für deine Einschätzung, Gin Freak. Schön, daß die Ansätze so einen großen Anklang bei deinen Gästen fanden. Deine Rezepturen und den abschließenden Kommentar verlinkte ich in DIY hausgemacht.
24. Juni 2020, 15:49
Gin Freak
22 Beiträge

Fabiene_Boilley schrieb:
Das freut mich sehr, dass der Test so gut geklappt hat und sämtliche deiner Varianten im Familien- und Freundeskreis so gut angekommen sind. Interessant auch, dass die 4. Variante mit dem teuersten Gin dann nicht unbedingt herausgestochen ist.
Welche zwei gekauften Sloe Gins habt ihr denn noch verkostet?


Sorry für die Späte Antwort,
die gekauften Sloe Gins waren von Linden No.4 und Haymanns. Ansonsten habe ich bisher noch die Sloe Gins von Elephant und Reginerate getrunken welche auch sehr gut sind jedoch nicht für einen direkten Vergleich zur Verfügung standen.

Ich denke bei der 4. Variante spielte die Tonkabohne eine entscheidene Rolle und das Ergebniss verfälscht hat, wobei ich auch sagen muss das der Star of Bombay nicht mein Fall ist.
06. August 2020, 11:16
rrr
3906 Beiträge

el_muerte schrieb:
Auf das Ergebnis bin ich auch sehr gespannt. Vll. ist das auch was für mich Grins
Ich setze morgen Quittenlikör an. Wink


Hallo el, wie sieht es denn mit dem Quittenlikör aus? Ist er lecker und wie hast Du ihn bereitet?
06. August 2020, 15:42
el_muerte
10865 Beiträge

Ahoi, der Likör ist echt gut geworden. Stoesschen
Ich habe zwei Kilo Quitten gewaschen und die Haare abgerubbelt, dann auf einer Küchenreibe bis zum Kerngehäuse das Fruchtfleisch abgerieben.
Man könnte auch kleine Würfel schneiden, aber da wird man blöde bei, die Quitten sind ja knüppelhart.
Die geriebenen Quitten hab ich dann in gespülte und ausgekochte Milchflaschen ( wegen der großen Öffnung) geschüttet und unter ordentlich Zucker beerdigt. Die Flaschen mit einem Uhrglas abgedeckt und für zwei Wochen dunkel im Schrank stehen gelassen. Danach umgerührt und wieder für zwei Wochen im Schrank stehen gelassen. Dann erst durch ein Küchensieb in eine Schüssel abgeschüttet, das Fruchtfleisch nochmal ordentlich ausgepresst und anschließend alles durch einen Teefilter gekippt ( Das dauert ewig...), sonst wird der Likör trübe.
Den Sirup habe ich dann mit 95% Alkohol auf 35% eingestellt. Am besten lässt man dann den Likör nochmal 6-8 Wochen in Ruhe stehen, der Geschmack ändert sich in der Zeit nochmal deutlich. Stoesschen


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07. August 2020, 10:05
rrr
3906 Beiträge

Das hört sich ja gut an. Benötigt man für die Sirupherstellung kein Wasser, hatten die Qitten genug Flüssigkeit? Wie hast Du den Alkoholwert ermittelt, mit technischem Gerät, oder pi mal Daumendreisatz? Verwirrt

Das Rezept verlinkte ich dann mal mit unserer DIY-Seite