Cocktailforum

Eure Lieblingscocktailbücher?

Gestartet von 29. Jan, 08:23 Uhr
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15.02.2013, 19:33 #5hhbSW67

p.k schrieb:
wunderbarerholu schrieb:
grimmel14 schrieb:
Der Cocktailian ist mein Favorit.

Hast du auch Schumanns Bar? Oder hat irgendwer anders beide? Würd mich mal interessieren, wie so jemand das einschätzt zwinker

Gruß Lukas fröhlich

Ich habe mit Schumanns angefangen; ist ewig her. Ist eben ein Basisbuch; ganz nett, aber nicht umfangreich und längst nicht so fundiert und detailiert.

Also, ich stöbere gerne mal wieder in Schumanns Barbuch. Ist einfach gemacht und gut verständlich.

Der Cocktailian ist super geschrieben und geht wirklich mehr in die Tiefe. Ich habe mir den Cocktailian 2 jetzt bestellt, da freue ich mich schon drauf.

Hat den vielleicht schon einer von euch gelesen??

wink

15.02.2013, 20:25 #1Yd7Mhqg

Nee, orca, den kenne ich nicht, habe zwar mal reingeschaut, aber mehr auch nicht.

Ja, der Schumann ist verständlich aber irgendwie nicht mein Ding. Klar, wem mehr an der Optik liegt der ist damit natürlich besser bedient als mit dem Cokctailian, aber das ist es auch.

09.03.2013, 20:04 #PQtkz9bx

Nur mal so..... hab den Cocktailian 2 heute bekommenzwinker

10.03.2013, 00:45 #LVQ11Fug

Orca schrieb:
Nur mal so..... hab den Cocktailian 2 heute bekommenzwinker

Und, was sagt der erste Eindruck?

10.03.2013, 19:36 #nFb1aV4H

@orca

ja berichte mal.Du hast ja beide Cocktailian und kannst gut vergleichen.

10.03.2013, 21:14 #x93XptyM

Na klar, ich werde berichten zwinker

wink

11.03.2013, 20:48 #Uf0J8UI4

Danke schön orca.

26.11.2013, 20:47 #i8WRn7UT

Orca hat uns zwar noch keine Rückmeldung zum Cocktailian 2 gegeben, da ich ihn mir heute aber auch zugelegt habe, will ich kurz ein paar Worte dazu sagen. Von der Struktur her ist er ähnlich wie der erste Teil aufgebaut. Es beginnt mit einem ca. 30 Seiten umfassenden historischen Abriss, gefolgt von den verschiedenen Mixtechniken (die auch schon im ersten Teil enthalten sind) und einer Übersicht über die verschiedenen Herstellungsverfahren und Rumsorten. Das alles ist – soweit ich es bisher überblicken kann - sehr verständlich und kurzweilig geschrieben, ohne das es an Komplexität fehlen würde. Der Hauptteil mit ca. 170 Seiten umfasst dann natürlich die Rezepte mit Rum, Rhum und Cachaca. Dass es da einige Überschneidungen mit Teil 1 gibt, bleibt natürlich nicht aus. Besonders positiv sind mir hier einige gehaltvolle Tiki-Drinks aufgefallen, die ich noch nicht kannte und die sich sehr verführerisch anhören sowie elf verschiedene Daiquiri-Varianten. Die werden demnächst natürlich alle ausprobiert und das ein oder andere Rezepte will ich auch reinstellen.gelage

Der einzige Kritikpunkt meinerseits wäre, dass ein wenig mehr Cachaca-Drinks hätten dabei sein dürfen. Zum Schluss werden dann die wichtigsten Destillerien und deren Rums vorgestellt. Hier ist der einzige Punkt, an dem sich bei mir ein wenig Unmut geäußert hat, denn Bacardi und Havanna Club haben wohl ein bisschen was dafür gezahlt, dass ihre Produkte doppelt bis viermal so viel Platz wie z.B. Appleton bekommen und auch noch detaillierte Geschmackseindrücke beschrieben werden. Dass dann der Bacardi Black explizit für den Mai Tai empfohlen wird, ist eigentlich nicht das Niveau vom Cocktailian.

Insgesamt kann ich das Buch aber nur empfohlen und auch der hohe Preis von 40 Euro ist hier vertretbar.wink

Zuletzt bearbeitet von am 26.11.2013, 23:25
28.11.2013, 12:37 #b8YgWMZU

Vielen Dank für den Einblick - bei Gelegenheit werde ich da dann auch wohl zuschlagen!

Wobei mir der Bacardi-Ausrutscher schon sehr spanisch vorkommt verwirrt Das passt wirklich nicht zum Cocktailian! wütend

28.11.2013, 14:11 #8Ssnbxdn

Dann wissen wir ja endlich, wo die nette Barmaid aus dem letzten furchtbaren MT-Zubereitungsvideo diese wertvollen Tips herhatte. zwinker

28.11.2013, 21:03 #6bW92j7l

wunderbarerholu schrieb:
Vielen Dank für den Einblick - bei Gelegenheit werde ich da dann auch wohl zuschlagen!

Wobei mir der Bacardi-Ausrutscher schon sehr spanisch vorkommt verwirrt Das passt wirklich nicht zum Cocktailian! wütend

Finde ich auch. Aber wenn so ein Konzern die Geldscheine zückt, werden leider viele weich.kater

27.06.2014, 11:58 #Het3cvO9

Demnächst erscheint der Cocktailian 3, welcher den Untertitel "Bier & Craft Beer" trägt. Es geht also diesmal in eine ganz andere Richtung, weg von den Spirituosen. Ich persönlich hätte mir nach dem Band zu Rum und Cachaca eher gewünscht, dass nun Gin oder Whiskey an der Reihe sind, für alle, die sich für Bier begeistern, ist dies aber sicher ein interesssantes Buch.wink

27.06.2014, 12:03 #hlQF2UDB

Dann müssen wir demnächst in unseren Tips einen neuen Aufsatz über Bier anfügen. grins

27.06.2014, 12:07 #nnZhZ9RL

Gibt es eigentlich bekannte Cocktails mit Bier?verwirrt Also außer Ginger Beer?

27.06.2014, 12:19 #Rl4L87IU

Bestimmt, wobei mir keiner im Moment präsent ist. Aber spätestens nach Erscheinung des neuen Buches. cool

Zuletzt bearbeitet von am 27.06.2014, 12:20
27.06.2014, 13:04 #qlCF3gtj

Danke Fabiene_Boilley, für deinen Beitrag. Ja, Du hast Recht zwinker mein Beitrag läßt noch auf sich warten......hatte Ihn glatt vergessen.

@Bier-Cocktails: Es gab vor einiger Zeit mal ein paar Vorstöße in diese Richtung, die sind aber alle mangels Tester-Masse im Nirvana verschwunden.

wink

03.07.2014, 08:28 #bqmD86tt

Da der wunderbare Holu mich im Screwdriver-Thread nach dem Buch Cocktailkunst von S. Hinz gefragt hat, hier mal ein kleiner Überblick zu dem Buch:

Ich würde sagen bedingte Kaufempfehlung.

Zu Anfang des Buches gibt es eine kleine Geschichte des Alkohols und eine Einführung in die Grundlagen wie Gläser, Techniken, Utensilien usw., eigentlich das Standardeinleitungskapitel wie man es aus jedem Cocktailbuch kennt. Ergänzt wird das durch etwas ausgefallenere Spielereien, z.B. wird der Einsatz der Sous-Vide-Technik für Cocktails erläutert oder die Karbonisierung von Früchten mit Trockeneis. Auch die molekulare Küche wird zum Beispiel behandelt.

Zwischendrin gibt es ca. 70 Seiten mit ganz großartigen und sehr ausgefallenen Cocktailfotos im Großformat, dem entsprechendem Rezept und einem kurzen Text. Diese Cocktails sind allerdings für den Otto-Normal-Mixer fast alle nicht nachzumixen, da man oft seltene Zutaten wie Kalamansipüree, Lecithin, Ziegenmilch, Goldpulver usw. benötigt. Viele Cocktails brauchen auch eine sehr lange Vorbereitungszeit und sind nicht spontan mal gemixt. Sehr interessant und ideenbringend ist es trotzdem.

Dann folgt ein großes Kapitel zu verschiedenen Spirituosen, ich habe mal wahllos eine Seite aufgeschlagen, dort gibt es z.B. eine Tabelle wie man abhängig vom Zuckergehalt Sekt in brut nature, extra brut bis hin zu halbtrocken und mild unterscheidet, eine Seite weiter dann die entsprechende Tabelle für Champagner von Doux bis ebenfalls Brut Nature. Solche Tabellen sind immer sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet, die Informationen decken ein sehr breites Spektrum ab, aber manchmal würde ich mir wünschen dass sie noch weiter in die Tiefe gehen.

Die letzten 90 Seiten sind dann immer jeweils Doppelseiten, eine Seite mit einem großen Foto eines Cocktails und auf der anderen Seite alphabetisch weitere Cocktailrezepte von Aviation bis Zombie alles dabei. Die Rezepte enthalten immer den Namen, das Glas, einen Garniturvorschlag, die Zutaten und eine äußerst knappe Zubereitungsanleitung ("schütteln, abseihen", "mit Crushed Ice blenden" usw.). Danach gibt's nur noch ein Zutaten- und ein Stichwortverzeichnis. Diese Rezepte auf den letzten Seiten findet man zum Großteil aber auch in anderen guten Cocktailbüchern.

Pro:

+ Sehr schöne Bilder

+ Es wird ein sehr breites Spektrum an Informationen und Themen abgedeckt, auch mal ganz spezielle Sachen, die man so noch nie gehört hat

+ Übersichtliche Struktur und Aufmachung

+ Qualitativ sehr gut, fester Einband, gute Bindung, dicke Seiten

+ Gut geschrieben, alles gut verständlich

Negativ:

- Die wirklich 'neuen' Rezepte, die man noch nicht kennt, sind kaum nachmixbar

- Informationen zu solchen speziellen Teilbereichen sind manchmal eher knapp, könnten noch etwas mehr in die Tiefe gehen

- Preis 40€

- Die meisten Standardrezepte im Endteil des Buches kennt man schon aus anderen Werken

- Der Autor ist sich zu fein mir auf Facebook zu antworten grins Da habe ich z.B. mit Arndt Henning Heißen, der ebenfalls ein interessantes Cocktailwerk verfasst hat, schon sehr interessante Konversationen gehabt, der Stephan Hinz scheint auf Leser-Nähe nichts zu geben. schaem.gif

Fazit: Für 20€ würde ich eine sofortige Kaufempfehlung aussprechen, bei dem aktuellen Preis sollte man sich es doch genau überlegen.

Zuletzt bearbeitet von am 03.07.2014, 08:31
03.07.2014, 21:36 #ajTrwrPr

Das deckt sich ziemlich mit dem, was ich erwartet habe.

Ich habe bei meinem letzten London Aufenthalt mir ein englisches Buch mitgebracht - The Curious Bartender: The Artistry and Alchemy of Creating the Perfect Cocktail -, welches deiner Errungenschaft ähnelt. Fantastische Bilder, ausführlichste Beschreibungen verschiedenster Techniken (ebenfalls Trockeneis, etc.) und spannende Ideen (wobei nicht ganz so ausgefallene Zutaten). Die Bilder und der sparsame Preis von unter 20 Pfund haben mich zum Kauf bewegt - für 40 hätte ich es nicht gekauft.

Zum schmöckern für die des Englischen Mächtigen zu empfehlen!

Edit: Und danke für die ausführliche Beschreibung!

Sollte sich jemand für eines der sich in meiner bescheidenen Auswahl befindlichen Bücher interessieren, wäre ich gern bereit, da auch ein wenig weiter in die Tiefe zu gehen.

Zuletzt bearbeitet von am 09.09.2014, 17:06
12.07.2014, 19:56 #4LRXrqU3

Also ich kann nur sagen, das gerade Englsichsprachige Bücher aus den USA oder UK um längen besser sind als alles was man so auf deutsch bekommt, meine Favoriten sind "Craft Cocktails" und "the PDT Cocktail Book" welche einfach nur genial sind und auch Optisch extrem was hermachen und keinesfalls im Schrank liegen sollten.

Ansonsten ist "The Bartender´s Bible" noch zu empfehlen, wo es eine unzählige Auswahl gibt.

12.07.2014, 20:22 #btrM1ySX

Da würde ich dir durchaus zustimmen, die meisten deutschsprachigen Bücher sind wirklich nicht zu empfehlen. Die beiden Cocktailian-Bücher stellen davon meiner Meinung nach jedoch eine positive Ausnahme dar, die sind durchaus auf "englischem" Niveau.grins