
Wir wollten aber doch, dass der Foto-Karpfen dich fotografiert und nicht umgekehrt.
Hausbar Teil V
Spüle steht und rechter Hand im Anschluss, bis auf wenige Zentimeter, passen 2 Arbeitsplattenteile perfekt. Sehr hochwertig und deswegen immer noch im Bestand, werden sie erstmal auf das Maß der Nische abgelängt. Fehlt etwas Entscheidendes. Damit unterhalb der Platten mich kein schwarzes Loch angähnt und die Arbeitsfläche genug Unterstützung erhält, so etwas wie Unterschränke.
In südlichen Ländern, auch bei uns sehe ich vermehrt Schränke, ja ganze Küchenunterbauten aus Leichtbausteinen erstellt. Weil hier einige Steine rumliegen und Platz verbrauchen, war gleich der Gedanke, sie für diese Aufgabe zu nutzen. Ebenfalls Fliesenkleber wartet noch auf seine Erstverwendung. Kombiniert mit alten, auf Maß gesägten Holzplatten als Zwischenboden ergeben diese Teile wunderbare Unterschränke. Ebenso gut könnte ein kompletter Bartresen hieraus gebaut werden, dafür sind aber zu wenig Reststeine vorhanden. Ihr könntet jetzt sagen, dann kauf doch ein paar Neue hinzu, aber es soll ja gespart werden.
Zur besseren Stabilität der Seitenwände ist es sinnvoll mit einer ca. 10 mm Gewindestange gegen seitlichen Druck zu unterstützen. Dazu in den vorletzten Stein längs eine Nut kratzen, Stange anpassen und in die dahinter stehende Wand mit einem Dübel befestigen. Letzten Stein darauf verkleben, hält. Man könnte die Steine jetzt verputzen. Es reicht in meinem Fall ein Anstrich mit weißer Wandfarbe. Halter in entsprechender Höhe für die Zwischenböden befestigt und Böden eingelegt. Die zuvor bemaßten Arbeitsplatten auf die Steinwände gelegt, mit unterlegten Plättchen nochmals ausgerichtet. Schnell eine gefundene Chromstange mit zwei Haltern auf Maß geschnitten, als Handtuchhalter vor die Kante der Arbeitsplatte geschraubt. Einen großen Teil Geschirr Flaschen u. a. kann ich erstmal provisorisch in die Unterschränke einräumen. Handtücher aufgehängt und sieht schon gut aus…
Fertig ist die Arbeitsnische. Langsam erhält das Projekt ein Gesicht, wie es weiter geht, erzähle ich in der Fortsetzung das nächste Mal. Und hier geht es zur Übersicht.
Hier seht ihr den Arbeitsbereich mit den Unterbauten, links davon angeschnitten die erwähnte Spüle. Der rechte Bereich ist so breit, daß ich eine Kiste mit Tonic, bzw. Bitter Lemon unterbringe. Dahinter ein Holzkantel gelegt, schon kommt die Kiste entnahmefreudig mir entgegen.
spannende Lösung mit den Steinen und schaut zu dem auch noch aus. 
Ist sehr schön geworden. Die Spüle könntest du schon mal einweihen, indem du den Myers darin entsorgst.

Gefällt mir sehr gut! 
Hausbar Teil VI
Nun ja, fertig sagte ich, es fehlt noch eine Abdichtung zur Wand und im Anschluß der Arbeitsplatten. Eine Kartusche Silikon leistet große Hilfe. Rasch an den gesäuberten, trockenen Anschlüssen eine kleine Silikonnaht gelegt, mit geeignetem Werkzeug die Fuge abgezogen, evtl. mit angefeuchtetem Finger nachziehen. Nach einigen Stunden Trockenzeit sollte alles dicht sein. Auf keinen Fall die Silikonfugen mit in Spülmittel befeuchtetem Werkzeug abziehen, wie man immer wieder lesen kann. Dort kann keine Dichtheit eintreten.
Einige bunt gemischte Regalbretter liegen immer noch im Weg, die meisten von einem nordischen Händler. Ein großer, rahmenloser Spiegel ebenfalls. Also Spiegel an die Wand, links, rechts je ein Bretthalter in angemessener Höhe gedübelt. Brett auf Maß ab gelängt und vor den Spiegel gesetzt. An der Spülenwand eignen sich vier andere Regalteile, welche mir in schwarz und weiß vorliegen. Unterschiedliche Höhen lockern das Bild auf. Links von der Spüle befestige ich einen bis dahin ausrangierten Haushaltsrollenhalter. Er wird bestimmt noch gute Dienste in der Bar leisten.
Vorhin berichtete ich über einen Spiegel. Spiegel sind in der Bar ein willkommenes Detail. Lassen sie den Flaschen-, Glasbestand optisch ins Unendliche steigen, die Bar vergrößern. Wer es mir nach machen, eine eigene Bar bauen will, dem rate ich, sich von besagtem Konzern schlanke Spiegel günstig zu kaufen. Jene würde ich quer zwischen die Regalteile hängen. Vielleicht noch LED-beleuchtete Boards aus Glas, eine Bar in modernem Design.
Ganz toll finde ich, in Stücke zerschlagene Spiegel evtl. in Kombination mit farbigen Glasscherben wie Fliesen an die Wände geklebt und verfugt. Natürlich ein aufwändiges, langwieriges Verfahren. Edel und zudem relativ kostengünstig könnte auch eine Wandverkleidung mit einfachen Laminatbrettern aussehen. Schnell ist eine größere Fläche damit beplankt. Unempfindlich gegenüber Spritzer sind diese Flächen gut zu reinigen. Ausrangierte alte Fensterflügel mit Rahmen sind ebenfalls dekorativ. Dahinter eine entsprechende Bildtapete geklebt, oder uni Wandfarbe, Regalteile reingehängt, oder, oder…
Meine Bar soll aber möglichst wenig Kosten verursachen und zweckmäßig sein. Wieso immer noch Platzmangel für die Flaschen herrscht und wie ich dem begegne, berichte ich in Teil VII.
Wirkt das nur auf dem Foto so, oder solltest du dir ggf. Sorgen machen ob das Regal mit dem Amarula / Luxardo Maraschino nicht bald bricht?
Liest sich sehr gut bislang, ich bin mal gespannt auf ein großes Gesamtbild, bislang gibt's ja immer nur kleine Ausschnitte. 
Hihi, der Gedanke beschlich mich auch. Sofort in die Bar gerannt. Das kann nur eine objektivische Verzeichnung sein. Alles gut...
Das Gesamtbild gibt es, wenn Alles fertig ist. Die Fotos sind auf den jeweiligen Bericht ausgerichtet. Mehr sieht man auch in natura nicht.
Das war mir neu - warum wird das nicht dicht?
Das war mir neu - warum wird das nicht dicht?
Spülmittel sind Lösemittel, bereite mal eine Fuge mit, eine ohne Spülmittel, da wirst du es sehen. 
Ich kannte das bisher so das ein Tropfen Spülmittel ins Wasser kommt mit dem der Finger angefeuchtet wird. Als Trennmittel quasi.
Wenn das die Dichtheit beeinflusst, dann lasse ich das in Zukunft wohl lieber.
Überlege mal, warum es dann sich vom Finger trennt. Eigentlich logisch, mir hat man das aber auch mit dem Spülmittel weitergegeben. Das ist eine Unsitte geworden. Natürlich wird die Fuge dicht. An den Stellen, an denen halt kein Spülmittel kommt. Man kann Glück haben. Sicherer ist es ohne. 
Na klar.
Ich finde es immer interessant zu sehen, was andere in ihrer Bar haben und auch, wie die Flaschen angeordnet sind. Besonders die Wermutparade auf dem zweiten Bild gefällt mir sehr gut.
Sehr schön, sehr schön!
Auch ich bin schon sehr gespannt auf die Gesamtansicht. Aber was Du uns wieder unterstellst. Tzzz...

Das ist nur teilweise richtig. Es kommt auf die Art der Verarbeitung an. Wer zu sparsam mit dem Silikon umgeht, so das das Silikon nicht überall vollständig anliegt, oder gar Luftblasen bildet, oder vergißt die Flächen vorher zu entfetten und entstauben, der leidet unter der von Dir beschriebenen Undichtigkeit. Wer jedoch alles richtig macht, der kann sogar das Spülmittel blank auftragen und wird mit einem passenden Werkzeug wunderschöne glatte und dichte Nähte ziehen.

Aber bevor es hier zu einem do-it-yourself-thread ausartet, wünsche ich weiterhin viel Spaß.
Hausbar Teil VII
Ja, wieso herrscht nach einigen Regalbrettern immer noch Platzmangel? Ganz einfach, sie haben eine Höchstbelastungsgrenze. Können also nicht „bis zum Geht nicht mehr“ mit Flaschen vollgestellt werden. Die Flaschen wog ich jetzt nicht in Gänze, man kann es auch schätzen und bekommt ein Gefühl dafür, wie stark man das jeweilige Brett belasten kann. Aber was mache ich jetzt? Einfach so überall verteilen, praktizierte ich schon eine Weile. Umständlich, weil man meist mehrere Flaschen anhebt, bevor die richtige dabei ist. Also muß eine Flaschentreppe her. Habt ihr mal geschaut, was die so kosten? Nö, nicht mit rrr, wofür besitze ich eine Werkstatt.
Also Flaschen ausmessen, welche ist die dickste? Falsch, erstmal entscheiden, nach welchem System baut man seine Bar auf. Dabei bevorzuge ich Gruppen nach Art der Flüssigkeit. Erstmal alles Hochprozentige herausfischen, dieses wiederum in Getränkeart sortiert, dann Liköre, weinhaltige Getränke, Sirupe, Säfte, Kohlensäurehaltiges und Weiteres. Übersicht verschaffen, wieviel (Regal)-Platz steht zur Verfügung, welche Gruppe findet dort Unterschlupf? Ist die gefundene Anordnung zweckmäßig?
Da gestehe ich mir ein, mit beengten Verhältnissen nicht so einfach. Um nicht zu sagen die schwierigste Aufgabe.
Die Flaschen benötigen, mit wenigen Millimetern Abstand untereinander, denselben Platz, wie auf der Flaschentreppe, logisch. Nötig ist dieser geringe Abstand, weil die Flaschenformen unterschiedlich sind, damit beim Entnehmen keine weitere umfällt. Deswegen Alles erstmal so aufgestellt, als wenn sie auf der Treppe stünden. Bei zwei Stufen besitze ich die Möglichkeit drei Reihen Flaschen unterzubringen. Getränkebestand ausmessen, besteht genügend Platz dort, wo die Treppe eingesetzt wird? Wenn es paßt, die Maße auf ein entsprechendes, gehobeltes Brett übertragen, Sägen, verleimen, verschrauben. Die Möglichkeit, die Treppe an der Wand zu befestigen, besteht bei mir nicht, weil der Spiegel einen Teil der Wand verdeckt. Kurz zwei Holzwinkel aus den Reststücken als Füße verschraubt Treppe darauf gesetzt. Die gedachten Flaschen verteilt, schön. Wieder ein Stück Platz gewonnen. Wer es ganz akkurat mag, kann die Treppe noch streichen. In meiner ersten Überlegung sollte sie aus weißem Acrylglas gefertigt und von unten beleuchtet werden. Ergibt bestimmt einen noblen Effekt, vielleicht später mal.
Die Holztreppe war jetzt eine schnelle, kostengünstige Methode. Tja, was soll ich euch berichten? Es sind immer noch genügend Flaschen außerhalb der Bar übrig. Ob ich die jetzt Alle austrinke, oder was damit veranstaltet wird, könnt ihr in der nächsten Folge, im VIII. Teil erfahren. Das dauert aber jetzt noch eine Weile. Hin und wieder muß ich mich mit etwas Anderem beschäftigen. 