
Wird aber etwas dauern, fange am 01.07. meinen neuen Job an.
Freut mich ebenfalls für dich. Ich wünsche dir schon mal, auch wenn noch ein wenig Zeit ist, einen guten Einstand.
...Oder wir drohen ihm einfach Flederbrero an. Moralisch gesehen, ist er doch sowieso in der Pflicht.grins
Ich glaube, dann sehen wir euch nächsten Dienstag um 23:15 bei RTL.
Das ist ja schön, wünsche Dir viel Erfolg im neuen Job!
Was macht man an einem verregneten Sonntag? Man trägt ein paar Verkostungsnotizen zusammen. Im Folgenden daher ein paar Kommentare zu Malts, die ich in den letzten Wochen probiert habe.
Zunächst die rauchigen:
Ardbeg 10
Deutlicher Rauch in der Nase in Richtung Leder, dazu eine gewisse Würzigkeit; durch Wasser öffnet sich Süße (Vanille). Im Mund ebenfalls Rauch und eine sehr angenehme Süße. Leichterer Körper als der Lagavulin.
Bowmore 12
In der Nase weniger Rauch als der Ardbeg, dafür ein schöner frischer Duft nach Zitrus und etwas Sherry. Auf der Zunge ebenfalls Rauch und etwas Frucht, er fällt aber gegenüber dem Duft etwas zurück, mir fehlt es hier ein wenig an Komplexität und Vollmundigkeit. Dafür mit etwas unter 30Euro für einen Islay Malt sehr günstig.
Caol Ila 12
Von der Rauchigkeit auf einem Niveau mit dem Ardbeg, er ist aber öliger und schwerer. Auf der Zunge kommt dann Vanille durch, dazu etwas Frucht. Mit der Zugabe von Wasser kommt etwas mehr Frucht und dann auch die Kräuternoten.
Lagavulin 16
Ebenfalls deutlicher Rauch und eine gewisse Schwere, dazu leichter Sherry. Im Mund ein kräftiger Antritt, ebenfalls Rauch, dazu Sherry und etwas Süße (Vanille), sehr viel Körper und sehr vollmundig. Sehr langer, warmer und angenehmer Abgang.
Laphroaig 10
In der Nase starker Rauch, Jod und See. Im Mund recht leicht, ebenfalls Rauch, der in Asphalt übergeht und See. Insgesamt fehlen mir die fruchtigen und süßen Aromen, hinter dem Rauch kommt nicht mehr viel.
Jetzt die nicht-rauchigen:
Balvenie Double Wood
In der Nase Nüsse, Vanille, Karamell und etwas Sherry. Im Mund ebenfalls Vanille und Sherry, mittelschwerer Körper. Im Gegensatz zum Macallan weniger Frucht, aber mehr Vanille.
Cragganmore 12
In der Nase zunächst leichter Sherry, der sich dann immer mehr ausprägt, Malz, Vanille, etwas Nuss und ganz leichter, aromatischer Rauch. Im Mund ebenfalls Sherry, Vanille und leicht rauchig. Vollmundig, aber nicht so komplex wie in der Nase. Mittelschwerer Körper. Würde ich bei etwas niedrigerem Preis dem Balvenie vorziehen.
Macallan Amber
Sehr schöner Duft nach Frucht (Apfel), Sherry und Zitrus; sehr frisch und elegant. Im Mund etwas weniger intensiv als in der Nase, wieder Frucht, Sherry und Vanille, dazu etwas Würzigkeit.
Redbreast 12
In der Nase zunächst Frucht, Malz, danach etwas Sherry und Würze und auch Eiche. Auf der Zunge ein würziger Antritt, dazu süßer als in der Nase, wieder etwas Malz und Sherry und deutliche Eiche. Vollmundig und für 12 Jahre recht langer Abgang.
Strathisla 12
In der Nase sehr fruchtig nach Aprikose, dahinter etwas Sherry, Süße und Würze. Auf der Zunge ebenfalls Frucht, Vanille und mehr Würze, dazu Eiche und ganz leichter Rauch. Vollmundig und für 12 Jahre recht körperreich. Mittelanger Abgang.
Bei den rauchigen ist der Lagavulin mein Favorit, gefolgt von Ardbeg und Caol Ila. Bei den nicht-rauchigen kann ich mich nicht so recht zwischen Macallan, Redbreast und Strathisla entscheiden. Na ja, und den Laphroaig Quarter Cask und Arran 10, die ich eigentlich ins Auge gefasst habe, habe ich noch gar nicht probiert.

Vielen Dank für Deine Nachbetrachtung Fabiene. 
Anm. von mir den Ardbeg 10 mochte ich auch immer recht gern, durchaus auch gern in einem Scotch Sour 622 wobei der Sweetanteil besonders gut mit Honig-Ingwer kommt.
In der Nase Nüsse,...
Spätestens ab diesem Zeitpunkt war es aus mit dem Tasting. 
Das verhindert ja nur das Smelling. Tasting ist da nur ein wenig eingeschränkt, aber nicht völlig ooO!
In der Nase Nüsse,...
Spätestens ab diesem Zeitpunkt war es aus mit dem Tasting. 
In diesem Falle sind natürlich sämtliche Eindrücke mit Vorsicht zu genießen. Auch bei den nachfolgenden Malts, so etwas bekommt man ja nicht mehr so leicht raus.

Danke für den Tipp.
Probiere ich gerne mal aus, zumal ich im Whisky Sour bisher noch keinen Scotch hatte. Der Ardbeg ist auch einer der wenigen, von dem ich eine 0,7l Flasche hab, da bleiben die Möglichkeiten zum experimentieren.
Bin auf Dein Urteil gespannt. 
Gestern Abend im Glas gehabt, in leicht veränderter Gewichtung (732) und mit Ahornsirup als Sweet-Anteil. Dazu habe ich deinen Tipp mit dem Ingwer beherzigt und drei kleine Scheiben mitgeshakt. Insgesamt ein spannender und erstaunlich harmonischer Sour, der Rauch fügt sich gut ein, die Würzigkeit und Süße des Ardbeg kommt auch gut durch. Der Ahornsirup verleiht dem Drink eine gewisse Schwere. Sehr schön!
na GSD, da hab ich ja noch mal Glück gehabt. 
Übrigens dünne Ingwerscheiben in Lindenblütenhonig ein paar Tage (je nach gewünschter Intensität ca. 10-20Tage) stehen lassen (alle paar Tage mal rühren) kommt IMHO recht gut. Man kann den Ingwer, zum Aroma lösen, vorher auch ein wenig (nicht zu viel, sonst kippt's um) mit weißem Rum beträufeln. 
Von mir auch gern für diesen Drink genommen Talisker 10. 
na GSD, da hab ich ja noch mal Glück gehabt. 
Das kannst du aber laut sagen, sonst hätte ich noch gestern Abend bei dir auf der Matte gestanden.

Danke dir, dann werde ich den mal ansetzen. Hört sich gut an. Hast du den Ingwer-Honig auch mal in Rum-Drinks vermixt?
Den finde ich für Scotch-Drinks auch sehr gut geeignet, macht sich in meinen Augen auch klasse im Blood & Sand und Rob Roy.
Es gibt auch Leute die den IH schneller produzieren, indem sie die ganze Geschichte erhitzen. Ich finde allerdings, daß durch die Kocherei der Honiggeschmack leidet und benutze lieber die Langsam-Kalt-Määääähtode.
Den Scotchsour gibt es ja quasi auch als eigenständigen Drink mit Namen Penicillin. In diesem kann man sich die Herstellung des IHs ganz sparen, da hier reiner Honig + Ingwerlikör verwendet wird. Der Scotch ist eine Mischung aus einem Blend und einem Islay-Malt.
In diesem Fred zwar OT, aber probier doch auch mal folgendes:
6cl Pussers Rum 54%
2cl IH
2cl Limettensaft
12cl Ginger Beer
rühren, Eis aber am besten erst später, wenn sich der Honig schon aufgelöst hat
5cl Tequila Blanco
3cl Creme de Mure
2cl IH
3cl Limettensaft
shaken
Den Scotchsour gibt es ja quasi auch als eigenständigen Drink mit Namen Penicillin. In diesem kann man sich die Herstellung des IHs ganz sparen, da hier reiner Honig + Ingwerlikör verwendet wird. Der Scotch ist eine Mischung aus einem Blend und einem Islay-Malt.
Dann werde ich auch mal die langsame Methode versuchen, der Geschmack steht ja über allem.
Über den Penicillin Cocktail bin ich auch schon gestolpert, konnte ihn aber (strenggenommen) noch nicht nachmixen, da mir der Ingwerlikör fehlt.
6cl Pussers Rum 54%
2cl IH
2cl Limettensaft
12cl Ginger Beer
rühren, Eis aber am besten erst später, wenn sich der Honig schon aufgelöst hat
5cl Tequila Blanco
3cl Creme de Mure
2cl IH
3cl Limettensaft
shaken
Auch hier danke für die Rezepte. Ich freue mich immer über gute Tequila-Rezepte, die sind ja nach wie vor rar. Zu Pussers 54 und Créme de Mure habe ich auch noch ein Rezept, aber das gibts im entsprechenden Thread.
So, der 10-jährige Arran hat es mittlerweile in meine Bar geschafft, dazu auch die Talisker Collection. Letztere ist wirklich ein wahres Schnäppchen und bietet drei fantatstische Insel-Whiskies in 0,2l Fläschchen. Zum Talisker 10 gibt es ja schon genug Kommentare, zu den anderen nun meine Tasting Notes:
Arran 10 Jahre
In der Nase ein schöner fruchtiger Duft, dazu Vanille und etwas Schokolade/Kakao. Auf der Zunge ein würziger Antritt, Zitrusnoten und Vanille. Angenehme Süße und Öligkeit und für 10 Jahre durchaus recht vollmundig. Mittellanger Abgang. Ein sehr schöner komplexer und sommertauglicher Malt, den man auch einem Einsteiger ans Herz legen könnte. Den bei Insel-Whiskies ansonsten zu erwartenden Rauch vermisse ich hier gar nicht. Auch der Preis von ca. 30 Euro passt.
Talisker Destillers Edition
Deutlicher Rauch in der Nase und dahinter leichte Sherry-Noten, die sich aber nicht richtig durchsetzen können. Auf der Zunge dann mehr Sherry, Würzigkeit und wieder deutlicher Rauch. Sehr schöne ölige und vollmundige Konsistenz. Langer und warmer Abgang.
Angeblich einer der besten Whiskies der Welt, hat er mich doch etwas enttäuscht. Die Sherry-Note hätte ich mir ausgeprägter gewünscht und insgesamt hätte ich ihn mir noch etwas komplexer erwartet. Erstaunlicherweise empfinde ich ihn rauchiger als den 10-jährigen.
Talisker 57° North
In der Nase maritimer, sehr gut eingebundener Rauch, der weniger stark ist als bei der Destillers Edition. Dazu Vanille und eine schöne Fruchtigkeit, die in Richtung Pfirsich/Aprikose geht. Bei Zugabe von Wasser wird die Vanille etwas schwächer, die Fruchtigkeit dafür stärker. Auf der Zunge sehr würzig, dazu leicher Rauch und wieder Fruchtigkeit, dabei auch Sherry. Vollmundig, ölig und intensiv. Trotz der 57% ist er auch ohne Wasser gut trinkbar, den hohen Alkoholgehalt merkt man nicht. Langer und warmer Abgang.
Hat in meinen Augen mehr zu bieten als die Destiller's Edition, auch wenn er keine Altersangabe trägt. Klare Empfehlung für alle Islay-Fans.

Danke für den Test, der 57° steht auch schon länger auf meiner Liste, der wird demnächst dann mal bestellt. 
Ich bin auf dein Urteil gespannt. Hast du denn den 18-jährigen oder den Port Ruige schon mal probiert? Die stehen bei mir als nächstes auf der Liste.
Noch nicht, aber den 25er hab ich im Regal stehen, der mag ich sehr gerne. 
Der würde beim derzeitigen Preis leider deutlich mein Budget sprengen.

Meins auch. Ich hatte das unglaubliche Glück eine Flasche für 60 Euro zu bekommen. 