Cocktailforum

Bitters

Gestartet von 19. Apr, 18:19 Uhr
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31.07.2016, 10:47 #rhjIlVuo

Ich stelle mich auch gerne als Bitter-Tester zu Verfügungsuper

Sollen wir eine Liste machen rrrr?

wink

01.08.2016, 08:58 #L3K56xrI

lollollol

01.09.2016, 00:00 #XxOLSLnf

Gerade drauf gestoßen: Von TBT gibt es jetzt neben dem klassischen Traveler's Set ein zweites Set mit Miniaturen. Wobei ich noch keine Idee habe, wo man den Olive Bitters einsetzen könnte.verwirrt

Zuletzt bearbeitet von am 01.09.2016, 00:03
01.09.2016, 14:25 #uQlChuZp

Im Martini.

01.09.2016, 20:52 #h9kicZdA

Stimmt, der würde sich natürlich anbieten. Ich bin wohl noch im Urlaubsmodus, brauche etwas länger.schaem.gifzwinker

01.09.2016, 22:58 #0M2pFEio

Dafür haben wir ja das kollektive Nachdenken. grins

06.08.2017, 08:30 #OhEXMcM5

Meine Bitters-Werkstatt 5. Teil

grins Meine Tinkturen lagerten nun ein knappes Jahr. Denke, es ist genug Zeit. Damals erwähnte ich, daß andere Komponenten die Bitters vollenden könnten. Dabei sehr hilfreich sind allgemeine Gewürze, welche man im Haushalt hortet, um den Bitter zu vollenden. Bevorzugte hier Komponenten wie Sternanis, Kardamom, Kurkuma u. A.. Auch scharfe Töne sollten nicht fehlen. Diese wiederum in die zusammengestellte Mixtur einlegen. Der Geschmacksgewinn mit den Gewürzen, mir durch Kochen wohl bekannt. Aus diesem Grund spare ich mir vorausgehend testende Zwischenschritte. Gleicher Prozess wie zuvor. Schütteln, warten, filtern....

Man hätte die Gewürze auch zum Anfang mit einlegen können. Da war mir aber noch nicht bewusst, wie intensiv der jeweilige Geschmack mit den Kräutern und Wurzeln wird. Es kann zu diesem Zeitpunkt viel besser reguliert werden. Übrigens, die Welt der Gewürze würde mehrere Kapitel füllen, deshalb gehe ich nicht näher darauf ein. Nur soviel, für die Bitter-Würzung eignen sich lediglich ungemahlene Gewürze. Logisch, sonst wäre die schöne Mixtur gleich wieder getrübt, außerdem besitzen sie viel mehr Würzkraft und obendrein länger haltbar. Damit der Mazerationsprozess etwas schneller vonstatten geht, bevorzuge ich die Körner usw. in einer Pfanne kurz zu erhitzen. Das läßt die ätherischen Öle an die Oberfläche treten, stehen somit schneller zur Verfügung. Ebenfalls durchaus geeignet sind Früchte, die ihr Aroma abgeben. Es ist immer eine Frage, welchen Geschmack man erzielen möchte. Zum Schluß mit Rohrzucker-Sirup, Ahorn-Sirup o. ä. und evtl. Wasser Süße und Alkoholgehalt trimmen.

Im Idealfall erhält man so den Bitter, den man sich vorstellt. Wenn trotz aller Mühe das Vermengte einem nicht gefällt, helfen evtl. andere Pflanzenteile mit ähnlichen Eigenschaften. Vielleicht sogar schon ein anderes Mengenverhältnis bei den Ansätzen. Die „Würzung“ funktionierte. Das war es nun, oder that´s it wie es auf neudeutsch heißt. Eine gewisse Zeit der Lagerung konnte folgen. Schätze mal, nach einem Jahr ist mein Bitter perfekt. Perfekt zumindest für mich. Das i-Tüpfelchen, ein Mini-Holzfass und man könnte seine Komposition darin reifen lassen. Aber das sind halt nur Träume......

Konnte natürlich nicht abwarten und probierte die Komposition in einem Turf. Mein Bitter ist gut, wie er ist. Etwas mehr Frische war der Wunsch, werde ihn wohl draußen an die frische Luft stellen. zwinker Nein, für den ersten Versuch ist er toll geworden. Er hat geschmackliche Tiefe und wird meinen Drinks bestimmt den Kick verleihen, den ich mir wünschte. Durch die ihm zugeteilte Ruhe konnte er nur noch gewinnen. Seltsamerweise ist das Erlebnis eines Bitters eigener Herstellung in einem Cocktail ein intensiveres als bei Gekauften.

Ach so, ihr werdet es nicht glauben, alles fing im Urlaub im Klimbimladen mit einem Fläschchen an, das 0,45 € kosten sollte. Da konnte ich nicht vorbeigehen, erstand 2 Flaschen, sie sind prädestiniert Bitters aufzunehmen. Was blieb anderes übrig, als mit der Bitterherstellung zu beginnen. Bei euren Versuchen wünsche ich viel Spaß und gutes Gelingen. Berichtet doch hier, wie es Euch dabei ergeht.

Wenn ihr meine Exkursion ins Reich der bitteren Kräuter noch einmal nachlesen wollt, hier ist der Beginn.

oben

Zuletzt bearbeitet von am 29.01.2019, 17:50
06.08.2017, 08:55 #5YXi5bUO

Mein erster, selbst gefertigter Bitter. grins

oben

Zuletzt bearbeitet von am 29.01.2019, 17:50
17.08.2017, 10:28 #Hh7QwfEP

Meine Bitters-Werkstatt 6. Teil

Fabiene stellte sich vor einiger Zeit einen Kirsch-Vanille-Bitter auf Rye-Basis zusammen. Das Rezept, so denke ich, könnte dieses sein:

1 Flasche Rye-Whiskey
6 Vanille-Stangen
½ Tasse getrocknete Kirschen
1 Stange Zitronengras
2 Sternanis
2 Bl Anissaat
1 Nelke
1 Wacholderbeere

Eine Abwandlung dieses Rezeptes, etwas aufwendiger, mit frischen Kirschen dafür viel weniger Vanille. Der Vorteil, man benutzt die leckeren Kirschen anschließend als Dekoration für den Cocktail:

1 ½ Tasse frische Kirschen
1 Tasse 75% neutraler Alkohol
1 Sternanis, gestoßen
1 Bl Fenchelsaat
1 El gehacktes Zitronengras
2 ausgelöste Kardamomkapseln
1 Vanilleschote
1 Bl Enzianwurzel
1 Bl Bitterholz oder Quassia amara
1 Tasse Rye-Whiskey

Die Kirschen mit ½ Tasse Alkohol in ein ausreichend großes Gefäß füllen. Ausreichend, weil später die Einzelkomponenten hier zugefügt werden.
Sternanis, Fenchel, Zitronengras, Kardamom, Vanille in ein separates Glas mit der übrigen Hälfte Alkohol.
Enzianwurzel und Bitterholz mit dem Rye-Whiskey in ein drittes Gefäß.
Alles gut durchmengen und für 10 Tage unter täglichem Schütteln an einem dunklen Ort bei mittlerer Zimmertemperatur verwahren.
Hiernach erst durch ein feines Sieb, anschließend einem Kaffeefilter alle Komponenten zu den Kirschen zusammenfügen. Weitere 11 Tage unter täglichem Schütteln reifen lassen.
Anschließend Kirschen im Sieb auffangen und wiederholt durch ein Kaffeefilter abseihen. In Bitterflaschen abfüllen. Lecker!

oben

Zuletzt bearbeitet von am 29.01.2019, 17:51
17.08.2017, 16:24 #ZdzYYQA8

Das Rezept hört sich nicht schlecht an. Ist auch eine gute Idee, mal wieder Cocktailkirschen anzusetzen. grins

Zuletzt bearbeitet von am 17.08.2017, 16:24
27.01.2018, 17:03 #3ryXYw9U

Eigentlich nicht ganz richtig hier, aber mir ist gerade kein anderer Thread dazu eingefallen. Von Martini gibt es seit ein paar Monaten ein Bitter, das in Konkurrenz zu Campari tritt und anscheinend insbesondere für den Negroni kreiert wurde. Hört sich interessant an.

27.01.2018, 17:42 #b4eEfAMC

Danke für die Info Fabiene. Vielleicht hätte sich der Eintrag bei den Likören besser aufgehoben gefühlt.? verwirrt

10.03.2018, 20:45 #Rbhcw1Nc

Welche Bitters sind eurer Meinung nach die wichtigsten die in jede gute Hausbar gehören?
Bis jetzt habe ich nur Angustura Aromatic Bitters.
Ich überlege mir noch Chocolate,Orange,Vanilla und Grapefruit Bitters zu zulegen.
Könnt ihr welche empfehlen bzw auch Marken?

10.03.2018, 20:47 #pyYP8tRD

solidx619 schrieb:
Welche Bitters sind eurer Meinung nach die wichtigsten die in jede gute Hausbar gehören?
Bis jetzt habe ich nur Angustura Aromatic Bitters.
Ich überlege mir noch Chocolate,Orange,Vanilla und Grapefruit Bitters zu zulegen.
Könnt ihr welche empfehlen bzw auch Marken?

Ohh sry 1x reicht lol

10.03.2018, 22:52 #vw2nxIQR

Orange Bitters solltest du dir unbedingt zulegen, die sind eigentlich unverzichtbar. Chocolate Bitters sind auch ganz schön, braucht man allerdings in nicht allzu vielen Drinks. Bei beiden empfehle ich TBT. Grapefruit und Vanille Bitters braucht man in meinen Augen nicht wirklich.
Was ich dir noch ans Herz legen würde, sind Peychauds bzw. Creole Bitters.wink

11.03.2018, 04:02 #TrTGAnNN

Kommt, wie fast immer, ganz darauf an, was Du damit tun willst. Wenn es Dir hauptsächlich darum geht, in vorhandenen Rezepten die Bitters-Zutat zu haben, dann bist Du mit dem was Fabiene nannte, bestens aufgestellt. Mehr ist nicht nötig. Wenn Du klassische Drinks magst, würde ich noch den Bogarts Bitters dazu nehmen.
Wenn Du jedoch experimentieren möchtest und entweder eigene Drinks entwirfst, oder vorhandene Rezepte abändern möchtest, dann müßtest Du uns die Richtung verraten, in die es gehen soll. Denn sonst kannst Du gleich wirklich alles anschaffen, was der Markt bietet. Das Ergebnis wird immer ein anderes sein.

Zuletzt bearbeitet von am 11.03.2018, 04:03
11.03.2018, 20:18 #BXaNLgUX

Mir fallen jetzt nicht direkt Cocktails bzw. Drinks ein aber ich lese manchmal Rezepte und denke "hätte ich das mal da ". Des weiteren habe ich hier im Forum gelesen das manche die Bitters selber machen.Wie aufwendig ist dies denn bzw lohnt sich der Aufwand?
Kann man auch nur kleine Mengen machen?Wie lange sind diese denn haltbar?

11.03.2018, 20:29 #ZUyMSfBe

Da Du die Zutaten in hochprozentigem Alkohol mazerierst, ist ein Bitters von der Basis aus zumindest schon recht lange haltbar.
Allerdings kann der eine oder andere Bestandteil auch im Alkohol umkippen. Möglicherweise hast Du auch eine zeitliche Ausfällung eines Bestandteils. Es ist schwierig so etwas vorherzusehen.
Kleine Mengen kann man natürlich auch machen. Aber sie haben den Nachteil, der schlechteren Dosierbarkeit der Zutaten.

11.03.2018, 20:53 #3W4wryvs

Wenn du bisher nur Angostura hast, lohnt sich eigentlich auch die Anschaffung des TBT Travelers Pack. Da sind alle wesentliche Bitters dabei und die 20ml-Fläschchen reichen auch eine ganz Zeit.

Zum selber machen: Ich habe das mal mit Kirsch-Vanille Bitters auf Basis von Rye gemacht und das hat auch ganz gut funktioniert. Allerdings gibt es natürlich auch Bitters, die nicht selbst nachzumachen sind, wie etwa Peychauds bzw. Creole Bitters und die Jerry Thomas Own Decanter Bitters. Und beide sind dann in den jeweiligen Cocktails auch nicht zu substituieren.

Zuletzt bearbeitet von am 11.03.2018, 20:54
12.03.2018, 10:58 #gKVVS3wW

Das mit dem Traveler´s Pack ist ne gute Idee.
Bitter´s selber machen werde ich aber irgendwann auch mal versuchen denke ich.

Vielen Dank euch.