Cocktailforum

Wein

Gestartet von 21. Aug, 10:29 Uhr
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29.10.2010, 22:10 #4337wWsj

@p.k. erläuter mir doch mal warum das Stopfen von Gänsen keine Tierquälerei ist? Meinst du weil es bei Gänsen keinen Verschlussmechanismus in der Speiseröhre gibt und es der Gans deswegen nicht unangenehm ist wenn man einen Schlauch oder ähnliches einführt?

Und wieso ist das Stopfen von Enten noch weniger schlimm?

Zuletzt bearbeitet von am 29.10.2010, 22:17
29.10.2010, 22:17 #V3OncuUH

@Hook4h, unabhängig davon daß ich von dem gestopften Zeuchs gar nix halte, bleibt mir, nachdem Du Dich zwanghaft wiederholst, nichts anderes übrig, als mich p.k anzuschließen und mich nach Deinen Nahrungsgewohnheiten zu erkundigen. Du erzwingst diese Frage einfach.

Bevor ich falsche Schlüße ziehe und Dich auf Glashäuser verweise, in denen man besser nicht mit Steinen wirft, wenn man darin sitzt, würde ich einfach nur gern mal wissen wollen, ob Du Dich von Fleisch aus der Massentierhaltung ernäherst?

Zuletzt bearbeitet von am 29.10.2010, 22:18
29.10.2010, 23:02 #6K0qRcC5

Nicht bös sein Leute, aber das hat ihr wohl wirklich nichts im Weinthread zu suchen. Massentierhaltung und Gänsestopfen ist beides erniedrigend für Tiere. Wenn man nicht auf Tierprodukte verzichten möchte, sollte man sich bemühen möglichst hochwertige Produkte zu kaufen. In Österreich hab ich Schwierigkeiten was schlechteres als Freilandeier zu bekommen und das Fleisch stammt ausschließlich von österreichischen Bauern wo Name und Hof angegeben ist. Alles andere wird bei uns außer in den Billigmärkten nicht angenommen und das find ich auch gut so.

Alles hört auf zu streiten und habt euch wieder lieb! Ich persönlich finde Gänseleber einfach umwerfend gut, versuche aber so gut wie möglich drauf zu verzichten, weil man meiner Meinung nach Tiere neben ohnehin schon suboptimalen Bedingungen nicht noch weiter quälen muss.

30.10.2010, 00:08 #NGTKGKRV

Ich weiß nicht, was euch meine Essgewohnheiten angehen, aber Innereien von gestopften Tieren zu fressen ist einfach ekelhaft. Ich bin weder chronischer Bio-Fleisch-Esser noch sonst etwas. Sicher habe ich auch schon mal ein Stück Fleisch aus Massentierhaltung gegessen, mag sein. (Heute weiß man eh kaum mehr was bekommt, leider. Das ist aber nicht nur beim Fleisch so.) Aber das ist nicht ansatzweise so ekelhaft.

Eine Sache noch: Warum wird des das Stopfen von Gänsen versucht weitestgehend zu verbieten und warum werden im osteuropäischen Ausland regelrechte Razzien durchgeführt um solchen Tierquälern auf den Leim zu gehen? Wohl nicht, weil sie sich so prima um die Tiere kümmern oder?

und jetzt b2t, wenn noch was ist --> pn

Zuletzt bearbeitet von am 30.10.2010, 00:14
30.10.2010, 10:00 #KDJQV9Ca

Also, wenn Du Dich nicht ausschließlich von Bio-Fleisch, bzw. von artgerecht gehaltenen Tieren ernährst (so wie ich das tue), solltest Du anderen keine "Abartigkeit" vorwerfen.

Und es ist natürlich ein Unterschied, ob man billige ungarische Stopfleber oder teure französische nimmt. Wäre es dort Tierquälerei, würden die freilaufenden Tiere kaum auf den Stopfer zuwatscheln.

Ach ja: Entenstopfleber heißt zwar Stopfleber, die Ente wird aber nicht gestopft, sondern lediglich speziell ernährt, was zu einer fetteren Leber führt.

Und noch was: Massentierhaltung ist deutlich ekelhafter als Stopfen. Ich vermute mal, Du hast noch nie eine Großschlachterei von innen gesehen. DAS ist Tierquälerei.

OK, ab jetzt per PN.

Zuletzt bearbeitet von am 30.10.2010, 10:01
30.10.2010, 10:10 #QPd5CW5z

Cocktailboy schrieb:
p.k schrieb:
... 90% Weißweinanteil, überwiegend trocken. ...

Welche Rebsorten hast du da denn so? Und hast du auch internationale Weine in deinem Sortiment?

p.k schrieb:
...

Bei den Preislagen muß ich leider sagen, daß es schwer ist, einen ordentlichen Wein unter 7 Euro zu kriegen. Mein Standard-Riesling von Karl bildet da eine Ausnahme, für 4,20 ist der recht gut.

Das stimmt wohl leider ... . Zum Glück gibt es immer wieder Aktionen bei uns, da kann man dann dennoch ganz gute Preise ergattern. Der Riesling klingt sehr spannend, für den Preis dachte ich nicht dass man einen guten bekommen kann. Ist der dann überregional verfügbar?

Btw: ich hatte heute Mittag einen Chardonnay von Bründlmayer - ein Traum! Ich bin zwar kein klassischer ABC-Trinker aber viele Chardonnays gefallen mir nicht so gut (vor allem kalifornische). Dieser ist aber wirklich hervorragend, kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen. Leider ist der Preis mit 30€ die Flasche recht heftig hmm.

lg wink

Also, bei den Weißweinen aus der Pfalz Riesling, Gelber Orleans, Sauvignon blanc, Silvaner, Grauburgunder, Weißburgunder in der Hauptsache. International bin ich deutlich schlechter sortiert - lediglich Weine aus der Bourgogne und Bordeaux finden sich da. Da überwiegend Chardonnay sowie Aligoté. Chardonnay schätze ich sehr, aber nur die frz. bzw. einige deutsche. Chardonnay wird häufig viel zu fett und alkoholisch ausgebaut; nicht mein Ding. Amerikanische Weine mag ich überhaupt nicht, dh von den vielen, die ich schon verkostet habe, hat mir kein einziger geschmeckt.

Österreich hat in der Tat einige hervorragende Weine, insbesondere Grüne Veltliner aus der Wachau schätze ich. Aber da lohnt sich für mich der Beschaffungsaufwand nicht.

Der Riesling von Karl (Kirchheim / Weinstr.) ist leider nur dort verfügbar. Du kannst mal auf die Homepage schauen, evt. versendet er auch. Die Winzergenossenschaft Leiningerland versendet in jedem Fall - der Riesling dort ist auch gut und noch etwas preiswerter (ich meine 3,50...). Aber er hat Schraubverschluß...

30.10.2010, 15:14 #S4SfPeI0

Ja genau, so geht es mir auch, viele Chardonnays sind mir zu buttrig/fett/schwer. Darum war ich gestern von dem so begeistert. Burgunder Chardonnays sind natürlich auch toll, Chablis zB ist einer meiner absoluten Weißwein Favoriten.

Grüner Veltliner ist mitunter sehr gut, es gibt aber meiner Meinung nach sogar noch bessere Rieslinge aus der Wachau (und auch andere Regionen). Lohnt sich wirklich da einiges zu probieren. Eine recht unbekannte Rebsorte, von der es wirklich super österreichische Weine gibt ist Rotgipfler (oder auch zusammen mit Zierfandler).

Nicht minder interessant sieht es bei den roten Rebsorten aus fröhlich. Vor allem Blaufränkisch und St. Laurent sind sehr zu empfehlen, aber auch einige Pinot Noirs. Gibt da viele schöne Produkte fröhlich.

lg wink

11.11.2010, 20:56 #JlfltPpu

Ich hatte letztens eine Flasche Riesling aus dem Elsass (Jahrgang 2000) getrunken - war wirklich gut. War deutlich unterschiedlich was die Aromen betrifft als ein "typischer" deutscher/österreichischer Riesling. Statt frische Säure und (Stein-) Obst Noten waren hier Aromen in Richtung Vanille/Gebäck zu schmecken. War eine interessante Erfahrung und durchaus eine gelungene Alternative!

lg wink

11.11.2010, 21:39 #njSptA2s

Ja, Weine aus dem Elsass (und der angrenzenden Pfalz) sind schon was Besonderes.

11.11.2010, 22:46 #aH74FfQ1

@shakingharry

kannst du ja demnächst wieder geniessen, oder?

12.11.2010, 09:16 #bcSoYmyo

shakingharry schrieb:
Ja, Weine aus dem Elsass (und der angrenzenden Pfalz) sind schon was Besonderes.

Das ist richtig. Aber der Charakter von Pfalz und Elsaß ist schon unterschiedlich...

12.11.2010, 11:56 #EX4kFbFX

Und es werden doch auch verschiedene Rebsorten angepflanzt in den beiden Gebieten oder? Muss gestehen dass ich mich bei Weinen aus der Pfalz nicht so gut auskenn ... schaem.gif.

12.11.2010, 18:20 #uOVuaPov

Cocktailboy schrieb:
Und es werden doch auch verschiedene Rebsorten angepflanzt in den beiden Gebieten oder? Muss gestehen dass ich mich bei Weinen aus der Pfalz nicht so gut auskenn ... schaem.gif.

Nein, die Rebsorten sind schon dieselben; und im Elsaß wird auch überwiegend sortenrein ausgebaut. Elsäßer sind aber voller, fruchtiger während (gute) Pfälzer sich eher durch Mineralität, Eleganz und Struktur auszeichnen. Hohe Qualitäten gibts in beiden Regionen.

12.11.2010, 23:20 #lt0B7HyT

Genau. Und deshalb fahre ich in gut einer Woche für 14 Tage in die Pfalz und werde sicher auch einen Abstecher ins Elsass machen, bunkern.

13.11.2010, 11:56 #wjft8Idv

Einer der typischen Elsasser Sorten ist ja Gewürztraminer, wird der in der Pfalz auch angebaut? Wusste ich gar nicht, wäre aber sehr interessant!

lg wink

13.11.2010, 15:51 #Vow5HbcI

Natürlich wird auch in der Pfalz sehr guter Gewürztraminer angebaut, nur zu empfehlen. Es gibt aber auch hervorragende Rieslinge.

13.11.2010, 19:27 #jC4mFPbk

Ja Riesling ist klar, Gewürztraminer ist mir wirklich neu. Da muss ich unbedingt mal einen versuchen! Werde denn berichten fröhlich.

lg wink

PS: Aktuell trink ich gerade einen Chardonnay aus Kalifornien (Jahrgang 1998). Durchaus lecker!

15.11.2010, 09:57 #K8NshlJE

Cocktailboy schrieb:
Ja Riesling ist klar, Gewürztraminer ist mir wirklich neu. Da muss ich unbedingt mal einen versuchen! Werde denn berichten fröhlich.

lg wink

PS: Aktuell trink ich gerade einen Chardonnay aus Kalifornien (Jahrgang 1998). Durchaus lecker!

Vorsicht! Da kann man böse reinfallen....

Empfehlung: Gewürztraminer von Knipser 2009. Mit 100gr. Restsüße ein Hammer.

15.11.2010, 11:32 #diCyrnBs

Wo gibts den denn zu kaufen? Wenn der nur lokal vertrieben wird fürchte ich dass ich da nicht so schnell ran kommen werde ... hmm.

böse reinfallen ... meinst du damit, dass viele Pfälzer Gewürztraminer nicht so gute Qualität haben? Oder werden sie für deinen Geschmack zu süß/sauer erzeugt? (weil du die 100gr Restsüße explizit erwähnst)

lg wink

15.11.2010, 11:49 #fnD0NZdw

Naja, wenn ein Gewürztraminer nicht sauber ausgebaut wird, egal ob fruchtsüß oder trocken, schmeckt er furchtbar. Und davon gibts halt leider auch welche, auch Pfälzer...

An die Knipserweine ranzukommen ist in der Tat nicht so ganz einfach - 2009 ist praktisch ausverkauft... aber frag´ doch mal per Mail an.