Selbstverständlich will Orca einen Reisebericht hier verfassen, andernfalls fahre ich mal kurz zu ihm und plündere seine Teekillersammlung. 



Na klar, das werde ich. Bin aber die ganze Woche in Norddeutschland unterwegs, daher müsst Ihr euch noch etwas gedulden.



Freue mich schon auf Deinen Bericht.
Hat geholfen, hihi
Hallo zusammen und ein frohes Osterfest,
ich bin der Neue
.
Ich versuche zu Hause eine kleine Spirituosensammlung für Cocktails und Purgenuß zusammenzutragen. Aber wie es so ist verlangen noch andere Sachen und Hobbies mit Geld "umsorgt" zu werden. Und so baut sich die Sammlung seit nicht gerade zügig auf. Immerhin, Vorfreude ist ja die schönste Freude.
Nun hat noch der Tequila gefehlt und somit ist seit ein paar Tagen der El Jimador blanco eingezogen. Der ist zwar schön und gut aber geschmacklich empfinde ich, dass da noch deutlich Luft nach oben ist. Ich finde halt, da fehlt noch Komplexität, ggf. eine fruchtige Note und mehr Agavengeschmack. Egal ob pur oder im Cocktail.
Ich wollte jetzt nach der Erfahrung erstmal max. 35€ pro Flasche pausgeben. Bin aber auf jeden Fall dankbar, wenns drunter ist. Für den Anfang sollte es ein Blanco sein, der zwar meistens fürs mixen ist, mitunter aber durchaus pur getrunken werden soll.
Die Weinquelle ist zwar nicht weg aber natürlich kann man da auch nicht alles verkosten. Und so bräuchte ich euren wertvollen Rat
.
Bisher sind in der Auswahl:
- Espolon Blanco
- Calle 23 Blanco
- Tequila Reserva 1800 Silver (Soll wohl generell, etwas untypisch und (zu?) sanft für einen Tequila sein, was das auch immer bedeuten mag. Und zusätzlich
die Frage, machen die 38% zu den 40% überhaupt etwas aus?)
- Herradura Plata Blanco (eventuell speziell, wegen der kurzen Eichenfasslagerung?)
- Aha Toro Blanco (lohnt sich der Aufpreis zu den anderen genannten? Eventuell zu oversized?)
Was meint ihr dazu?
Gruß
FLCL
Herradura Plata ist eigentlich ein absolutes Must Have, was Tequila betrifft. Durch die kurze Fasslagerung besitzt er eine leichte Vanillenote, ansonsten eine sehr schöne Agavennote. Sehr universell einsetzbar, es gibt eigentlich keinen Drink, in dem er eine schlechte Figur macht (vorausgesetzt es ist Blanco-Tequila verlangt).
Der Aha Toro Blanco hat eine recht starke Agavenausprägung und vor allem eine sehr erdige Note, die man mögen muss. Ein sehr interessanter Tequila, der in dem ein oder anderen Drink wirklich großartig auftrumpfen kann. In meinen Augen ist er das Geld auf jeden Fall wert.
In diesem Preisbereich kann ich dir noch sehr den Amate Blanco ans Herz legen. Ein weicher und zugleich kräftiger Tequila, mit einer wunderbar eingebundenen Agave, leicht salziger Note und auch erdigen Anklängen, die aber nicht so stark ausgeprägt sind wie beim Aha Toro. Für mich nach wie vor der beste Blanco, den ich bisher im Glas hatte, auch wenn der Herradura universeller vermixt werden kann.
So und hier bist Du ja nun bei meinem absoluten Lieblingsthema gelandet.
Hier muß ich wirklich an mich halten, um nicht eine neverending List zu erstellen.
Zum El Jimador ist zu sagen, der geht völlig in Ordnung, was Preis/Leistung betrifft (solange Du nicht eine der Uralt-Mixto-Abfüllungen erwischt hast). Das er nicht der Tequilaweisheit letzter Schluß ist, ist aber ebenso klar.
Ich könnte es mir jetzt leicht machen und sagen, Fabienes Post sagt alles, was ein Tequilaeinsteiger wissen muß. Das ist auch tatsächlich wahr.
Aber trotzdem möchte ich das noch einmal zementieren, bzw. ergänzen.
Ja ich weiß, Du mußt auf das Budget achten. Deswegen werde ich an dieser Stelle auch nicht ausufern, auch wenn es schwerfällt.
§1 des Tequilagesetzbuches ist: Der Herradura Plata muß im Schrank stehen
§2 des Tequilagesetzbuches ist: Der Herradura Plata muß im Schrank stehen
§3 des Tequilagesetzbuches ist: Der Herradura Plata muß im Schrank stehen
Soll heißen, es ist der universellste und vom P/L-Verhältnis wirklich beste Tequila, den man bekommen kann.
Darüber hinaus gehen natürlich noch sehr viele Erweiterungen/Ergänzungen/Verbesserungen.
Fabiene's Empfehlung des Amate Blanco unterschreibe ich blind.
Aber ich würde ihn trotzdem auch noch um den Sauza Tres Generaciones Plata ergänzen wollen.
Je nachdem, wie wichtig Dir das Thema Tequila ist, würde ich diese 3 als einen perfekten Stock bezeichnen.
Ach ja, zu Deinen beiden Anmerkungen. Ja, die 2%vol können wirklich sehr viel an Geschmackseinbuße bedeuten.
Und die Tequilaprodukte, die ein 1800 im Namen tragen, kannst Du grundsätzlich streichen wie Du willst. Meinetwegen grün. Aber ich habe sie aus meinem Barschrank gestrichen.



Auch hier ein großes Danke an und die ausführliche Rückmeldung
.
Der Herradura ist auf der Whishlist Platz 1 und den will ich am Samstag testen, sofern möglich. Den Sauza Tres Generaciones Plata nicht zu vergessen
.
Hoffentlich auch den Aha Toro Blanco, denn unter erdigem Geschmack kann ich mir bis dato nichts vorstellen. Eher denke ich da an Torf und Whisky.
Den Amate Blanco hab ich ebenfalls notiert, rückt aber nach hinten. Von der Beschreibung her weiss ich erstmal mit einer salzigen Noten im Verbund mit Erdtönen (noch) nichts anfangen und WQ hat ihn nicht im Programm. Muss mal schauen obs noch andere gute Spirituosenhändler in HH gibt. Ich hatte den aber schonmal auf dem Schirm und dachte zugegeben auch, na, lass mal. Du hast dich schon an der schönen blauen Flasche vom Aha Toro Blanco ergötzt...
Und wenn ich dann nicht unterm Tisch liege will ich trotzdem am 1800er mal nippen, einfach um Mitreden zu könnnen
.
Auch wenn Calle 23 und Espolon nun zwar fast aus meiner geistigen Liste wegfallen wären ein paar Zeilen dazu aber trotzdem interessant. Vom Espolon hab ich nur am Rande mitbekommen, dass Reposado und Anjeo wohl seit der Flaschenumstellung an Qualität eingebüßt haben.
Im Prinzip sieht es derzeit so aus, dass Tequilla bei uns bzw. Freunden BISHER wenig frequentiert ist bzw. vor dem El Jimador noch nicht im heimischen Schränkchen vorhanden war. Mir prangte nur aus Erinnerungen noch der Tequila mit dem Sombrero vor dem geistigen Auge...und natürlich erinnert sich meine Kehle und mein Magen noch deutlich an den, sagen wir, Bremsenreiniger-Effekt, gedeckelt vom von mir präferierten Zimt vs. Orange Ritual.
Und trotz der wenigen Erfahrung und der lobenden Kritik am El Jimador. Er ist mir zu platt. Sicher nicht schlecht aber ich hab hier eindeutig zu tief gestapelt
. Den kriegt dann der Besuch
.
Achso, ich versuche gen Ende April im Englandurlaub in Londen eine oder zwei Bars zu besuchen. Falls jemanden Erfahrungsberichte interessieren, kann ich die posten. Die Zeit in London ist sehr sehr knapp, daher wirds leider keine ausführliche Cocktailreise mit langem Bericht werden
.
Diese hier hab ich bisher ausfindig gemacht:
- Cocktail Trading Company
- Happiness Forgets
- Nightjar
- Oriole
Oh, ich bin in der nächsten Woche auch in London.
Wir werden aber wahrscheinlich keine Cocktailbar aufsuchen und es sind auch nur drei Tage.
Den 1800 Anejo finde ich übrigens auch gar nicht so schlecht - vorausgesetzt, man erwartet keinen Tequila.
Er hat sehr ausgeprägte Holznoten, die in einem Old Fashioned wirklich gut kommen, aber die Agave muss man halt mit der Lupe suchen.

Er hat sehr ausgeprägte Holznoten, die in einem Old Fashioned wirklich gut kommen, aber die Agave muss man halt mit der Lupe suchen.
.
.
.
.
Ein herzliches Willkommen auch von meiner Seite FLCL! 
Deine genannten Bars werde ich bei Gelegenheit eingehend inspizieren und gegebenenfalls finden sie Einzug in unserer Liste. Danke Dir hierfür! Kleine Reiseberichte, evtl. sogar mit Bewertung vorstehender Bars finden wir natürlich toll.
@ Fabiene_Boilley
Na dann viel Spaß auf der Insel
.
Ich versuche nach den anderen Tequilas mal den 1800er zu kosten. Bin auf die Abweichung gespannt
.
@ SchuettelStefan
Beziehst du dich mit den Äusserungen zum Espolon explizit auf den Reposado oder gilt dasselbe auch für den Blanco?
[quote] Mein Fazit, London schmecken, und schnellstmöglich wieder vergessen. Das brauche ich kein zweites Mal. [/]
Wir haben schon Schottland und Irland durch. Da werde ich das Essen da auch überleben. Auch wenn ich hinterher ein Pommes Trauma haben werden. Ein Wunder, dass die nicht auch zum Dessert gereicht werden.
@ rrr
Vielen Dank.
Ich bin schon sehr gespannt. Wird wohl bei einer Bar bleiben und bisher konnten wir uns noch nicht entscheiden. Mal sehen, vielleicht darf ich ja auch ein paar Fotos machen.
.Glücklicherweise haben wir eine Küche in unserem Appartment, so dass wir der englischen Gastronomie zum großen Teil aus dem Weg gehen können.
Nur am letzten Tag werden wir uns irgendwo etwas suchen müssen. Oder wir grillen im Hyde Park.
Auf die Kneipenkultur setze ich auch.
Dann drück ich Dir mal die Daumen.
So, auf der Messe konnte ich tatsächlich den 1800er Blanco antesten. Stichwort: niedlich, triffts sehr gut. Und ja, Agave is' nicht so wirklich aber er hat diverse angenehme Facetten, die ich im nicht absprechenkann oder möchte. Spätestens im Cocktail dürfte aber Landunter sein, wenn man Tequila schmecken will/soll. Vielleicht gibts irgendwann ein Sonderangebot, dann teste ich das mal.
Tja ansonsten, bin ich dem Herradura blanco habhaft geworden und hab eben mal dran genippt, nachdem ich vorher den El Jimador getestet haben.
Er hat mehr Körper und Seele ja aber ich war wohl dem Hype zu sehr erlegen und hab mir mehr erwartet bzw. ich brauche mehr Zeit dafür. Ist ja nur ein kurzer Schnappschnuss. Ich glaube in einer Margarita dürfte das "mehr" an allem, sehr positiv zur Geltung kommen
. Wie ich mich kenne, brauche ich aber wohl wieder eine "Spezialnuance", damit es geschmacklich direkt "einrastet". Nein, kein 1800er
.
Für quasi Neulinge müssen (nich-)vorhandeneDifferenzen aber erstmal ausgetestet werden. Sonst käme man, bzw. in dem Fall ich auf die Idee, es gibt keinen Unterschied zwischen Blanco und Anjeo, zumindest nicht beim Espolon. Aber vielleicht ist es auch so. Ich bin mir sicher, Stefan klärt mich dahingehend noch auf
.
Zu unserem Bekannten ist zu sagen, dass er sein Herz am rechten Fleck trägt. Missionieren werde ich hier sicher nicht. Ich probiers übers selbstgemachte Essen, in dem ich hier und da etwas einfließen lasse. Mal sehen, ob der Köder greift
.
Englische Kost:
Ich finde allen voran diese Sandwiches am Schlimmsten. Furchtbar, Toast ist für mich sowieso nur Luft mit gefärbtem Gerüst außen herum. Das kann ich zwischen durch schon gerne mal Essen aber, so wie da? Nä....
Gleich dannach kommen die gebackenden Bohnen, die SÜSS, SÜÜÜHÜÜÜÜSS schmecken.
Aber das kann man meiden, wenn man die Supermärkte durchbuddelt. Die Auswahl ist diesbezüglich zwar nicht extrem aber es gibt andere Sachen.
Ich habe auf den Inseln schon mehrmals Bangers and mash gegessen und fand das geschmacklich immer gut. Burger geht auch noch. Ceasar Salad hab ich auch in positiver Erinnerung. Und bei den Desserts hatten wir auch bisher Glück *g*.
Wir haben mehrmals indisch probiert und einmal asiatisch. War ok, man kann mich aber mit genügend Papadam schnell glücklich machen
.
Preislich wars teilweise aber ziemlich drastisch. Wobei, das war Irland und Schottland. England könnte besser sein aber da gibts ja noch sowas wie Brexit...
Man schafft es da drüben/oben aber mit deren offenherziger Freundlichkeit darüber hinwegzusehen. Da könnten wir uns teilweise kilometerdicke Scheiben von abschneiden.
Ich hoffe ja auf Resümee von Fabienne
.
Danke für deine Eindrücke, was das Essen betrifft. Glücklicherweise steht ja das Pfund aufgrund des Brexit ganz gut, aber auch so scheint das Essen in England wohl nicht so günstig zu sein. Ich denke, wir werden dann mal die Supermärkte durchbuddeln.
Ich berichte auf jeden Fall!
. Wie ich mich kenne, brauche ich aber wohl wieder eine "Spezialnuance", damit es geschmacklich direkt "einrastet". Nein, kein 1800er
.