Zu Ostern kommt mein neuestes Projekt an den Start, ich möchte einen NewMake in einem kleinen 5Liter Holzfass veredeln.
Frage an die Community, hat von euch schon einmal so etwas erfolgreich durchgeführt?
Ich bin auf eure Antworten gespannt und freue mich auf die Diskussion.

PS: weitere Infos zu meinem Projekt und meine bisherigen Erfahrungen kommen natürlich auch noch 
Hallo Orca
Da kenne ich mich gar nicht aus! Bin aber gespannt auf Deinen Bericht 
Zu Ostern kommt mein neuestes Projekt an den Start, ich möchte einen NewMake in einem kleinen 5Liter Holzfass veredeln. Frage an die Community, hat von euch schon einmal so etwas erfolgreich durchgeführt?
Du bist lustig, ich finde das voll gemein. Du weißt ganz genau, dass mein Budget für meine Hausbar erschöpft ist, ich mir kein Faß mehr kaufen kann und Du wolltest dein Fäßchen damals nicht abgeben. Also gibt es nun auch keine Antworten, so!
[quote=rrr]
Du bist lustig, ich finde das voll gemein. Du weißt ganz genau, dass mein Budget für meine Hausbar erschöpft ist, ich mir kein Faß mehr kaufen kann und Du wolltest dein Fäßchen damals nicht abgeben. Also gibt es nun auch keine Antworten, so!
och ManNooo.......Du kannst ja was abhaben



Ich hab hier auch ein leeres Fässchen seit Jahren stehen und kam noch nie dazu es zu verwenden.
na dann, wird es aber Zeit
wie groß ist es denn?
Ich hab hier auch ein leeres Fässchen seit Jahren stehen und kam noch nie dazu es zu verwenden.
Soll es heißen, dass Du es mir vermachst? 

och ManNooo.......Du kannst ja was abhabenhurragelagesuperwink
Jippiiiiiiii, wann, wo, ich komme......




Zu Ostern kommt mein neuestes Projekt an den Start, ich möchte einen NewMake in einem kleinen 5Liter Holzfass veredeln.
Ich habe mir sowas auch schon mal vorgenommen
leider ist es bisher bei dem Vorhaben geblieben
Ich bin sehr auf deinen Erfahrungsbericht gespannt.
Ich hab hier auch ein leeres Fässchen seit Jahren stehen und kam noch nie dazu es zu verwenden.
Hoffentlich ist es nicht ausgetrocknet - sonst wird es undicht und die Engel bekommen den größten Anteil 
Das sieht meinem Fass doch sehr ähnlich. Ich befürchte aber, dass meines ausgetrocknet ist.Ich bin jetzt 40 und hab es zum 33ten bekommen
da musst Du mal schütteln 
Dies war beim einfüllen 

klappt auch mit Markdown code 
Du bist aber fix, schon gleich die neueste Technik ausprobiert. Macht sich gut... 
Acht Flaschen Portwein, hast Du noch eine weitere Zugabe mit ins Fäßchen gegeben? Und wie lang gedenkst Du zu lagern, bei welcher Temperatur?
sind doch nur 0,75l Flaschen und der Rest ist verköstigt worden
Der Portwein war Ostern 6Mon. in dem Fässchen und der NewMake soll schon etwas länger im Keller lagern.
Hallo zusammen,
ich habe das Projekt heute weitermachen können. So wie es im Leben nunmal ist, hatte ich mit einigen Unwägbarkeiten zu kämpfen. Letztendlich ist der NewMake im Fass(chen) gelandet. In den nächsten Tagen komme ich mit dem Bericht inch. Bildern wieder vorbei ........... es wird auf jeden Fall spannend. 
Fass: 5-Liter Eichenfass
Vorgeschichte: 12j. Islay Whisky, danach 6 Mon. Cruz Port
Destillat: HellDog New Make (Dresdner Whisky Manufaktur - Hellinger 42)
Ziel des Projekts ist die Veredelung eines charakterstarken New Makes in einem bereits zweifach vorbelegten Kleinfass. Durch die Kombination von rauchigen Islay-Noten und der schweren Süße eines Cruz Portweins wollte ich ein komplexes Geschmacksprofil erzeugen, das die Jugend des New Makes (HellDog) elegant einbindet.
Ich hoffe, in einer Reifezeit von etwa sechs Monaten ein exzellentes Ergebnis zu erzielen. Die gesetzlich vorgeschriebenen drei Jahre Lagerzeit, um das Destillat „Whisky“ nennen zu dürfen, werde ich in diesem kleinen Fass natürlich nicht realisieren – das Holz würde den Brand schlicht erdrücken. Aber die Neugier auf das Ergebnis im Zeitraffer ist einfach zu groß!
Die Vorbereitung: Konditionierung des Fasses
![]
Zuerst musste ich den Cruz Portwein nach sechsmonatiger Lagerung entnehmen. Dabei stellte ich mit Erschrecken fest, dass der Angels' Share viel zu hoch war: fast 50 % Verlust! Eine Entwicklung, die ich so nicht vorausgesehen hatte und die mir für das weitere Projekt durchaus Sorgen bereitet.

Das Ergebnis der Vorbelegung war jedoch eine wahre Geschmacksexplosion für Nase und Gaumen – zweifellos der beste Port, den ich je im Glas hatte.

Nach der Entleerung ließ ich das Fass 14 Tage lang bei offenem Spundloch trocknen. Dieser Schritt diente dazu, das Holz „atmen“ zu lassen, bevor der hochprozentige New Make eingeführt wurde.
Das Destillat & Der „Entry Proof“
Der HellDog New Make wurde mit kraftvollen 60 % vol. geliefert. Um die Extraktion von Vanillin und Zuckern aus dem Portwein-Rückstand zu optimieren und die Gefahr der „Überholzung“ zu minimieren, wurde das Destillat mit ca. 480 ml Wasser auf einen Entry Proof von ca. 55 % vol. eingestellt.

Messmethode: Die Kontrolle erfolgte mittels eines Alkohol-Refraktometers.
Volumen: Das Fass wurde mit 5,2 Litern „spundvoll“ befüllt, um den Luftraum (Headspace) und damit die initiale Oxidation so gering wie möglich zu halten.

Die Herausforderung: Angels' Share
Die Verdunstung bleibt der kritische Punkt. Aufgrund der extremen Erfahrungen während der Portwein-Phase habe ich reagiert:

Gegenmaßnahme: Das Spundloch sowie der Holzkeil wurden nach der Befüllung akribisch mit Kerzenwachs versiegelt, um den Alkoholdampf am Entweichen zu hindern.

Lagerung: Über die optimale Lagertemperatur und Luftfeuchtigkeit muss ich mir noch weitere Gedanken machen, da mein aktueller Platz im Keller für ein so kleines Fass noch nicht ideal erscheint.

Hier habe ich noch einiges zu tun und das macht mir auch noch Kopfschmerzen.
Reifungsplan & Sensorik
Geplant ist eine fünfmonatige Ruhephase ohne Eingriffe. Dieser Zeitraum hat sich in vorangegangenen Versuchen als ideal erwiesen, um den „Sweet Spot“ zwischen Holzwürze und Destillat-Charakter zu treffen. Nach Ablauf von insgesamt sechs Monaten wird eine zyklische sensorische Prüfung durchgeführt.
Erwartetes Ergebnis
Aufgrund der komplexen Vorbelegung (Torf/Rauch & Portwein) erwarte ich ein Destillat, das:
In der Nase deutliche Portwein-Süße und dunkle Beeren zeigt.
Am Gaumen die malzige Kraft des HellDog mit einer feinen, distanzierten Rauchfahne (Islay-Erbe) kombiniert.
Durch das massive Oberflächen-Volumen-Verhältnis eine visuelle Reife (Farbtiefe) aufweist, die deutlich über sein tatsächliches Alter hinausgeht.
Weitere Beschreibungen sowie detaillierte Analysen und Bilder folgen in Kürze.

Zuerst musste ich den Cruz Portwein nach sechsmonatiger Lagerung entnehmen. Dabei stellte ich mit Erschrecken fest, dass der Angels' Share viel zu hoch war: fast 50 % Verlust! Eine Entwicklung, die ich so nicht vorausgesehen hatte und die mir für das weitere Projekt durchaus Sorgen bereitet.
Da hast Du dir aber sehr durstige Engel eingeladen.
Das Ergebnis der Vorbelegung war jedoch eine wahre Geschmacksexplosion für Nase und Gaumen – zweifellos der beste Port, den ich je im Glas hatte.
Direkt zu beneiden bis Du, wahrscheinlich hast Du mit den Engelchen vorm Fass gelegen und alles nach und nach verköstigt. 

Nach der Entleerung ließ ich das Fass 14 Tage lang bei offenem Spundloch trocknen. Dieser Schritt diente dazu, das Holz „atmen“ zu lassen, bevor der hochprozentige New Make eingeführt wurde.
Kein Wunder, dass Du so viele Engelchen hast. Die sind nun wieder alle im Fass und freuen sich auf die nächste Ladung.
3. Die Herausforderung: Angels' Share Die Verdunstung bleibt der kritische Punkt. Aufgrund der extremen Erfahrungen während der Portwein-Phase habe ich reagiert: Gegenmaßnahme: Das Spundloch sowie der Holzkeil wurden nach der Befüllung akribisch mit Kerzenwachs versiegelt, um den Alkoholdampf am Entweichen zu hindern.
Du hättest nicht so lange lüften dürfen, siehe oben.
Lagerung: Über die optimale Lagertemperatur und Luftfeuchtigkeit muss ich mir noch weitere Gedanken machen, da mein aktueller Platz im Keller für ein so kleines Fass noch nicht ideal erscheint.
Hast Du etwa einen beheizten Keller, 20,nochwas Grad?
Hier habe ich noch einiges zu tun und das macht mir auch noch Kopfschmerzen.
Ja nee, ist klar.
4. Reifungsplan & Sensorik Nach Ablauf von insgesamt sechs Monaten wird eine zyklische sensorische Prüfung durchgeführt.
Naja, das kennen wir schon.
Sonst bin ich überrascht von deiner prof. Herangehensweise. Das kann ja nur gut, wenn nicht excellent werden.
Besteht keine Möglichkeit einer kühleren Lagerung? Zur Not in einem ausgekleideten Erdloch osä.?
Um deine Kopfschmerzen etwas zu mildern, die Luftfeuchte gilt es zwingend zu erhöhen. Man erreicht dieses durch gelegentliches Auflegen von feuchten Küchentüchern. Gelegentlich, weil es sonst zur Schimmelbildung führt, aber das weißt Du ja besser als ich. Doch hin und wieder die Fasswandungen befeuchten halte ich für sinnvoll gegen den allzu großen Durst der Engel.