Ja das stimmt! Also ich persönlich mag weißen viel lieber als roten, Rose ist aber auch sehr lecker wenns mal ein bisschen erfrischender sein soll
. Muss man einfach ein bisschen herumprobieren und für einen selbst herausfinden was einem am besten liegt
.

Also. Ich war auf dem Weingut meines Onkels im Rhonetal. Da er mich als seinen Nachfolger sieht bin ich bei ihm im Keller und lerne alles nötige um das alles später einmal alleine machen zu können. Also ich kümmere mich um den Wein von der Traube bis zum gärenden Traubensaft im Fass. Leider bin ich nur einige Tage im Jahr unten aber die habens in sich. Zum Beispiel musste ich jede nacht um 3 Uhr aufstehen um im Keller bei jedem Fass eine "Remontage" zu machen - sprich: unten Saft in einen Kessel füllen und oben wieder reingiessen. Dieser Vorgang versorgt 1. die Hefen mit Sauerstoff und 2. löst so der Alkohol die Farbe aus den zerquetschten Trauben (nur beim Rotwein). Tja das ist eine kleine Impression wie sich das ganze abspielt.
Hi ninu - danke für die herrlichen Bilder und die nette Schilderung. Klingt gut - - - aber auch SEHR anstrengend. Tja, Weinbau is kein Kinderspiel, was ... Dann wirst Du ja wohl dermaleinst ein richtiggehender Weinexperte sein, odrrr 
Ich bemühe mich... Ich werde auch darauf gedrillt Weine beim Degustieren zu erkennen... Schliesslich ist mein Onkel 7. bester Weindegustator der Schweiz, und seine Frau sogar 2.


*** R E S P E K T *** ... 

Danke für den tollen Bericht und die schönen Fotos. Da hast Du dir ganz schön etwas vorgenommen, wie oft bist du im Jahr bei deinem Onkel?hast Du auch schon eine eigene Rebsorte?

Hi ninu,
das hört sich wirklich sehr interessant an. Gib´ mir doch mal ein paar nähere Infos zum Weingut (gern auch per PN). Ich trinke sehr gerne Wein - es ist aber gar nicht so leicht, an richtig gute Cote du Rhone ranzukommen. Bezahlbare meine ich... Und guten Wein kann man nie genug im Keller haben.
Gruß,
patric
P.S. An alle Nicht-Wein-Trinker oder Gelegenheitstrinker: das Geschmacksspektrum bei Wein ist unglaublich. Die Unterscheidung zwischen Rot, Weiß und Rose bringt allerdings überhaupt nichts. Ich habe beispielsweise einen Spätburgunder Weißherbst Rose im Keller, der im Bordeaux-Stil ausgebaut wurde, also bei 18 Grad im großen Bordeauxglas getrunken wird. Der Hammer! Da gibts viele Rotweine, die deutlich leichter schmecken. Alleine schon die Geschmacksvielfalt von Riesling ist schier unglaublich - ich habe da meine 7 Lieblingssorten ständig im Keller.
@p.k: Mache ich gerne... Bin aber im moment im stress also später einmal
@Orca: Nein habe ich noch nicht aber ich werds versuchen 

@Orca ... schon gesehen?!? "Postwendende Antworten" ...
Ich habe die "mehrere Tage" schon gelesen, mich hätte allerdings interessiert wie oft er im Jahr in den Berg muss.
Also ich bin nur einmal im Berg aber wie häufig mein Onkel da ist kann ich nicht sagen. Für meinen Onkel ist es eigentlich mehr ein Hobby... Er lebt und arbeitet in der Schweiz verbringt aber ungefähr 3 Monate in Frankreich und arbeitet von da aus.
Im Berg ist man eigentlich nur um ihn zu pflegen (mähen, herausschneiden etc.) den grössten Teil der Zeit verbringt man im Keller.
Herzlich Willkommen zurück daheim und im Forum, Achim.

Lenni
Ja von mir auch! 
Mir ist schon ein AF Fachmann abgegangen um meine neuen Vorschläge zu probieren ...
.
lg 
Willkommen zurück Achim
- war der Urlaub schön und erholsam? 
Also mein Onkel ist Winzer, und als ich noch etwas jünger war, war ich sehr oft bei ihm und hab ihm "geholfen", so wie man es halt als Kind kann 
Ich hatte das Gefühl dass man ca 10 Mal mehr Zeit im Wingert verbringt als im Keller. Viel zu tun gibts da ja nicht. der Wein.. weint halt vor sich hin
Da mal probieren, mal ein Fass putzen, etc..
Aber verglichen mit der Arbeit draußen ist das ja kaum etwas. Vieleicht hängt es grade auch daran dass dein Onkel es nur hobbymäßig betreibt, daher weniger Fläche zu bearbeiten hat.
Naja, es müssen Temperaturen geprüft werden, ständige Geschmackskontrollen (gerade beim Faßausbau) usw. Der endgültige Charakter eines Weines wird im Keller geschaffen...
Freue mich auch, dass du wieder da bist, Achim! 
Also ich kann nur auf den Jahrgang 2002 verweisen. Die Trauben waren katastrophal. Grüne, verfaulte und vertrocknete Beeren in den Trauben. Der Weinjahrgang 2002 gilt allgemein (oder zumindest in Frankreich) als schlechter Jahrgang. Mein Onkel hat daraus einen Spitzenwein gemacht, bei dem 3 ehemalige Schweizermeister im Weindegustieren noch heute nicht glauben, dass der von 2002 ist. Diese Arbeit hat er komplett im Keller gemacht. Also ich weiss ja nicht was im Berg zu tun ist ausser die Reben zu schneiden, das Gras zu mähen und ab und zu einige Trauben zu testen. Besonnen kann man ja nicht selber und das ist der Hauptvorgang für die Reife. Im Keller wird der Wein gemacht. Auf die Art der Winifizierung kommt es an. Im Keller kommen all die kleinen Dinge zusammen wie winifizieren, chemie, rémontages, débourbages, pressen, malo, veredelung, abfüllen, etikettieren, verkorken. Klar wird der Wein selbst zu Wein wenn er einmal die Hefen hat aber die Frage ist zu was für einem. Wenn man sich nicht genug darum kümmert bekommt man dies in der Qualität zu spüren...


Willkommen zurück Sirupkaiser 
@ninu: das wäre ja mal ein Thema für eine Fortbildungsveranstaltung im Rahmen eines
CS-Forums-Treffen......


Gute Idee ... !
lg 