@Achim & Lenni,
so gut wie mir Eure Aktion hier gefällt. Aber nehmt's mir nicht übel, diesen Test halte ich gelinde gesagt für wenig aussagekräftig.
Die Art der Fragestellung ist die eines Therapeuten, der bereits einen überführten Alkoholiker vor sich hat. Manche Fragen sind zudem sehr unpräzise.
"Bringt mein Beruf Alkoholtrinken mit sich?" - Muß wohl jeder Bierbrauer, oder Likörverkäufer mit ja beantworten.
"Leide ich in letzter Zeit an starker Nervosität?" - Da gibt es unzählige Menschen, die auch ohne Alkohol zu konsumieren nervös sind. Die Ursachen sind sehr vielfältig.
"Hatte ich in letzter Zeit öfter Schlafstörungen oder Alpträume?" - Auch das kennen sicher viele auch ohne Alkohol zur Genüge.
"Habe ich einen Kreis von Freunden und Bekannten, in dem viel Alkohol getrunken wird?" - Haben wir hier alle, auch unsere AF'ler. Ist ja schließlich ein Cocktailforum. 
"Habe ich zu hause oder im Betrieb einen kleinen versteckten Vorrat mit alkoholischen Getränken?" - Was für eine Frage an jemanden, der Cocktailmixen zum Hobby gewählt hat.
"Fühle ich mich sicherer und selbstbewusster, wenn ich Alkohol getrunken habe?" - Werden wohl auch Gelegensheitstrinker mit ja beantworten müssen.
usw. usf.
Nein, diesen Test kann ich nicht akzeptieren. 
Grüße 
Sicherlich die Punkte einzeln betrachtet, muss ich deinen Argumenten recht geben. Ein einzelner oder zwei oder drei sprechen noch nicht unbedingt für ein Alkoholiker. Aber wenn man den größten Teil oder sogar alle mit ja beantworten muss, ist es unwahrscheinlich, dass man mit Alkohol nichts am Hut hat.
Außerdem ist dieser Test auch so gedacht, dass Leute, die schon von sich selbst wissen, dass sie eventuell gefährdet sind, sich diese Fragen unterziehen können - und eigentlich nicht um jeden Menschen der ein paar Fragen mit ja beantwortet zum Alkoholiker abzustempeln.
Lenni
Ja Lenni, ist schon klar. Ich hab's aber oben auch dann einfach bei den paar ausgewählten Fragen bewenden lassen, ich hätte auch zu den meisten anderen noch Anmerkungen machen können.
Was man aber auch sehen muß, ist der Faktor, daß ab dem Erreichen von 6 Punkten bereits von Alkoholgefährdung gesprochen wird.
Ich übertreib's jetzt mal. Nehmen wir mal einen Parkinsonkranken. Der hat Muskelzittern, kann nachts schlecht schlafen, ist nervös, hat einen vielleicht durch Reflux ausgelösten Brechreiz usw. OK ist konstruiert, aber ein Beispiel für einen Menschen, der ohne auch nur einen Tropfen Alkohol zu trinken leicht die fraglichen 6 Punkte überschreiten kann.
Ich muß sagen, da gefallen mir Achims Erläuterungen wesentlich besser, als solch ein eher zweifelhafter Test. Übrigens hab ich nicht nur mit diesem Test so meine Problem, sondern mit allen ähnlich aufgebauten Tests (egal aus welchem Bereich), die von Psychologen erdacht wurden. Man könnte auch sagen, ich habe mit Psychopathen, ääh Psychologen so meine Probleme. 
Grüße 
Die müssen übrigens einmal im Jahr selber zum Psycho gehen um ihre Rübe überprüfen zu lassen. Ich mag die auch nicht so sonderlich, wobei die Psycho Studentinnen nett anzusehen sind^^, aber befragen lassen will ich mich nicht von denen. 
Mag ja sein, daß sie nett ausschauen, aber ...
Es gibt auch andere nette Damen.
Wir gleiten aber in einem sehr wichtigen Thread vom Thema ab. Nicht gut. 
Grüße 
ja dafür gibt es jetzt ja nen anderen Thread.
Ich bin zu dem Schluss gekommen dass meine 2 Punkte aus dem Test nciht mit Alkohol zu tun haben. 
Man muss ja diesen Test nicht für das Non plus ultra halten. Es gibt auch andere Erkennungsmöglichkeiten, die Achim einige Beiträge vorher schon geschrieben hat. Dieser Test soll ja auch nur eine von mehreren möglichen Erkennungsmöglichkeiten sein.
Lenni
Ja und die sind viel besser als der Test. 
Viel besser werden die verschiedenen Formen des Alkoholismus und des Alkoholmissbrauch in den verschiedenen Typen (Alpha, Beta, Gamma, Delta, Epsilon) beschrieben. Diese Infos stammen übrigens von der gleichen Seite, wo auch dieser entsprechender Test zu finden ist.
Lenni
"Habe ich zu hause oder im Betrieb einen kleinen versteckten Vorrat mit alkoholischen Getränken?" - Was für eine Frage an jemanden, der Cocktailmixen zum Hobby gewählt hat.
Ich dachte Du hast einen extra Bar-Raum
. Das zählt nicht als Versteck. Hättest Du dagegen eine Flasche Tequila in der Schreibtisch-Schublade, solltest Du Dir Gedanken machen. 
Selbstverständlich kann solch ein Test nur zum Nachdenken anregen.

PS: sehr interessant, was Achim und Lenni hier schreiben, weiter so!
Damn, ich hab mir mal Sherry in den Tee gemacht, den ich mir mit zur Arbeit genommen habe.
Manchmal trinken wir dort Sekt. Aber dann muss ich als Mann neben zwei Frauen die Flasche immer leer machen... diese Bitches 
Gruß,
Zombri
...Hättest Du dagegen eine Flasche Tequila in der Schreibtisch-Schublade, solltest Du Dir Gedanken machen....


...sehr interessant, was Achim und Lenni hier schreiben, weiter so!
Grüße 
Das der Test sehr oberflächig ist haben wir ja jetzt ausreichend erläutert.
Ich frage mich wie es dazu kommt das man vom Alkohohl ahängig wird. Oder ab wann der Punkt erreicht ist. Ich kenne viele Leute die regelmäßig eine Flasche Bier trinken. Oder ein Glas Wein. Doch habe ich nicht erlebt wenns dann mal kein Bier/wein gibt, dass die dann nervös wurden oder ein anderes (gereiztes) Verhalten an den Tag legten.
Das der Test sehr oberflächig ist haben wir ja jetzt ausreichend erläutert. Ich frage mich wie es dazu kommt das man vom Alkohohl ahängig wird. Oder ab wann der Punkt erreicht ist.
Leute, die ohnehin schon gefährdet sind und schon sehr viel trinken entwickeln eine Gewöhunung- Toleranz gegenüber den Alkohol. Kinder von Alkoholiker sind grundsätzlich [URLhttp://www.alkohol.schwarz-netz.de/html/Kinder_von_Suchtkranken.htm]gefährdeter.[/URL] Ob Alkohol vererbbar ist, ist noch nicht wissenschaftlich erwiesen.
Mit der Gewöhnungs- Toleranz meine ich, dass man in Laufe der Jahre immer mehr und mehr trinkt und sich der Körper an größere Mengen von Alkohol gewöhnt. Irgendwann trinkt man dann soviel und so regelmäßig Alc, dass man gar nicht mehr aufhören kann.
Da aber jeder Mensch anders ist, wird nicht jeder abhängig und da gibt es noch die verschiedenen Alkoholiker- Typen von den Alpha- bis Epsilon Trinker, die von Achim schon hinreichend beschrieben wurde. (Info www.alkohol.schwarz-netz.de - wo auch der von euch bemängelter Selbsttest stammt)
Lenni
Also ich finde diesen Thread sehr interessant. Gute Arbeit 
Mit dem Test habe ich aber ebenso wie Stefan meine Probleme. Was soll zB die Frage "Vertragen Sie weniger Alkohol als früher?". Die muß ich glatt mit Ja beantworten; ich vertrag sogar deutlich weniger als früher.
Trotzdem ist es sicher nicht falsch, sich mal Gedanken zu machen. Ich kann mir eine vernünftige Mahlzeit ohne korrespondierende Weine zB nicht vorstellen; und verzichte auch nur selten auf einen Aperitif. 


Trotzdem ist es sicher nicht falsch, sich mal Gedanken zu machen.
Darauf kommt es letztendlich an!


Gruß
Hallo @ all - SEHR interessante Beiträge bisher, vor allem von Achim und Lenni mit ihren sachkundigen Infos
Aber auch die Offenheit der anderen User, die Beiträge geliefert haben, find ich echt gut.
Vll kann zusammengefaßt gesagt werden: Alkoholiker oder -gefährdete/r ist, wer Alkohol nicht von Zeit zu Zeit als Genussmittel in moderaten Mengen konsumiert, sondern tagtäglich gezielt als Veränderer für psychische oder physische Befindlichkeiten einsetzt/mißbraucht. Stimmt in etwa so, oder?!?
Und sicherlich sollte sich jede/r verantwortungsvolle Hobbymixer hin und wieder die Frage stellen, wie's mit dem eigenen Verhältnis zum Alkohol aussieht und inwiefern Gefährdung oder gar schon Abhängigkeit besteht.
In diesem Sinne begrüße ich diesen Thread sehr und freue mich über das rege Interesse am Thema ... 
LG, 
Vll kann zusammengefaßt gesagt werden: Alkoholiker oder -gefährdete/r ist, wer Alkohol **nicht** von Zeit zu Zeit als Genussmittel in moderaten Mengen konsumiert, sondern tagtäglich gezielt als Veränderer für psychische oder physische Befindlichkeiten einsetzt/mißbraucht. Stimmt in etwa so, oder?!? LG,
Sehr gute Zusammenfassung Ute_line, besser könnte ich es auch net sagen.
Gruß
zustimm
Das Problem ist, das es sogar für erfahrene Psychologen die jahrelang in einer Suchtklinik arbeiten, schwer festzustellen ist ob jemand Alkoholiker ist.
Der Selbsttest ist mit Sicherheit nicht unbedingt aussagekräftig.
Mann muss auch davon ausgehen das ein Alkoholiker selbst nicht (mehr) weiß was normales Trinkverhalten ist. Ich war ja auch der Meinung das ich eigentlich nur ein bisschen mehr trinke wie andere. Dabei hing ich mit dem Kopf schon in der Schlinge der Sucht. Aber ein bisschen zur Aufklärung trägt dieser Thread wohl doch bei.
Ute-line schrieb das ein Alkoholiker täglich trinkt um seine psychische und physischen Zustand zu beeinflussen. Das trifft allerdings auf Quartalssäufer nicht zu. Diese 5 Einstufungen sind nicht nur auf der von mir genannten Seite so dargelegt sondrn national so geordnet, wobei es auch schwierig ist einen Betroffenen hier einzustufen.
Achim.