Cocktailforum

Brauner Rum

Gestartet von 05. Jul, 11:04 Uhr
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11.01.2019, 22:21 #viA6SLlT

Hier der neue Bestand fröhlich:

Den Plantation Barbados haben wir gleich im Yacht Club probiert.
Sehr interessant was aus dem Cocktail wird im Vergleich zum Black Seal. Bei letzterem ist der Cocktail eher wie an einer Leine gezogen, straight quasi. Die Cola-Note vom TBT fällt deutlich auf. Gefällt mir aber sehr gut.
Mit dem Plantation wirds eher zu einer, hm, komplexeren Geschmackskugel, die alles umschließt und die das Falernum etwas nach hinten verschiebt aber nicht verdrängt. Hier lädt der BYC Cocktail die Geschmacksnerven ein, mehr zu erschmecken.
Mir gefallen beide, wobei ich derzeit noch der Black Seal Variante den Vorzug gebe. Frauchen tendiert zum Plantation Rum.

Für uns kommt noch dazu: egal welcher Rum, wir haben den Eindruck, dass es nicht schadet den frisch gemixten Bermuda Yacht Club 5-10 Minuten stehen zu lassen, so dass er einen Ticken wärmer wird und so der Geschmack mehr durchkommt.

Hmmmm, mir fällt gerade ein, ich habe bei der Plantation Variante den Angostura vergessen verwirrt. Leider fehlt uns dieses Wochenende erstmal die Zeit für einen weiteren Test.

Zuletzt bearbeitet von am 12.01.2019, 05:25
12.01.2019, 10:56 #I86iyMn7

Das bei einem rumlastigen Rezept, mit 2 Grundverschiedenen Rums auch 2 völlig unterschiedliche Drinks entstehen, war zu erwarten. Das Du den Bitters vergessen hast, ändert daran auch nichts wesentliches. Ich denke jedoch, das Dir der RBYC mit dem Angostura besser gefallen wird, Deiner Frau aber wahrscheinlich etwas weniger gut. Aber das kann man ja jeweils immer flexibel handhaben. Entscheidend ist, das jeder das bekommt, was mundet.

Zuletzt bearbeitet von am 12.01.2019, 10:57
12.01.2019, 13:15 #10Rdfh3Z

Sind schöne Flaschen, die du dir zugelegt hast. Der Pere Magloire ist ein wirklich toller Calvados mit einer sehr schönen Fruchtnote, das Fass ist aber auch zu spüren.

16.01.2019, 23:16 #Xx7G0b1h

Dass die Richtungen "nur" durch den Rum so anders werden habe ich mir ja auch gedacht. Jedoch die Art WIE das den Cocktail "umdreht" finde ich faszinierend fröhlich.
Der Angostura interessiert mich schon, nur nach diesem schlechten Verhalten von denen sehe ich das erstmal auf Distanz. Müsste nochmal die Einzelheiten nachlesen.

Danke Fabienne, es war auch für diesen Monat die preislich annehmbarere Variante als mit einem Absinth cool. Da gabs zu dem Zeitpunkt auch keine kleine Flasche. Probiert hab ich den PM allerdings noch nicht.

17.01.2019, 11:37 #RyaoaE2Q

Das Problem ist (leider), dass es für Angostura Bitters schlicht keine Alternative gibt. Es gibt zwar unterschiedliche Aromatic Bitters (z.B. von "The Bitter Truth"zwinker, die man in einigen Drinks einsetzen kann, die nach Angostura verlangen. Manche Cocktails (etwa Martinez oder Vieux Carré) funktionieren aber wirklich nur mit den originalen Angostura. So wie ich das verstanden habe, hat der Betrug nur bei den Rum-Abfüllungen stattgefunden, aber es gehört natürlich beides zum selben Konzern.

02.02.2019, 17:01 #wIJFxg3x

Könnte mir jemand erklären was es mit Angostura und Betrug auf sich hat?
Ich habe leider nichts dazu gefunden.
Ein Link geht auch.

02.02.2019, 19:08 #AfzL0auT

Die Süßung verschiedener Rumsorten wird wohl gemeint sein.

Zuletzt bearbeitet von am 02.02.2019, 19:08
02.02.2019, 23:42 #JmBcQOjn

Nein, es ging hier nicht um Süßung, der Betrug war wesentlich schwerwiegender. Der Link lässt sich leider nicht mehr aufrufen, Angostura hatte aber in die eigenen Rums Produkte anderer Destillerien, die zugekauft wurden, reingemischt. Wenn man also etwa den 7-jährigen gekauft hatte, wusste man nicht mehr, ob (1) der Rum nicht aus fremden Destillerien stammte und (2) wirklich sieben Jahre lang gelagert wurde.

15.04.2019, 23:47 #i8KUfWUe

Moin,
nach längerer Suche hier im Forum bin ich unsicherer als vorher. Ich bin ein großer Tiki Freund und lege mir aktuell eine kleine Hausbar an. Besonderes Interesse hab ich daran, selbst einen tollen Mai-Tai zu mixen. Ich habe noch keinen braunen Rum, lediglich einen weißen (Ron Cartavio Silver), der im Mai-Tai ja nichts zu suchen hat.
Auf meiner Einkaufsliste steht der Appleton 12. Welchen zweiten Rum nehme ich am besten dazu, praktisch als LH151 Ersatz?
Oder ist es sinnvoller zwei ganz andere Rums zu verwenden?

Ich bin für alle Tipps offen. Freuen würde ich mich, wenn die Rums vielfälltig einsetzbar sind.

Danke für eure Hilfe

Zuletzt bearbeitet von am 16.04.2019, 01:15
16.04.2019, 06:14 #bjSnmWFE

Der RCS ist ein guter Rum, aber wie Du schon selbst bemerkt hst, hat der im MT nix zu suchen. Für mich muß ein aussagekräftiger Potstill-Rum muß auf jeden Fall dabei sein. Da kommt man quasi an einem gut gelagerten Jamaicaner nicht vorbei. Deshalb gilt für mich der A12 als gesetzt. Theoretisch geht der MT auch mit diesem allein. Aber der ultimative MT ist es nicht. Dazu fehlen ihm dann doch einige andere Atribute. Der LH151 hat diese perfekt hinzugefügt. Aber leider hat man uns dieses Schmuckstück weggenommen. Einen wirklich lückenlosen Ersatz dafür gibt es bisher nicht. Gute Ergebnisse habe ich bisher mit Kombinationen des kleinen Bruders des LH, dem Skipper, aber auch dem ED12 erzielt.
Fabiene setzt auch häufig den Robinson ein. Das ergibt auf jeden Fall einen ganz passablen Budget-MT. Vor allem wenn man auf die fruchtige Note steht.

Zuletzt bearbeitet von am 16.04.2019, 06:15
16.04.2019, 11:40 #q0K7CXfF

SchuettelStefan schrieb:

Fabiene setzt auch häufig den Robinson ein. Das ergibt auf jeden Fall einen ganz passablen Budget-MT. Vor allem wenn man auf die fruchtige Note steht.

Ist damit der 73er gemeint? Den Rum hatte ich eh schon im Blick, da er sich auch gut im Jet Pilot und im Zombi machen soll.
Der Smith u. Cross 57% passt im Mai Tai weniger?

Welcher Trippel Sec macht sich im Mai Tai denn gut? Aktuell habe ich nur Cointreau zuhause. Auf meiner Einkaufsliste steht aber auch der Cartron OC.

16.04.2019, 13:56 #cHLILjaC

Es gibt Leute die schwören auf den Smith & Cross. Meine Empfehlung bekommt er jedoch nicht.
Ja der 73er Robinson ist gemeint.
TS ist bei mir in den Tiki-Drinks der Pierre Ferrand OC. Außerhalb der Tikis halte ich's aber wie Fabiene. Da ist der Cartron erste Wahl.

16.04.2019, 20:28 #Hoct3yoN

Der Robinson 73 ist im Mai Tai schon klasse, eine Fruchtbombe sondergleichen. So manch einer wird aber eventuell etwas mehr Fass vermissen, das Holz eines Appleton 12 vermag er natürlich nicht zu liefern.
Ansonsten finde ich den Pussers 75,5% und den Plantation O.F.T.D. auch sehr schön. Letzterer ist sogar noch mit der vollen Rum-Menge von 6cl gut trinkbar.
Robinson 73% ist etwas schwierig im Jet Pilot, da der OP ja ein Demerara-Rum sein soll und da ist der Jamaicaner geschmacklich natürlich das glatte Gegenteil. Sehr gut hat mir da zuletzt die Kombi Pussers 75,5% (als Demerara OP) + Wray & Nephew OP gefallen. In diesem Falle sollte es aber bei einem Drink pro Abend bleibenzwinker
Beim Orange Curacao ziehe ich auch im Mai Tai den Cartron leicht dem Pierre Ferrand vor, aber das ist wirklich Geschmackssache.

Zuletzt bearbeitet von am 16.04.2019, 20:29
17.04.2019, 01:33 #tyj8e1MX

Danke für eure Tipps!
Ich möchte zu Beginn erst einmal einen braunen Rum, sowie einen braunen OP Rum einkaufen.
Ich denke es wird zu Beginn der Appleton und der Robinson
Der Appleton ist soweit ich gelesen habe, ein toller Allrounder.
Beim OP wird es dann schon schwieriger. Hier mein Stand, den ich aus dem Forum herausgelesen habe:
Pusser: Mit Appleton zusammen nicht geeignet, aber ein toller Solist.
Robinson: Klassischer Jamaikaner, darum für Jet-Pilot nicht optimal.
Plantation O.F.T.D.: Ein ziemlich unbeschriebenes Blatt.

Dann verzichte ich vorab auf den Jet-Pilot und setze auf Appleton und Robinson. Für den Zombie werde ich dann zeitnah noch den Flor de Cana 7 ergänzen.
Ich freu mich nun schon auf die ersten Gehversuche. Cocktails mit braunem Rum sind für mich Neuland, aber ich weiß wie toll sie schmecken können grins

17.04.2019, 05:36 #yns6NzJH

Das ist nicht ganz richtig. Der Robinson ist kein klassischer Jamaicaner. Dafür ist er viel zu fruchtelig. Er ist ein Deutsch-Jamaicaner. Und dadurch gibt er so manchem Drink eine völlig andere Note. Das mußt Du auf jeden Fall ausprobieren. Die Qualität ist gut und der Preis relativ klein. Mit dem Kauf machst Du nix falsch. Verwendung wirst Du dafür auf jeden Fall finden.
Die Billigfraktion der klassischen Jamaicaner stellen Myers, Old Pascas Jamaica und ähnliche dar. Eine Empfehlung bekommen sie aber nicht. Geschmacklich lassen sie aber zu wünschen übrig. Vom Myers bekomme ich zudem Kopfschmerzen und dem OPJ fehlt es an Komplexität.
Mit dem A12 bist Du da einfach besser beraten.
Wenn Du eine Verbindung von Frucht und klassischen Jamaica-Aromen suchst, dann solltest Du eventuell den Harpoon ins Auge fassen. Ist nicht jedermanns Sache, aber durchaus einen Abstecher wert.
Aber wie Du schon richtig erkannt hast, A12 nicht mit Pussers mischen. Die beiden erschlagen sich gegenseitig. Da hast Du am Ende gar nichts davon.

Zuletzt bearbeitet von am 17.04.2019, 05:47
18.04.2019, 09:10 #WXe67e4L

diesfelder schrieb:

Plantation O.F.T.D.: Ein ziemlich unbeschriebenes Blatt.

Der ist noch ziemlich neu, hat aber in meinen Augen ein klasse PLV, ähnlich wie der Robinson. Ist ein Blend aus Guyana-, Jamaica- und Barbados-Rum, mit leichtem Übergewicht von Jamaica. Als Solist im Mai Tai klasse, mit anderen Rums habe ich ihn noch nicht so viel kombiniert.

19.04.2019, 15:02 #3HedOzMB

Achtung offtopic:
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[url=https://ibb.co/zH618Db]

Ja, die Minze fehlt, hab ich heute nicht da ausschenkenverwirrt

Zuletzt bearbeitet von am 19.04.2019, 15:04
19.04.2019, 17:13 #hn6Vf6xQ

So kann man einen Karfreitag verbringen.grins Wie hat er dir denn gemundet?

19.04.2019, 20:13 #Wn1tZqkH

Fabiene_Boilley schrieb:
So kann man einen Karfreitag verbringen.grins Wie hat er dir denn gemundet?

Letztes Mal hab ich nur den Pussers OP verwendet, jetzt war es ein Gedicht!

19.04.2019, 20:36 #UPV8Dgbi

Ja ja, was der richtige Rum im richtigen Drink bewirkt, ist manchmal kaum zu glauben, nicht wahr? zwinker