Bitte alle künftige Diskussion um Rechts- und Linksschreibung in diesem Thread führen!
Säfte und Nektare
(...) Im Prinzip sind sie die industrielle Form der Selbstgepreßten, durchlaufen aber oft noch haltbarmachende Produktionsprozesse und sind somit qualitativ und manchmal auch geschmacklich ein klein wenig minderwertiger als frisch gepreßte.
Bitte ändern in:
Im Prinzip sind sie die industrielle Form der selbst gepressten, durchlaufen aber oft noch haltbar machende Produktionsprozesse und sind somit qualitativ und manchmal auch geschmacklich ein klein wenig minderwertiger als frisch gepresste.
Was ist denn an einem "ß" verkehrt?







Der Willi ist da, gleichwohl es fehlt der Glaube.


isch mach das nur soo
Allerdings schweifen wir ziemlich ab, wir sollten das anderswo diskutieren.
Naja. Ich bin mit der neuesten Reform aufgewachsen und schreibe wie diese es vorgeben. Wenn ich früher aufgewachsen wäre würde ich eben anders schreiben. Wenn ihr früher aufgewachsen wärt, würdet ihr auch anders schreiben. Euch möglicherweise über die Reform beschweren, welche die euch bekannte Rechtschreibung eingeführt hat. Sprache hat sich sich schon immer geändert. Das wird sie auch in Zukunft tun, denn sie ist von den Menschen geschaffen und auch von ihnen abhängig und Menschen werden sich auch immer ändern.
Im Moment geht der Trend scheinbar dahin, dass die Sprache"einfacher" wird. Kann seim, dass es daran liegt, dass die Leute dümmer werden, glaube ich aber nicht. Das hängt eher von dem Lebensweisen der Gesellschaft ab. Zum Beispiel vom Umgang mit dem Internet, welches relativ neu so breiten Einzug in die Gesellschaft gehalten hat. Kann sein, dass es bald einen rückläufigen Trend gibt, was die Rechtschreibung angeht. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie sich weiter ändert. Und selbst wenn. Ich werde ihr nicht hinterhertrauern. Es gibt viel wichtigeres. Wen stört's ob man ein Wort jetzt mit "ß" oder mit "ss" schreibt. Falls man nicht gerade Journalist ist, wird einen das wohl auch sonst kaum behindern. Und ein bisschen Anpassung ist in jedem Beruf nötig.
Genug des gelabers. Ich will gar nicht wissen wie viele Rechtschreibfehler sich da jetzt eingeschlichen haben (ich schalte sämtliche Autokorrekturprogramme konsequent aus). Aber was solls. Ihr könnt sie behalten, sie werden mir keine schlaflosen Nächte, oder Gründe für Diskussionen geben.

Edit: Duden sagt, Plural von Aufwand mit "ä" (z.B: "hohe Aufwände) . Das Verb (etwas aufwenden) schreibt man man nach wie vor mit "e"
Du brauchst dich nicht zu bedanken, da ich weder gegen noch für irgendwen geschrieben habe...
Naja. Egal.
Styla, einfacher empfindest Du das nur deshalb, weil Du es eben so gelernt hast. Für uns ist die andere Variante einfacher, weil wir das eben so gelernt haben. Wäre alles geblieben wie es war, hättet Ihr es auch so gelernt, wie Millionen vor Euch und es wäre Euch logisch und einfach vorgekommen, wie allen anderen bisher auch.
Somit bleibt die Frage bestehen, warum sich Menschen überhaupt mit einer Änderung auseinandergesetzt und somit große Verwirrung unter den verschiedenen Altersgruppen gestiftet haben. Es gab keine zwingende Notwendigkeit zu diesem Schritt.
Für mich ist es das gleiche, als wenn morgen das Dezimalsystem gegen das Hexadezimal- oder Binärsystem ausgetauscht wird, nur weil irgendwer glaubt, eine Vereinfachung der allgemeinen Lebensumgebung durch Anpassung an die in der Computerwelt übliche Zahlendarstellung erreichen zu müssen.
Es ist nicht notwendig!!!
Halt stop! 
Falls ich das nicht erwähnt hatte. Natürlich empfindet jeder es so am einfachsten wie er es gelernt hat. Kein Zweifel.
Wenn die Rechtschreibung geändert wird, dann ziehen aber nicht die massen nach, sondern die Rechtschreibung wird an die gesellschaft angepasst. Es wird quasi offiziell bestätigt, was inoffiziell schon viele machen. Zum Beispiel haben viele Leute Probleme mit dem "ß", weil beispielsweise einige Gerätschaften nicht über eine entsprechende Taste verfügen und sie es entsprechend gar nicht schreiben können. Deswegen schreiben sie die entsprechenden Wörter mit "ss" und gewöhnen es sich so an. Weil dann viele Leute so schreiben ist man an offizieller Stelle gezwungen nachzuziehen und das offiziell zu machen. Zum leidwesen derjenigen, die noch "richtig" schreiben.
Gut. Dieses Szenario habe ich mir gerade ausgedacht, aber, dass die offizielle Rechtschreibung an die Leute angepasst wird und nicht andersrum, das sollte eigentlich klar sein...
Dein Bleistift hinkt ein wenig. Straße schreibt man auch nach der neuen RS mit ß und nicht mit ss. Deiner Theorie folgend gäbe es dieses Wort also nicht, da es nicht angepaßt wurde. 
Somit bleibt die Frage bestehen, warum sich Menschen überhaupt mit einer Änderung auseinandergesetzt und somit große Verwirrung unter den verschiedenen Altersgruppen gestiftet haben. Es gab keine zwingende Notwendigkeit zu diesem Schritt.
Für mich ist es das gleiche, als wenn morgen das Dezimalsystem gegen das Hexadezimal- oder Binärsystem ausgetauscht wird, nur weil irgendwer glaubt, eine Vereinfachung der allgemeinen Lebensumgebung durch Anpassung an die in der Computerwelt übliche Zahlendarstellung erreichen zu müssen.
Es ist nicht notwendig!!!
Doch es ist notwendig, da Sprache ein kulturelles und historisches Phänomen ist und das Dezimalsystem in diesem Sinne nicht. Es ist ein objektives mathematisches System und damit statisch, Sprache ist dies aber nicht. Und wie gesagt geht es auch nicht darum, dass irgendjemand glaubt, was ändern zu müssen, die Änderungen sind immer das Resultat einer kulturellen Entwicklung. Die letzte Reform sollte für Vereinfachungen sorgen, StylaZz hat Gründe dafür genannt. Und natürlich wird es in ein paar Jahrzehnten wieder Änderungen geben, über die sich womöglich Leute wie ich beschweren werden. Dies ist aber eben das Resultat von Kultur und Geschichte und nicht der Willkür Einzelner geschuldet, auch wenn die Änderungen natürlich jemand umsetzen muss.
Entschuldige Fabiene, aber gebetsmühlenartiges wiederholen der Vereinfachungslitanei macht es weder besser, noch wahrer. Es gibt keine Vereinfachung bei dem jetzigen System.
Ich bin mit Computern groß geworden, die keine deutsche Tastatur besaßen, weil es sowas einfach noch nicht gab. Trotzdem würde es mir nicht im Traum einfallen, alle ö durch oe, alle ß durch ss zu ersetzen und so weiter. Ich sehe auch sonst keine plausiblen Gründe für eine solche Anpassung, weder in Deiner, noch in styla's Argumentation.
Wenn es so wäre, wie Du sagst, müßte es doch nicht nur in Deutschland diese Problematik auftauchen. Nehmen wir doch mal Dein geliebtes Frankreich. Dort wurde 1990 eine Rechtschreibreform auf den Plan gerufen. Mal davon abgesehen, daß die wesentlich einfacher ausfiel, als die deutsche, wird sie bis heute so gut wie nirgends angewendet.
Welche kulturelle Entwicklung soll das also sein, die eine solche Änderung notwendig gemacht hätte?
Ich kann vielleicht noch dazu sagen, dass ich sowohl die alte als auch die neue Rechtschreibung gerlernt habe. Ich meine, dass das in der neunten oder zehnten Klasse gewesen ist, als die Änderungen angelaufen sind. Am Anfang war das natürlich schon eine gewisse Umstellung, aber man erkennt relativ schnell, dass die neue Regelung sinnvoll ist. Warum wurde z.B. früher Tipp mit einem p geschrieben, obwohl davor ein kurzer Vokal liegt. Für mich ist das absolut unlogisch. Genauso z.B. bei dem Wort "Schifffahrt". Warum wurde das früher nur mit zwei f geschrieben. Das ist absolut unlogisch, hat sich so nun mal über die Jahrhunderte eingebürgert und nun wollte man größere Kohärenz schaffen. Je älter man wird, desto mehr ist man in dem alten System drin und dann ist es auch verständlich, wenn man nicht bereit ist, sich umzustellen. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass mit der Reform die Logik des Ganzen angewachsen ist.
Für mich war diese Reform völlig unnötig und das wird auch so bleiben. Über solche Dinge zu streiten finde ich genauso überflüssig. Ich habe den Entschluss gefasst, nicht mehr umzudenken und die neue Rechtschreibreform an mir vorbei ziehen zu lassen. Persönlich hat dieses keine Nachteile, weder im beruflichen, privaten oder meinem sozialen Umfeld.
Wer mich mag und mich haben möchte, muß mit diesem Makel leben

Wer mich mag und mich haben möchte, muß mit diesem Makel leben

Das ist auch völlig in Ordnung so. Wenn du im Beruf nicht gezwungen bist, die neue Reform anzuwenden, dann gibt es für dich verständlicherweise auch keinen Grund, dich umzustellen. In dieser Hinsicht kann und sollte man darüber auch nicht streiten. Die Diskussion ist nur entstanden, weil ich mich über die Wortwahl von jemandem ziemlich aufgeregt habe.