Natürlich ist die Steuerlogik mit den 7% und 19% keine wirkliche Logik, sondern ein gewachsenes Konstrukt. Eine Änderung des MWSt.-satzes hat aber zunächst mal keinerlei Auswirkung auf den Ladenverkaufspreis; insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nicht - da sind die Konkurrenzverhältnisse vor. Die höhere Besteuerung von -angeblich- ungesunden Lebensmitteln ist purer Aktionismus; sowieso ist das ganze Gerede der ach so dicken Deutschen purer Quatsch. Wenn ich BMI schon höre.... ich war vor ein paar Monaten aufgrund Winter und Faulheit etwas untrainiert und hatte einen BMI von 24,5. Jetzt schwimme ich wieder regelmäßig und viel und habe entsprechend Bauch ab- und Muskeln aufgebaut und bin ex definitione mit einem BMI von nun 25 zu dick
Der Sport den ich mache ist auf jeden Fall ungesund! Skate schon seit ein paar jährchen aber bis jetzt ist mir nur einmal etwas "schlimmeres" passiert! Hab ja aber auch ein gesunden Ausgleichssport nehme dabei viele Gute Vitamine auf!
nachdem mein Post im Video-Thread kommentarlos verklang, möchte ich heute auch hier einmal das, auf völlig undemokratische Weise entstandene ACTA-Abkommen zur Diskussion stellen.
Einige haben sicher das Gerede über die grenzenlose Internetzensur mitbekommen die ACTA mit sich bringen würde.
Da das freie Internet ein unfassbar machtvolles Medium für wirklich demokratische Gedanken ist, wäre allein das eine Katastrophe.
Was in meinen Augen aber viel schlimmer ist, wäre die Tatsache daß sogut wie alles zu geistigem Eigentum (großer Konzerne) werden könnte und die eigenwillige Nutzung somit sehr hart sanktionierbar wäre.
Im Falle von Saatgut z.B. , hätte das verheerende Folgen für die ohnehin schon alarmierende Nahrungsmittelversorgung unseres Planeten. Es würde Konzernen wie z.b. Monsanto wirklich alle Macht geben ihre grauenhaften Saatgutpatente der ganzen Welt aufzuzwingen.
Ein ähnliches Spiel wäre auch bei Pharmakonzernen und ihren nützlichen (oder krankmachenden) Medikamenten vorprogrammiert. Nur zwei Beispiele.
Letzten Freitag ist zwar aus Regierungskreisen die Information gekommen, daß Deutschland ACTA angeblich vorest nicht unterzeichnet, damit ist die enorme Gefahr die dieses Abkommen mit sich bringt aber noch lange nicht vom Tisch.
Ich kann nur an alle appelieren: Tut was Ihr könnt um diesen Wahnsinn nicht zur Realität werden zu lassen!
Dieses Video umschreibt Ansazweise ganz gut was ich meine.
Wenn man dies ein wenig weiterführt, kann man sich vorstellen daß große Pharmaziekonzerne kleinere einfach vernichten werden. Damit bleibt auch (außer unabhängiger Institute) die Entwicklung von Medikamenten den Großkonzernen vorbehalten.
Und daß die andere Ziele haben als die Gesundung von Menschen, dafür gibt es unzählige Beispiele.
Naja, einseitiger und schlechter Beitrag. Wer auch immer das war hat nichtmal nachgelesen, was Generika eigentlich wirklich sind, oder falsch wiedergegeben. Zudem gibt es ganz andere Institutionen, die den Umgang mit Arzneimitteln regeln, da wird ACTA nicht zum tragen kommen. Hier spielen auch ganz andere Faktoren mit rein, wie zB. Arzneimittelsicherheit etc., wirtschaftliche Aspekte stehen da an zweiter Stelle und das ist auch gut so.
Übrigens ist der Preis für Arzneimittel in der "2ten" und "dritten" Welt den dortigen Verhältnissen angepasst...
Die erwähnten 11 Mrd. wage ich auch zu bezweifeln. Ein Grund wieso Medikamente so teuer sind, sind eben auch die Generika. Die Entwicklungskosten ( 800.000.000 bis 1.000.000.000 Euro) müssen wieder reingeholt werden, bevor es Generika gibt.
Nur mal zum drüber nachdenken: Forschendes Unternehmen A investiert 800 Millionen Euro in sein neues Medikament und verkauft die Schachtel dann für 100 Euro. Das Unternehmen beschäftigt 20.000 Menschen trägt das Risiko, dass Menschen zu Schaden kommen während der Studien, trägt das Risiko, dass das Medikament nicht zugelassen wird ( passiert öfter als man denkt)und muss hoffen, dass die Ärzte das Medikament überhaupt verschreiben.
Unternehmen B stellt Generika her, beschäftigt 1200 Menschen, hat keine Entwicklungskosten, muss keine Studien durchführen, kann sicher sein, dass das Medikament zugelassen wird und kann sicher sein, dass es verschrieben wird. Unternehmen B verkauft sein Medikament für 50 Euro.
Das "Video" hat einige Fehler und ist nicht besonders gut gemacht. Das stimmt wohl.
el_muerte schrieb:
Zudem gibt es ganz andere Institutionen, die den Umgang mit Arzneimitteln regeln,
Das tun die ja leider jetzt schon viel zu häufig nicht im Sinne des Erkrankten.
el_muerte schrieb:
da wird ACTA nicht zum tragen kommen.
Das glaube ich erst, wenn es ausdrücklich im Abkommen steht.
Ist ja schließlich keine Kleinigkeit, die man einfach so ausläßt.
el_muerte schrieb:
wirtschaftliche Aspekte stehen da an zweiter Stelle und das ist auch gut so.
Ich denke für ein Unternehmen steht als erstes die Wirtschaftlichkeit. Die sogenannte "Arzneimittelsicherheit" ist für die eher ein notwendiges Übel.
el_muerte schrieb:
Übrigens ist der Preis für Arzneimittel in der "2ten" und "dritten" Welt den dortigen Verhältnissen angepasst..
Ist ja auch das Mindeste. Bei allen anderen Dingen ist das ja auch so.
Und Deine Rechnung ist durchaus Interessant, wird aber jemanden der sich, aufgrund des doch beträchtlichen Preisunterschiedes, ein lebenswichtiges Medikament leisten oder eben nicht leisten kann, wenig interessieren.
(sofern das preisgünstige Produkt nicht schon an der Grenze beschlagnahmt oder gar vernichtet wurde)
Das notwendige Übel ist die personifizierte Wirtschaftlichkeit. Praktisch jedes Medikament hat Nebenbuhler, da muss man schon besser sein, wenn man am Markt bestehen will. Leistet man sich den geringsten Fehler, wird die Konkurrenz das sofort an die Medien spielen.
Was die dritte Welt angeht, finde ich, ist es nicht das mindeste, sondern ein edler Zug, denn daran verdienen die Unternehmen nichts ( Verlust machen sie natürlich auch nicht).
Mir fällt aber spontan kein Lebensmittelhersteller ein, der in der dritten Welt Brot beinahe verschenken würde, bzw. an die Ärmsten tatsächlich verschenkt, wie das zB mit HIV Präparaten passiert.
Das Problemsind übrigens eher Politiker und Krankenkassen als Behörden, die Leute bei den Behörden haben nämlich Fachkenntnisse und wissen worüber sie da eigentlich reden.
Das Problemsind übrigens eher Politiker und Krankenkassen als Behörden, die Leute bei den Behörden haben nämlich Fachkenntnisse und wissen worüber sie da eigentlich reden.
Das ist nicht nur in der Pharmaindustrie ein Problem. Eigentlich schlimm das letztendlich die entscheiden die keine Ahnung von der Materie haben.
Habe ich auch fast vermutet. Aus Diskretionsgründen habe ich aber nicht nachgefragt.
Ich möchte auch keinesfalls die Pharmaziebranche allgemein verteufeln. Die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich sind ein Segen für die Menschheit. Der Umgang mit der Abhängigkeit dadurch kann aber auch ein absoluter Fluch sein.
el_muerte schrieb:
Was die dritte Welt angeht, finde ich, ist es nicht das mindeste, sondern ein edler Zug,
Ich hatte mir die Freiheit genommen, von der Annahme auszugehen, das reiche Länder nur reich sein können weil es arme Länder gibt.