Hallo zusammen,
ich plane ein großes Update für unsere Rezeptdatenbank und möchte meine Gedanken dazu mit euch teilen. Durch notwendige strukturelle Änderungen wird es bei einigen Rezepten zu leichten Anpassungen kommen – das ist leider ein unvermeidbarer Nebeneffekt der technischen Umstellung. Am liebsten würde ich den Content komplett unangetastet lassen, aber das geht leider nicht, wenn man grundlegende Datenstrukturen ändert.
Das aktuelle Problem
Bisher speichern wir Rezepte so, dass wir die Zutat, die Menge in cl (für die interne Berechnung) und einen freien Beschreibungstext erfassen. Ein Beispiel:
- Zutat: Vodka
- Menge: 3 cl
- Beschreibung: "3 cl Vodka"
Für euch ist nur die Beschreibung sichtbar. Das System versteht aber nicht, dass "3 cl Vodka" eine skalierbare Menge ist. Ich kann die Datenbank nicht anweisen, die Portionen zu verdoppeln, da das System nur "toten Text" sieht. Zudem ist die Eingabe für neue User mühsam, da Informationen doppelt eingetragen werden müssen.
Die Lösung: Einheiten-Management
Ich habe ein Update vorbereitet, das nativ mit Einheiten umgehen kann. Man gibt künftig Menge, Einheit und Zutat getrennt ein. Daraus generiert das System automatisch die Anzeige und kann den Drink beliebig skalieren.
Die Herausforderung (Randfälle)
Bei der automatisierten Umstellung gibt es knifflige Sonderfälle. Beispiel:
Bisher: 2 cl Erdbeeren (intern), Beschreibung: "4 gefrostete Erdbeeren".
Solche Infos wie "gefrostet" oder der korrekte Plural (1 Erdbeere vs. 4 Erdbeeren) passen schwer in ein starres Schema. Auch variable Angaben wie "2-4 Limetten" sind technisch schwierig für Berechnungen. Ich tendiere dazu, mich hier für einen Standardwert zu entscheiden und die Variabilität in einer Zusatznotiz zu erwähnen.
Ich habe ein umfangreiches Skript erstellt, um die vorhandenen Rezepte umzuwandeln. Da dieses nicht perfekt sein wird, müssen einige Rezepte im Nachgang händisch korrigiert werden. Ich möchte dieses Update unbedingt durchziehen, bevor ich die neuen Formulare für das Erstellen und Editieren von Rezepten finalisiere.
Eure Meinung ist gefragt:
Braucht ihr zwingend variable Mengenangaben (z. B. 2-4 Blätter Minze)?
Ich freue mich auf euer Feedback!
Ich brauche nicht unbedingt eine variable Mengenangabe. Wenn es die Möglichkeit einer Zusatznotiz gibt, dürfte das eigentlich ausreichend für alle Eventualitäten sein.
Bin auch der Meinung, dass wir diese Variabilität nicht benötigen. Die Rezepte, welche dann Probleme bereiten, könnte man evtl. per Hand ändern.
Sehr gut. Ich bin auch kein Fan von Wertebereichen. Und ja, man kann dann etwas dazu schreiben, dass das flexibel ist.
Es gibt noch zwei weitere Problemkategorien:
- Sowas wie Soda, Bitter Lemon etc. ohne Mengenangabe mit dem Hinweis "auffüllen".
- Angaben wie 1/2 Vodka und 1/2 Saft.
In beiden Fällen kann ich keine Gesamtmenge berechnen. Und im ersten Fall ist auch der Alkoholgehalt nicht berechenbar, so wie das Skalieren keinen Sinn macht.
Ich schlage vor, dass wir auch diesen Rezepten eine Menge verpassen und dazu neben der Zutat und/oder in der Beschreibung sagen, dass das zum Auffüllen ist etc.
Wenn wir das so machen, dann wird das Formular zum Erstellen und Bearbeiten von Rezepten einfach zu bedienen sein. Und ich sehe nicht so wirklich einen Nachteil.
Ich werde das Update mit den Einheiten zuerst online stellen. Die Hälfte der Rezepte macht auch keine Probleme und wird von Anfang an die Möglichkeit haben, Portionen zu berechnen (also Zutaten *2 oder 1/2 etc.). Alle anderen Rezepte können wir nach und nach ohne Druck anpassen. Es wird im Admin-Tool eine Liste geben, welche Rezepte Aufmerksamkeit brauchen.
Passt für mich. Ist vll. eine Spielerei, aber evtl. kannst du ja einen Schalter einbauen, um die Mengen in cl oder oz anzeigen zu lassen. 