Der ist bei mir schon länger im Bestand. Habe ihn damals ebenfalls als Schnäppchen in meinen Warenkorb gelegt. Für den Preis auf alle Fälle ein angenehm zu konsumierender roter (Vermouth). Nun bin ich, wie ihr wißt, ein Freund des Bitteren und dieses ist nicht Jedermanns Geschmack. Deswegen sprach ich bisher keine Empfehlung aus. Mich wundert, daß der Puntömmes bei Dir so gut ankommt. 
Ja, ich war auch positiv überrascht. Hatte zuvor schon von verschiedenen Seiten die Kritik gehört, dass er aufgrund der deutlichen Bitterkeit nicht so ausgewogen ist, daher war ich auch vorgewarnt. Ob er sich auch gut vermixen lässt, wird sich zeigen, vielleicht muss ich dann mein Urteil noch mal revidieren. Wenn du Tipps für spezielle Drinks hast, nur her damit.
Versuch ihn doch mal im Bronx oder deinem Tulip.
So nach Eurer Lobhudelei hab ich mir den PeM jetzt mal aus dem Kaufland mitgebracht. Da er dort gerade als Restposten für 'nen 5er zu haben war, hob i mir denkt, im schlimmsten Fall kann ich ihn immer noch unter ständigem rühren in den Ausguß gießen. Dumm an der Geschichte ist nur, daß ich im Moment keinen Alkohol trinke und bis es mal wieder soweit ist, hab ich den wahrscheinlich vergessen.
Brauchst ihn nur in der vordersten Reihe stehen lassen, nicht wie Fabiene es macht, die Langen nach hinten stellen. 

Der Tulip kommt später ins Glas, bin schon gespannt.
So, gestern Abend im Glas gehabt. Der Drink war weniger süß als mit dem NP Rouge und durchaus interessant, in meinen Augen harmoniert die starke Bitterkeit aber nicht 100% mit den Fruchtnoten von Calvados und Aprikodenlikör. Na ja, ich teste weiter.
Nach 25 Jahren wiederentdeckt - Gotano Vermouth. Was soll ich sagen? Besser als Carpano ist er jedenfalls. Der Bianco dry ueberzeugt durch Augewogenheit und eine dezente Vanillenote, der rosso bitter durch Bittersaroma (koennte fast Aromatic von TBT sein). Naja, evt. ueberwaeltigt mich auch die Erinnerung, dass in der DDR doch nicht alles schlecht war...
Und wo würdest Du ihn bzw. sie denn dann nun einstufen? Für welche Drinks sind sie zu empfehlen?
Den trockenen bianco in einem Sweet Martini, den rosso bitter im Americano. Fuer Manhattan bleibe ich bei Antica Formula, fuer Martini bei NP. Sind eben schon relativ suess, aber ausgewogener als die Carpano.
Wie macht ihr das überhaupt mit den verschiedenen Wermuts? So eine Flasche leert sich ja nicht mal so eben und man will auch gerne mehrere offen haben.
Schafft ihr es wirklich so eine Flasche zu leeren bevor sie umschlägt?
Ich überlege mir den Winesaver mit Argon Gas zu holen, aber vorher würd ich gern wissen, wie ihr das handhabt 
Das mit dem Winesaver kannst Du dir sparen. Schau mal hier eine kompetente Antwort von p.k. Vermouth ist ja auch kein reiner Wein mehr, er ist gespritet und mit Gewürzen versehen, die ihr übriges zur Haltbarmachung beitragen. Also, kannst ruhig mehrere Vermouths öffnen. 
Bei mir ist bisher auch noch kein Wermut umgekippt, man sollte sie aber am besten bei <20° lagern, also Kühlschrank oder Keller. Die meisten bauen nach ca. 6 Monaten etwas ab, von der Haltbarkeit her sollte ein Jahr kein Problem sein. Unbegrenzt, wie p.k schrieb, hält er sich allerdings nicht, da er in der Regel weniger als 20%vol. hat.
Trockener Wermut eignet sich übrigens auch hervorragend zum kochen, z.B. für Fischgerichte und zum Ablöschen beim Risotto.
Vielen Dank für die Information.
Wenn ich dann noch eine Frage stellen darf, welche auch noch etwas fehl am Platz ist, wie sieht das mit Lillet Blanc und anderern Weinapperitifs aus. Der Alkoholgehalt ist ja sehr ähnlich. Es sollte jadann ähnlich lang haltBar sein.
Exakt! Das hast Du völlig richtig eingeschätzt.
Trockener Wermut eignet sich übrigens auch hervorragend zum kochen, z.B. für Fischgerichte und zum Ablöschen beim Risotto.
P.S. Ich bin seit laengerem nicht zur Verwendung von St. Germain gekommen - nach einem Jahr ist der wirklich durch und nicht mehr verwendbar...
Trockener Wermut eignet sich übrigens auch hervorragend zum kochen, z.B. für Fischgerichte und zum Ablöschen beim Risotto.

Ja, da hast du natürlich recht.
Diese Zeit habe ich bisher auch nur beim Martini überzogen und auch nur, weil ich mir den nicht mehr antun wollte.
Aus diesem Grund schrecke ich auch vor einem Kauf zurück. Der TBT ist da widerstandsfähiger, meine letzte Flasche war knapp 1,5 Jahre offen und hat auch zum Schluss nur leicht abgebaut.
Weiß jemand von euch, ob die Wermuts von Burschik was taugen? Besonders interessiert mich der Klassik, da ich mir demnächst mal wieder einen neuen weißen zulegen will.
Sehr interessant: Der Preis des Noilly Prat Rouge scheint sich im freien Fall zu befinden. Als ich vor etwa einem Jahr die letzte Flsche gekauft habe, musste ich noch ca. 20 Euro bezahlen, mittlerweile kostet er zwischen 12-14 Euro. Auch der Ambre ist deutlich günstiger geworden und jetzt auch bei mehr Händlern verfügbar. Anscheinend hat NP die Produktion stark angezogen. Man sollte in jedem Fall zuschlagen, bevor er wieder teurer wird.
Ich liebe Martini echt total, finde auch, dass der Vermouth von denen einfach am besten schmeckt. Aber an den Dry habe ich mich noch nicht rangetraut!