Cocktailforum

Hausbar neu gestalten

Gestartet von 11. Mär, 15:21 Uhr
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19.05.2015, 19:26 #yWIVRUWh

rrr schrieb:
Ihr wolltet doch einen Foto-Karpfen! lol

Wir wollten aber doch, dass der Foto-Karpfen dich fotografiert und nicht umgekehrt.hmm

23.05.2015, 15:16 #t2C7FVEs

Hausbar Teil V

Spüle steht und rechter Hand im Anschluss, bis auf wenige Zentimeter, passen 2 Arbeitsplattenteile perfekt. Sehr hochwertig und deswegen immer noch im Bestand, werden sie erstmal auf das Maß der Nische abgelängt. Fehlt etwas Entscheidendes. Damit unterhalb der Platten mich kein schwarzes Loch angähnt und die Arbeitsfläche genug Unterstützung erhält, so etwas wie Unterschränke.

In südlichen Ländern, auch bei uns sehe ich vermehrt Schränke, ja ganze Küchenunterbauten aus Leichtbausteinen erstellt. Weil hier einige Steine rumliegen und Platz verbrauchen, war gleich der Gedanke, sie für diese Aufgabe zu nutzen. Ebenfalls Fliesenkleber wartet noch auf seine Erstverwendung. Kombiniert mit alten, auf Maß gesägten Holzplatten als Zwischenboden ergeben diese Teile wunderbare Unterschränke. Ebenso gut könnte ein kompletter Bartresen hieraus gebaut werden, dafür sind aber zu wenig Reststeine vorhanden. Ihr könntet jetzt sagen, dann kauf doch ein paar Neue hinzu, aber es soll ja gespart werden.

Zur besseren Stabilität der Seitenwände ist es sinnvoll mit einer ca. 10 mm Gewindestange gegen seitlichen Druck zu unterstützen. Dazu in den vorletzten Stein längs eine Nut kratzen, Stange anpassen und in die dahinter stehende Wand mit einem Dübel befestigen. Letzten Stein darauf verkleben, hält. Man könnte die Steine jetzt verputzen. Es reicht in meinem Fall ein Anstrich mit weißer Wandfarbe. Halter in entsprechender Höhe für die Zwischenböden befestigt und Böden eingelegt. Die zuvor bemaßten Arbeitsplatten auf die Steinwände gelegt, mit unterlegten Plättchen nochmals ausgerichtet. Schnell eine gefundene Chromstange mit zwei Haltern auf Maß geschnitten, als Handtuchhalter vor die Kante der Arbeitsplatte geschraubt. Einen großen Teil Geschirr Flaschen u. a. kann ich erstmal provisorisch in die Unterschränke einräumen. Handtücher aufgehängt und sieht schon gut aus…

Fertig ist die Arbeitsnische. Langsam erhält das Projekt ein Gesicht, wie es weiter geht, erzähle ich in der Fortsetzung das nächste Mal. Und hier geht es zur Übersicht.

Zuletzt bearbeitet von am 28.06.2017, 07:37
23.05.2015, 15:27 #kUcowyXQ

Hier seht ihr den Arbeitsbereich mit den Unterbauten, links davon angeschnitten die erwähnte Spüle. Der rechte Bereich ist so breit, daß ich eine Kiste mit Tonic, bzw. Bitter Lemon unterbringe. Dahinter ein Holzkantel gelegt, schon kommt die Kiste entnahmefreudig mir entgegen.

Zuletzt bearbeitet von am 27.06.2017, 10:48
23.05.2015, 18:59 #ZTYKKnaL

spannende Lösung mit den Steinen und schaut zu dem auch noch aus. super

23.05.2015, 20:06 #qNm5LNpB

Ist sehr schön geworden. Die Spüle könntest du schon mal einweihen, indem du den Myers darin entsorgst.ätschlala

Zuletzt bearbeitet von am 23.05.2015, 20:10
24.05.2015, 12:12 #y8VqdhMJ

Gefällt mir sehr gut! stösschen

26.05.2015, 16:08 #pHcwD7rT

Hausbar Teil VI

Nun ja, fertig sagte ich, es fehlt noch eine Abdichtung zur Wand und im Anschluß der Arbeitsplatten. Eine Kartusche Silikon leistet große Hilfe. Rasch an den gesäuberten, trockenen Anschlüssen eine kleine Silikonnaht gelegt, mit geeignetem Werkzeug die Fuge abgezogen, evtl. mit angefeuchtetem Finger nachziehen. Nach einigen Stunden Trockenzeit sollte alles dicht sein. Auf keinen Fall die Silikonfugen mit in Spülmittel befeuchtetem Werkzeug abziehen, wie man immer wieder lesen kann. Dort kann keine Dichtheit eintreten.

Einige bunt gemischte Regalbretter liegen immer noch im Weg, die meisten von einem nordischen Händler. Ein großer, rahmenloser Spiegel ebenfalls. Also Spiegel an die Wand, links, rechts je ein Bretthalter in angemessener Höhe gedübelt. Brett auf Maß ab gelängt und vor den Spiegel gesetzt. An der Spülenwand eignen sich vier andere Regalteile, welche mir in schwarz und weiß vorliegen. Unterschiedliche Höhen lockern das Bild auf. Links von der Spüle befestige ich einen bis dahin ausrangierten Haushaltsrollenhalter. Er wird bestimmt noch gute Dienste in der Bar leisten.

Vorhin berichtete ich über einen Spiegel. Spiegel sind in der Bar ein willkommenes Detail. Lassen sie den Flaschen-, Glasbestand optisch ins Unendliche steigen, die Bar vergrößern. Wer es mir nach machen, eine eigene Bar bauen will, dem rate ich, sich von besagtem Konzern schlanke Spiegel günstig zu kaufen. Jene würde ich quer zwischen die Regalteile hängen. Vielleicht noch LED-beleuchtete Boards aus Glas, eine Bar in modernem Design.

Ganz toll finde ich, in Stücke zerschlagene Spiegel evtl. in Kombination mit farbigen Glasscherben wie Fliesen an die Wände geklebt und verfugt. Natürlich ein aufwändiges, langwieriges Verfahren. Edel und zudem relativ kostengünstig könnte auch eine Wandverkleidung mit einfachen Laminatbrettern aussehen. Schnell ist eine größere Fläche damit beplankt. Unempfindlich gegenüber Spritzer sind diese Flächen gut zu reinigen. Ausrangierte alte Fensterflügel mit Rahmen sind ebenfalls dekorativ. Dahinter eine entsprechende Bildtapete geklebt, oder uni Wandfarbe, Regalteile reingehängt, oder, oder…

Meine Bar soll aber möglichst wenig Kosten verursachen und zweckmäßig sein. Wieso immer noch Platzmangel für die Flaschen herrscht und wie ich dem begegne, berichte ich in Teil VII.

26.05.2015, 16:17 #H5N0S15N

Jetzt fällt mir erst auf, warum ihr immer Fotos sehen wollt. Damit ihr in meinem Bestand visuell stöbern könnt. überrascht

Das Regal hängt vor dem Spiegel, welchen man noch etwas erkennen kann, an der rechten Wand.

Zuletzt bearbeitet von am 27.06.2017, 10:49
26.05.2015, 16:21 #yUpUjXNg

Dieses Regal war schon immer mit Leuchten versehen, kommt mir in diesem Fall zugute. Hängt an der spülseitigen Wand im Anschluß links vom Ersten.

26.05.2015, 16:24 #C0YuTwvU

Die drei Kurzen versetzt direkt über der Spüle.

26.05.2015, 16:48 #NWDKaS2C

Wirkt das nur auf dem Foto so, oder solltest du dir ggf. Sorgen machen ob das Regal mit dem Amarula / Luxardo Maraschino nicht bald bricht?

Liest sich sehr gut bislang, ich bin mal gespannt auf ein großes Gesamtbild, bislang gibt's ja immer nur kleine Ausschnitte. fröhlich

26.05.2015, 16:58 #AutBlGN4

Hihi, der Gedanke beschlich mich auch. Sofort in die Bar gerannt. Das kann nur eine objektivische Verzeichnung sein. Alles gut...

Das Gesamtbild gibt es, wenn Alles fertig ist. Die Fotos sind auf den jeweiligen Bericht ausgerichtet. Mehr sieht man auch in natura nicht.

Zuletzt bearbeitet von am 26.05.2015, 16:59
26.05.2015, 16:59 #5gmKUzHn

rrr schrieb:
...Auf keinen Fall die Silikonfugen mit in Spülmittel befeuchtetem Werkzeug abziehen, wie man immer wieder lesen kann. Dort kann keine Dichtheit eintreten.

Das war mir neu - warum wird das nicht dicht?verwirrt

26.05.2015, 17:01 #UukcHrcr

jean.11 schrieb:

Das war mir neu - warum wird das nicht dicht?verwirrt

Spülmittel sind Lösemittel, bereite mal eine Fuge mit, eine ohne Spülmittel, da wirst du es sehen. wink

26.05.2015, 17:12 #lU67IP4d

Ich kannte das bisher so das ein Tropfen Spülmittel ins Wasser kommt mit dem der Finger angefeuchtet wird. Als Trennmittel quasi.

Wenn das die Dichtheit beeinflusst, dann lasse ich das in Zukunft wohl lieber.verwirrt

26.05.2015, 17:19 #vSmt5Bse

Überlege mal, warum es dann sich vom Finger trennt. Eigentlich logisch, mir hat man das aber auch mit dem Spülmittel weitergegeben. Das ist eine Unsitte geworden. Natürlich wird die Fuge dicht. An den Stellen, an denen halt kein Spülmittel kommt. Man kann Glück haben. Sicherer ist es ohne. wink

26.05.2015, 19:17 #XMIUTmXW

rrr schrieb:
Jetzt fällt mir erst auf, warum ihr immer Fotos sehen wollt. Damit ihr in meinem Bestand visuell stöbern könnt. überrascht

Na klar.grins Ich finde es immer interessant zu sehen, was andere in ihrer Bar haben und auch, wie die Flaschen angeordnet sind. Besonders die Wermutparade auf dem zweiten Bild gefällt mir sehr gut.

27.05.2015, 08:26 #GB1s0EQ7

Sehr schön, sehr schön! super Auch ich bin schon sehr gespannt auf die Gesamtansicht. Aber was Du uns wieder unterstellst. Tzzz...

rrr schrieb:
Überlege mal, warum es dann sich vom Finger trennt. Eigentlich logisch, mir hat man das aber auch mit dem Spülmittel weitergegeben. Das ist eine Unsitte geworden. Natürlich wird die Fuge dicht. An den Stellen, an denen halt kein Spülmittel kommt. Man kann Glück haben. Sicherer ist es ohne. wink

Das ist nur teilweise richtig. Es kommt auf die Art der Verarbeitung an. Wer zu sparsam mit dem Silikon umgeht, so das das Silikon nicht überall vollständig anliegt, oder gar Luftblasen bildet, oder vergißt die Flächen vorher zu entfetten und entstauben, der leidet unter der von Dir beschriebenen Undichtigkeit. Wer jedoch alles richtig macht, der kann sogar das Spülmittel blank auftragen und wird mit einem passenden Werkzeug wunderschöne glatte und dichte Nähte ziehen.

28.05.2015, 15:41 #gx72XPo6

SchuettelStefan schrieb:
..., so das das Silikon nicht überall vollständig anliegt, oder gar Luftblasen bildet,... der leidet unter der von Dir beschriebenen Undichtigkeit. Wer jedoch alles richtig macht, der kann sogar das Spülmittel blank auftragen und wird mit einem passenden Werkzeug wunderschöne glatte und dichte Nähte ziehen.
Das ist, was ich meine, wer sagt mir, daß das Silikon sich überall gleichmäßig den Fugen angepaßt hat? Dem ist nicht immer so. Ganz schwierig wird es in den Ecken, da kann die Raupe noch so dick angelegt werden, sobald du mit feuchten Spülmittelflüssigkeiten dich antastest, hast du verloren. Dieses meinte ich:
rrr schrieb:
Natürlich wird die Fuge dicht. An den Stellen, an denen halt kein Spülmittel kommt. Man kann Glück haben. Sicherer ist es ohne. wink

Aber bevor es hier zu einem do-it-yourself-thread ausartet, wünsche ich weiterhin viel Spaß.

Zuletzt bearbeitet von am 28.05.2015, 15:47
28.05.2015, 16:10 #RAlrmPIy

Hausbar Teil VII

Ja, wieso herrscht nach einigen Regalbrettern immer noch Platzmangel? Ganz einfach, sie haben eine Höchstbelastungsgrenze. Können also nicht „bis zum Geht nicht mehr“ mit Flaschen vollgestellt werden. Die Flaschen wog ich jetzt nicht in Gänze, man kann es auch schätzen und bekommt ein Gefühl dafür, wie stark man das jeweilige Brett belasten kann. Aber was mache ich jetzt? Einfach so überall verteilen, praktizierte ich schon eine Weile. Umständlich, weil man meist mehrere Flaschen anhebt, bevor die richtige dabei ist. Also muß eine Flaschentreppe her. Habt ihr mal geschaut, was die so kosten? Nö, nicht mit rrr, wofür besitze ich eine Werkstatt.

Also Flaschen ausmessen, welche ist die dickste? Falsch, erstmal entscheiden, nach welchem System baut man seine Bar auf. Dabei bevorzuge ich Gruppen nach Art der Flüssigkeit. Erstmal alles Hochprozentige herausfischen, dieses wiederum in Getränkeart sortiert, dann Liköre, weinhaltige Getränke, Sirupe, Säfte, Kohlensäurehaltiges und Weiteres. Übersicht verschaffen, wieviel (Regal)-Platz steht zur Verfügung, welche Gruppe findet dort Unterschlupf? Ist die gefundene Anordnung zweckmäßig?

Da gestehe ich mir ein, mit beengten Verhältnissen nicht so einfach. Um nicht zu sagen die schwierigste Aufgabe.

Die Flaschen benötigen, mit wenigen Millimetern Abstand untereinander, denselben Platz, wie auf der Flaschentreppe, logisch. Nötig ist dieser geringe Abstand, weil die Flaschenformen unterschiedlich sind, damit beim Entnehmen keine weitere umfällt. Deswegen Alles erstmal so aufgestellt, als wenn sie auf der Treppe stünden. Bei zwei Stufen besitze ich die Möglichkeit drei Reihen Flaschen unterzubringen. Getränkebestand ausmessen, besteht genügend Platz dort, wo die Treppe eingesetzt wird? Wenn es paßt, die Maße auf ein entsprechendes, gehobeltes Brett übertragen, Sägen, verleimen, verschrauben. Die Möglichkeit, die Treppe an der Wand zu befestigen, besteht bei mir nicht, weil der Spiegel einen Teil der Wand verdeckt. Kurz zwei Holzwinkel aus den Reststücken als Füße verschraubt Treppe darauf gesetzt. Die gedachten Flaschen verteilt, schön. Wieder ein Stück Platz gewonnen. Wer es ganz akkurat mag, kann die Treppe noch streichen. In meiner ersten Überlegung sollte sie aus weißem Acrylglas gefertigt und von unten beleuchtet werden. Ergibt bestimmt einen noblen Effekt, vielleicht später mal.

Die Holztreppe war jetzt eine schnelle, kostengünstige Methode. Tja, was soll ich euch berichten? Es sind immer noch genügend Flaschen außerhalb der Bar übrig. Ob ich die jetzt Alle austrinke, oder was damit veranstaltet wird, könnt ihr in der nächsten Folge, im VIII. Teil erfahren. Das dauert aber jetzt noch eine Weile. Hin und wieder muß ich mich mit etwas Anderem beschäftigen. wink

Die Übersicht