Wenn man einen Anlass hat, kann man von heute auf morgen aufhören zu rauchen und zu trinken. Ein Bekannter hat Krebs diagnostiziert bekommen, der hat von einem Tag auf den anderen aufgehört zu rauchen und hat kein Tropfen Alk mehr angerührt (war zwar kein ALkoholiker aber halt Gelegenheitstrinker). Heute geht's ihm wieder gut.
Hallo DaKeeper,
schön, dass es deinen Bekannten wieder besser geht.
Natürlich ist eine so schwere Krankheit wie Krebs ein Anlass mit rauchen und trinken aufzuhören. Sehr vernünftig von deinen Bekannten.
Leider ist das mit der Sucht nicht so einfach. Auch ich kenne Leute, die konnten oder wollten mit den Trinken nicht aufhören und sind an ihrer Sucht und den Folgen gestorben.
Wenn es einen vom Kopf her nicht klar wird, wie sehr sich man mit seiner Sucht schädigt, dann hält einen nichts und niemand auf, selbst eine schwere Krankheit nicht. So gibt es Raucher, die trotzt Beinamputation, Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs etc. weiterrauchen.
Ebenso verhällt es sich beim Alkohol. Manchmal ist die Sucht so stark, dass trotzt schlimmster ärztlicher Diagonosen der Betroffene nicht aufhören kann/will zu trinken.
Nun will ich dich aber nicht unnötig verschrecken. Ich möchte hier nur einmal aufführen, wie schlimm einen eine Sucht treffen kann, wenn man ihr sehr tief verfallen ist. Von illegalen Drogen gar nicht zu sprechen, aber das ist ein anderes Thema.
Zum Glück gibt es sehr viele Selbsthilfegruppen. (Die bekannnteste sind die AA [Anonyme Alkoholiker] und viele andere.)
Ebenso helfen einen Ärzte und örtliche Beratungsstellen weiter.
Ganz wichtig ist, wenn man erkannt hat, dass man mit seinen Alkoholkonsum ein Problem hat eine dieser Stellen aufzusuchen.
In diesem Sinne
Gruß

Hallo alle zusammen,
hier an dieser Stelle möchte ich mich und auch in Namen Achim einmal rechtherzllich bedanken für euer zahlreiches Feedback. Schön zu wissen, dass das Thema Gefährdung durch Alkohol so viele interessiert und beschäftigt.
Natürlich werden wir euch auch weiterhin informieren und eure Fragen beantworten, soweit es unser Wissen zulässt. Achim wird sicherlich auch noch was dazu sagen, bestimmt aber vermehrt am Wochenende.
Gruß

okay werd ich machen...
Wenn man einen Anlass hat, kann man von heute auf morgen aufhören zu rauchen und zu trinken. Ein Bekannter hat Krebs diagnostiziert bekommen, der hat von einem Tag auf den anderen aufgehört zu rauchen und hat kein Tropfen Alk mehr angerührt (war zwar kein ALkoholiker aber halt Gelegenheitstrinker). Heute geht's ihm wieder gut.
Viele stecken das rauchen erst dann wenn es zu spät ist, wie dein Bekannter. Hätte er früher aufgehört hätte er vielleicht nie Krebs bekommen.
Achim.
Das Alkohol die Leber schädigt ist wohl bekannt. Das viele die Auswirkung ihres eigenen Alkoholkonsums unterschätzen ist ebenfalls bekannt. Wie stehts mit euch? Wann habt ihr zum letzten mal beim Arzt eure Leberwerte testen lassen? Macht doch mal nen Termin bei eurem Arzt und lasst euch eure Leberwerte zeigen. Die 10 Euro und das bischen Zeit im Wartezimmer sollte euch eure Gesundheit schon wert sein. Dann könnt ihr auch gleich eine Lungenfunktionstest machen lassen. Lasst euch aber vom Arzt die Werte erklären und fragt nach ob etwas höhere Werte vom Alk. oder vom fetten Essen kommen. Und wenn ihr der Meinung seit das ihr das nicht nötig habt, sage ich euch: "Doch ihr habts nötig, da die gesundheitliche Schädigung viel früher eintreten kann als man glaubt. Tut es mal im eigenen Interesse und dann seit ihr auf der sicheren Seite. Der Hausarzt ist auch der ideale Ansprechpartner bei Suchtproblemen aller Art. Er ist medizinisch ausgebildet, kennt die entsprechenden Behandlungen und hat Schweigepflicht.
Achim.
Hi Achim,
kann man auch schon wieder nicht so pauschalisieren. Meine Leberwerte sind auch ohne Alkohol schon besch...eiden.
Dafür hat mein Doc über meine Lungen- und Herzfunktion sehr gestaunt (im positiven Sinn), als ich noch geraucht habe (und das waren nicht wenige). Nichtsdestotrotz hast Du natürlich recht. Man sollte (auch ich muß mich da einschließen) wirklich mehr auf seine Gesundheit achten.
@all,
ich denke, daß es gleich schwer, oder gleich leicht ist, egal von welcher Sucht loszukommen. Wie Achim und Lenni schon mehrfach gesagt haben, spielt sich vieles im Kopf ab. Wenn man sich seines Verhaltens bewußt ist/wird, kann man es auch relativ gut kontrollieren und läßt nicht die Sucht die Oberhand gewinnen.
Grüße 
Die Leberwete sind mehrere Werte, bei denen jeder einzelne gemessen wird. Durch den Zusammenhang der einzelnen Werte und die Angaben die ihr beim Arzt macht kann man ziemlich genau herausfinden ob die erhöhten Werte vom Alk kommen, oder der Ernährung oder von was.
Achim.
Die verschiedene Phasen der Alkoholsucht.
Das Erleichterungstrinken: Der Betroffene hat die Erfahrung das Alkohol die Stimmung hebt, und erleichtert sich mit mehr Alkohol von seinem Problemen. Was ja ein Trugschluss ist. Diese Phase geht durchschnittlich 6 Monate bis 2 Jahre. Diese Form von Alkoholismus trifft besonders Leute die nicht gelernt haben ihre Probleme auf andere Art zu beheben und verdrängen sie durch das Glücksgefühl das Alk. auslösen kann. Hierbei ist ihm nicht bewusst das die Erleichterung vom Alk. kommt sondern er schreibt dies den Umständen zu in denen getrunkren wird (Fest, Partys, Vereinssitzungen, Treffen mit Kollegen usw.) Im Laufe der Zeit verliert er die Fähigkeit seine Probleme auf andere Art zu bewältigen ganz. Gleichzeitig erhöht sich seine Alkoholtoleranz, d.h. er verträgt mehr und braucht immer mehr Alkohol für die gleiche Wirkung. Das ist so ungefähr die Art und Weise wie man Alpha, oder Beta Alkoholiker wird.
Achim.
Also ich lasse immer einmal im Jahr Blut- und Leberwerte schecken. War das letzte mal im oktober und da waren die absolut in Ordnung...
Die Vorläüferphase (Prodomale Phase)
wird dadurch eingeleitet das man öfters an das Trinken von Alkohol zur Erleichterung denkt. Ausserdem können nun gelegentlich bis öfters Erinnerungslücken auftauchen. So kann es tasächlich (auch meine Erfahrung!!!) sein das man betrunken ( 50 oder mehr Gr, Alkohol im Körper)einen komplizierten Vorgang ausführt (zB. auf Arbeit oder eine Reparatur), einen schweren Test schreibt oder ein Gespräch führt zB. ein Vorstellungsgespräch, ohne eine Auffälligkeit zu zeigen und niemand es bemerkt das man alkoholisiert ist. Und am nächsten Tag weiß man von nix. Der Alkohol verliert seine Bedeutung als Getränk und wird eine Art Medizin.Gleichzeitig tritt ein gieriges Trinkverhalten ein. Die ersten Gläser Bier o.ä. werden gierig auf Ex gelehrt. Schuldgefühle kommen auf weil man merkt das was nicht stimmt und Gespräche über Alkohol und das Trinkverhalten werden gemieden. Wird der Betroffene auf sein erhöhten Konsum angesprochen leugnet er und erfindet Ausreden die glaubhaft machen sollen das dies nur eine momentane Phas ist und er bald wieder "normal" trinkt.
Die Gedächtnislücken werden nun häufiger. Da der Betroffene aber nie so stark betrunken war wurde sein Alkoholkonsum nicht oder nur selten bemerkt. Das liegt zum Teil auch daran das er mehr vertrug wie vorher. Hat der Trinker nun die Phase erreicht das er seine Seele uns Probleme narkotiesiert hat beginnt der Alkohol seine Nerven und den Stoffwechsel zu beeinflussen und er wird vollends abhängig, sofern er nicht sofort etwas dagegen unternimmt. Diese Vorgänge geschehen langsam und fast unbemerkt. Der Trinker selbst bemerkt fast nix und wenn doch nimmt er die Anzeichen nicht ernst. Auf Anspielungen von anderen reagiert er unwirsch oder gar agressiv.
Also liebe Cocktailfreunde nehmt es ernst wenn jemand euch auf euer Trinkverhalten anspricht. Es geht um euch.
Achim.
Also ich lasse immer einmal im Jahr Blut- und Leberwerte schecken. War das letzte mal im oktober und da waren die absolut in Ordnung...
Sage deinem Arzt das nächste mal das du öfters mal Alkohol trinkst und wissen möchtest ob du etwas erhöhte Werte hast. Manchmal sind nur einzelne Werte erhöht. Erkläre ihm was du in der Freizeit machst (Sport?), beruflich machst (Chemikalien einatmest?), wie du dich ernährst usw. Sag ihm du machst dir Sorgen um deine Gesundheit wegen Alkohol, Umweltgiften usw. Dann wird er genauer schauen und evtl, eine Schädigung die in einer normalen Routineuntersuchung nicht zu bemerken sind eher feststellen.
Uns geh 2x im Jahr zum Arzt auch wenn du dich fit und nicht krank fühlst. In einem Jahr kann sehr viel passieren ohne das du es merkst. Angefangen von A (Aids
) bis Z (Zirrose der Leber)
Achim.
Hi Achim,
ich lasse mich auch ab und zu mal durchchecken, wobei das mit 10 Euro nicht getan ist - für das große Blutbild habe ich das letzte Mal alleine fast 100 gezahlt...
Tja, erwartungsgemäß ist mein Gamma-GT erhöht, aber die Senkungsrate noch in der Norm, dh keine Entzündung der Leber. Aber ich nehme jetzt mal diese Diskussion zum Anlaß, meinen Konsum zurückzuschrauben. 
Herzwerte sind gleichfalls sehr gut; hängt wohl mit dem Rauchen zusammen. Laut meinem Arzt sind Raucherherzen "jünger". 



Hallo p.k,
schön, wenn dich dieser Thread zum nachdenken über den (deinen) Konsum nachdenken lässt. Wenn die anderen User genauso denken, ist schon viel erreicht.
Gruß

@ Achim: Danke für den Tipp, aber ernste Sorgen mache ich mir eigentlich nicht zur Zeit. Ich sitze zwar viel, aber mache auch viel Sport, bin nicht übergewichtig, rauche nicht und denke das mit dem Alkohohl hält sich auch in Grenzen...
Am kommenden Sonntag soll hierzu auf Pro 7 eine Sendung kommen. Habs in der Vorschau gesehen, aber in meinem TV Programm steht nix drin. Galileo speziall oder so.
Achim.
Ja, da geht's glaub ich allgemein um Suchtprobleme. Ist sicher interessant.
Grüße 
Habe mal gerade in meiner Programmzeitschrift geblättert und anschließend auf der Internetseite von RTL II, auf der die Sendung am Sonntag um 19:00 Uhr kommen sollte, und die haben dort [URLhttp://www.weltderwunder.de/wdw/Mensch/Gesundheit/Alkoholismus/]diesen Inhalt[/URL] angekündigt.
Gruß

Das Alkohol die Leber schädigt weis wokl jede/r aber es gibt durchaus sehr viele Körperliche Störungen die vom Alkohol kommen. Je nachdem wie anfällig man ist, oder wieviel man trinkt kann das eine oder andere Symptom ausbrechen. nicht alle sind heilbar!!!
epileptische Anfälle: treten nach jahrelanegem übermässigen Alkoholkonsum manchmal auf. Hier bekommt der Betroffene einen Krampfanfall, zittert am ganzen Körper und wird ohnmächtig
. Danach ist er scheinbar wach ist aber in Wirklichkeit komplett weggetretten, nicht mehr in der Lage zu reden. Meist verliert er auch die Kontrolle über Blase und Darm. Diese Anfälle können Stundenlang anhalten. Die Anfälle kommen unangemeldet ohne Vorwarnung unabhänig vom Alkoholkonsum. D.h. es kann sein das man diese Anfälle im Nüchternen Zustand (auch nach einer Therapie!) zB. während der Autofahrt
, auf Arbeit o.ä. bekommt. Die Folgen sind klar wenn man z.B. auf der Autobahn mit 120 km/h diesen Anfall bekommt.
Achim.
Während meiner Therapie lernte ich einen jungen Mann kennen der Gehschwierigkeiten hatte, also behindert war. Ich nahm an das dies angeboren war, aber in einem persönlichen Gespräch erklärte er mir das dies vom Saufen kam.

Wenn er eine Treppe mi 15 Stufen herunterging musste er sich mit beiden Händen am Geländer festhalten, zitternd tastete er mit einem Fuss nach der nächste Stufe um danach langsam den anderen Fuss auf dieselbe Stufe zu stellen. Für 100 Meter ebene, nicht glatte Strecke zu bewältigen brauchte er ca. 5 Minuten. Bei ihm waren die Nerven in den Füssen und Beinen fast komplett abgestorben, der Blutdurchfluß stark gehemmt usw. Er sagte es fühle sich an als würde man mit "eingeschlafenen" Beinen laufen.
Das ist nur ein Beispiel was Alkohol im Körper anrichten kann. Er wird trotz der Therapie nie wieder richtig laufen können da die Schädigung zu weit fortgeschritten ist. Weitere körperliche Gesundheitstörungen und Krankheiten die durch Saufen ausgelöstwerden sind z.B. versch. Krebsarten, Durchblutungsstörungen mit der Folge der Amputation, Leberzirrose oder Fettleber was zu einem schmerzhaften Tod führen kann, Zitteranfälle, Magen und Blasen beschwerden usw, etc. pp
um nur einige zu nennen. Dazu die Hirnschädigung die zur totalen Verblödung führen kann
Achim.