Nochmal eine Interessante Sichtweise zum Thema Arzneimittelsicherheit :
[Klick](http://www.bukopharma.de/uploads/file/Pharma-Brief/Einzelseiten/Phbf2007_08_EU_Industrie.pdf)
Auch wieder sehr einseitig und schwarzmalerisch.
Die Vereinfachung der Zulassung hat eigentlich für alle Seiten nur Vorteile. Wobei ich das nicht Vereinfachung sondern Optimierung nennen würde. Z.B. macht es Sinn einen Standard zu haben, wie Studien aufgebaut werden müssen, wie die Ergebnisse dargestellt werden müssen etc.
Der Supergau wäre, dass ein gutes Medikament nicht auf den Markt kommt, weil eine Studie dämlich dargestellt wurde. Das kostet den Hersteller viel Geld, die Behörde hat doppelte Arbeit, weil nach einer Verbesserung nochmal alles kontrolliert werden muss und das schlimmste: Patienten, denen das Medikament vll. helfen würde, sterben vll. weil es nicht verfügbar ist.
**In den Empfehlungen fehlt
denn auch der einzige Aspekt der
Forschungsförderung, der unmittelbar
etwas mit Arzneimittelzulassung
zu tun hat: Die Forderung,
dass neue Medikamente einen
therapeutischen Fortschritt bringen
müssen.**
Das müssen sie aber. Wobei Fortschritt nicht unbedingt bessere Wirkung sein muss. Darunter fallen zB auch geringere Nebenwirkungen, niedrigere Kosten oder weniger Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Einfaches Beispiel: Grippeimpfung. Stell dir mal vor es gäbe keine Impfung ohne Hühnereiweiß, da könnten sich sehr viele Allergiker nicht impfen lassen, aber besser ist die Impfung ohne Eiweiß nicht. Es macht also durchaus Sinn für jedes Medikament mehrere Alternativen zu haben.
Die Nichtunterlegenheitsstudien machen übrigens in meinen Augen sehr viel Sinn, sie sind nämlich wenig aufwendig und wenn sich dann raustellt, dass ein neues Produkt schlechter als bereits etablierte sind, kann man sich den Rest sparen, weil man sowieso keine Zulassung erhalten würde. Das bedeutet aber nicht, dass im anderen Fall keine kritischeren Studien nachgelegt werden würden.
Die EMEA alleine ist übrigens nur eine Behörde von vielen, also selbst wenn die ihre Anforderungen sehr niedrig festlegen würden, gäbe es da noch andere, schon alleine deshalb geben sich seriöse Unternehmen die allergrößte Mühe bei ihren Studien, wenn nämlich eine Behörde Bedenken hat, werden die anderen hellhörig - und das ist auch sehr gut so.
Ich hatte mir die Freiheit genommen, von der Annahme auszugehen, das reiche Länder nur reich sein können weil es arme Länder gibt.
Naja, um links zu definieren, muss es auch rechts geben.
Damit meinte ich eher: Wenn in unserem Geld/Wirtschafts-system irgendwo ein großes + steht, muß irgendwo auch ein (auf Dauer meist noch größeres) - stehen.
el_muerte schrieb:
Auch wieder sehr einseitig und schwarzmalerisch.
Das kann man natürlich jedem Kritiker vorwerfen.
Ich glaube eher daß der Verfasser (Jörg Schaaber) sehr zurückhaltend und vorsichtig in der Ausführung seiner Beobachtungen war. Er hat schließlich einen guten Ruf zu wahren und mächtige Gegner.
el_muerte schrieb:
Die Vereinfachung der Zulassung hat eigentlich für alle Seiten nur Vorteile. Wobei ich das nicht Vereinfachung sondern Optimierung nennen würde. Z.B. macht es Sinn einen Standard zu haben, wie Studien aufgebaut werden müssen, wie die Ergebnisse dargestellt werden müssen etc.
Daß das Sinn macht bezweifelt wohl keiner.
Wenn allerdings die Studien selbst, und die Darstellung der Ergebnisse derer, in maßgeblichen Punkten von den gewinnorientierten Pharmazieunternehmen selbst beeinflußt sind, wird die Optimierung wohl vor allem in den Kassen derselben stattfinden.
Genau genommen ist die EMEA übrigens keine Behörde, sondern eher eine art administrative Agentur.
"Banken und Finanzmogule regieren die Regierung welche uns regiert" FAKT!Trotzdem pöbeln alle immer zuerst auf Angie und Konsorten....und das ist FALSCH!!!! Ergo, solange niemand diesen Umstand ändert, ändert sich für uns auch nichts. Ende der Diskussion! Die Rockefellers und Rothschilds dieser Welt gehören entmachtet,enteignet und...nee, das schreib ich jetzt lieber nicht, aber ich denke ,man versteht was ich meine.
Mir ist schon seit Jahren schleierhaft, wie Monsanto es immer wieder schafft solche Sachen durchzukriegen. Da müssen doch schon etliche Millionen Schmiergeld geflossen sein.
Die EU-Polit-Kasper (wobei der Vergleich eigentlich eine Beleidigung für jeden ehrbaren Kasper darstellt und ich entschuldige mich daher auch bei allen hier mitlesenden Kaspern für diese Entgleisung) schaffen es in schöner Regelmäßigkeit ihre vorangegangenen Abartigkeiten durch immer abstrusere Nachfolgen in den Schatten zu stellen.
Also ganz ehrlich, die Augsburger Puppenkiste ist ein Scheißdreck gegen diesen Verein.
Ich habe mich ja schon bei Jim & Co für den Vergleich entschuldigt.
Das Problem, welches ich bei solcher Gelegenheit immer wieder habe, ein adäquates Superlativ für den Schwachsinn zu finden, den die Herrschaften da ständig produzieren. Da fliegt einen wirklich der Draht aus dem Hut und man muß sich fragen, wo die wohl waren, als das Hirn verteilt wurde.
Da sie den Krümmungsgrad der Gurken revidieren mussten, wird das jetzt über das Saatgut bestimmt. Wehe, ihr baut demnächst im eigenen Garten krumme Gurken an. Big Brother is watching you!
Da sie den Krümmungsgrad der Gurken revidieren mussten, wird das jetzt über das Saatgut bestimmt. Wehe, ihr baut demnächst im eigenen Garten krumme Gurken an. Big Brother is watching you!
Das mit dem Big Brother ist gar nicht mehr so weit hergeholt. Es werden ja schon ellenlange Debatten geführt wie sie den öffentlichen Verkehrsraum komplett überwachen können. Es fehlt nur noch das uns vorgeschrieben wird, welchen Partner wir wählen. Armes Europa!!!
Letztendlich sind wir selbst daran Schuld, denn wir lassen uns von diesen Figuren ja auf der Nase herumtanzen, ohne auch nur im geringsten irgendwas dagegen zu unternehmen.