Daß es beim Tequila gravierende Unterschiede gibt, hab ich mittlerweile mitgekriegt. Aber wie sieht's beim Whiskey aus, welcher eignet sich da am besten zum mixen? Hab mal Ballantines probiert aber da rollen sich mir die Fußnägel hoch...

Hehe,
das kann ich verstehen. Einmal weil ich kein Whiskey-Fan bin und dazu ist der Ballantines nicht gerade der beste Whiskey. 
Ich kann dir leider keinen Whiskey zum pur trinken empfehlen, da ich mit diesem Getränk auf dem Kriegsfuß stehe. Aber zum mixen empfehle ich den "Tullamore Dew". Vielleicht kann jemand, der sich mit Whiskey auskennt, mehr dazu sagen.
Viele Grüße
Zoidberg 
Also viele kenne ich auch nicht, aber geschmeckt haben mir pur bisher nur 2 ( was pur nicht schmeckt kommt auch nicht zum mixen in Frage bei mir) und zwar der Tullamore Dew und seit letzter Woche auch der Jameson 12 Jahre, wobei der zum mixen viel zu schade ist.
Übrigens beide sind aus Irland, mit Scotch kann ich bisher nichts anfangen und die Amerikaner schmecken mir auch nicht.

Hi Mopsmilch,
First of all, Whisk(e)y ist wie alles andere Geschmackssache. Hier im Forum gibt es nicht viele, die Whisk(e)y überhaupt mögen. Qualitativ verhält sich Whisk(e)y aber erst mal anders als viele andere Spirituosen. Es gibt an und für sich nicht wirklich einen minderwertigen Whisk(e)y. Auch der Ballantines ist gut geeignet zum mixen. Er gehört zu den etwas milderen Mix-Scotch. Johnie Walker, Glen Grant und all die vielen anderen Blended Scotch sind auf jeden Fall sehr viel aromatischer, als Ballantines. Da dir der Ballantines nicht geschmeckt hat, schlußfolgere ich, daß Scotch wahrscheinlich für Dich nicht geeignet ist. Du solltest mal das canadische Pendant zum Ballantines, den Canadian Club probieren, vielleicht taugt der Dir mehr. Er wird jedenfalls häufig von Cocktailfreunden, die eigentlich sonst kaum Whisk(e)y trinken, als angenehm empfunden. Wenn das auch nix für Dich ist, würde ich mal nach Irland schauen. Das irische Ballantinis Pendant wäre der Paddy. Da Dir ja aber nun schon der Ballantines und der Canadian Club nicht zugesagt haben, dürfte der Paddy für Dich auch nicht der richtige sein. Da würde ich Dir dann doch zu dem von el_muerte bereits empfohlenen Tullamore Dew raten. Das ist wirklich ein ganz ausgezeichneter Mix-Whiskey. Wenn Dir der auch nicht zusagen sollte, bleibt fast nur noch der Weg nach USA. Allerdings kenne ich niemanden, der die bisher aufgezählten Whisk(e)y's nicht mochte und denn mit einem Ami glücklich wurde. Die meisten Bourbon sind doch ziemlich gewöhnungsbedürftig. Wenn Du einen US-Whiskey probieren möchtest, dann versuchs mal mit dem Jack Daniels.
Wie el_muerte bereits angedeutet hat, eignen sich die preislich höher angesiedelten Whisk(e)y's (allen voran die Single Malts) nur noch bedingt zum Mixen. Deren Geschmacksnuancen würden in den meisten Drinks einfach nur untergehen.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall noch viel Spaß im Forum. 
Grüße 
PS: Ich habe Deinen Kommentaar zum Tequila Sunrise gelesen. Meinst Du mit Cuervo einen der Supermarkt-Cuervo's? Den "Classico" oder den "Especial"? Dann vergiß das mal ganz schnell wieder. Das ist eine Steigerung zB im Tequila Sunrise von statt 2cl Spülmittel nur noch 1cl Spülmittel zu verwenden. Diese beiden Jose Cuervo sind auch nicht wirklich zum Genießen geeignet. Wenn Du mal einen 100%-Agave-Tequila probiert hast, weist Du was ich meine. Für den Tequila Sunrise seeeeeehr empfehlenswert ist der Sauza Hornitos. Seine Fruchtigkeit paßt einfach hervorragend zu diesem Drink. 


johnny walker ist eigentlich mein standardwhisky zum mixen.
single malts zum mixen zu verwenden, wäre meiner bescheidenen meinung nach viiiiieeel zu schade
. ich glaube fast beim whisky ist es so: entweder schmeckt er dir, oder er schmeckt dir nicht. dazwischen gibt es fast nix
(obwohl, wenn ich mich recht erinnere...- ich glaube Ute_line schmeckt er schon ein bißchen
)
lg,

Hallo Mopsmilch
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Lenni
Ich finde man kann beim Whiskey wirklich nicht sagen, dass man ihn gar nicht mag, ohne mindestens 20-30 verschieden versucht zu haben, weil
die eben alle so unterschiedlich schmecken.
Ich hab zB schon Jack Daniels getrunken, schmeckt mir gar nicht, Johnny Walker schmeckt mir gar nicht, Glenmorangie schmeckt mir auch nicht, Tullamore Dew find ich schon ok, hab ich aber noch nicht zum mixen benutzt und jetzt hab ich die Flasche Jameson 12 Jears bekommen, den find ich richtig gut, mit seinen ganzen Aromen und noch relativ mild, aber zum mixen viel zu schade, da würde wie SchuettelStefan sagt in einem Cocktail das besondere am Whiskey verloren gehen. Whiskey ist eben ein Alkohol, den man schwer einschätzen kann, man muss einfach Erfahrung sammeln damit.
Ich bin grade dabei, werde mir demnächst vll noch den billigeren Jameson zulegen um zu vergleichen, für den 18 Jears fehlt mir grade das Geld.

Wow! Erstmal vielen Dank für das Informationsbombardement!
Dann werd ich wohl gleich mal anfangen mich durch das Sortiment durchzukämpfen. Allerdings ist mir der "Tullamore Dew" bisher noch nie aufgefallen. Ist die Sorte in üblichen Supermärkten heimisch?
Ich bekomme den im Kaufland, Marktkauf und real. Ist allerdings nicht in allen Filialen im Sortiment. Wenn Dir aber der Ballantines schon nicht geschmeckt hat, würde ich Dir nicht raten jetzt nacheinander alle möglichen Whisk(e)ys zu kaufen. Besser ist Du suchst Dir eine Whisky-Bar oder ein Whiskyhaus und verkostest erst mal ein paar, bis Du Deine Geschmacksrichtung gefunden hast. Vielleicht magst Du ja Whisk(e)y auch überhaupt nicht. In dem Fall ist's dann mit Verkostung getan und DU hast nicht unzählige angebrochen Flaschen zu Hause stehen, die Du dann nie mehr verwendest. Außerdem könntest Du Dir in solch einer Bar auch die passenden Whisk(e)ys vorschlagen lassen, wenn Du zB einen probiert hast, der Dir zwar grundsätzlich geschmeckt hat, aber an dem Dich trotzdem noch etwas stört. Leider befassen sich nur wenige Whisk(e)y-Bars oder -häuser mit den Whisky-Blends, die Du ja für's Mixen benötigst. Aber mit ein wenig Glück findest Du schon das richtige. 

Grüße 
Ich probier die auch immer in meiner Stammkneipe, da gibt es glücklicherweise eine relativ große Auswahl, so hab ich auch den Tullamore Dew gefunden. An den Jameson bin ich geraten, weil mir den jemand direkt aus Irland mitgebracht hat. 
single malts zum mixen zu verwenden, wäre meiner bescheidenen meinung nach viiiiieeel zu schade
. ich glaube fast beim whisky ist es so: entweder schmeckt er dir, oder er schmeckt dir nicht. dazwischen gibt es fast nix
(obwohl, wenn ich mich recht erinnere...- ich glaube Ute_line schmeckt er schon ein bißchen
)
lg,

No, no never - - - wie kommste darauf?!?!? Ich hab mich mal wg einer Whisky-Liebhaberin-Freundin von mir mit SchueStef ein wenig ausgetauscht und damals u.U. etwas moderater über Whisky argumentiert, aber ...ein bißchen schmecken... tut er mir, ehrlich gesacht, immer noch ich ... is einfach so. Ich kann mich mit dem Whisky-Grundgeschmack einfach ich anfreunden ... auch wenn ich schon sehr viel kluges und aufklärendes drüber gelesen hab ...
Grüßlis, 
Hab vor Kurzem einen Rezeptvorschlag ("Uskeba"
gemacht. Das Rezept stammt von einem Bekannten und er hat, soviel ich weiß, Jim Beam verwendet. Das Ganze hat auf jeden Fall nich so penetrant nach Whisky geschmeckt. Vielleicht fang ich damit erstmal an.
Andererseits, je mehr man in einen Cocktail mixt
umso weniger schmeckt man raus...
Ist übrigens ein recht seltsamer Name für einen Cocktail. Da es sich um die gälische Bezeichnung für Lebenswasser, was letztenendes gleichbedeutend mit Whisky ist, handelt.
Das Rezept dann auch noch mit einem Bourbon (einem nicht mal besonders anspruchsvollen noch dazu) zu bereiten ist damit ja schon fast ein Faux Pais. 
Da Du den Geschmack von Whisky als penetrant bezeichnest, ist Whisky wahrscheinlich für Dich doch eher nicht geeignet. Du solltest Dich vielleicht doch lieber an anderen Spirituosen orientieren. 
Grüße 
Mit "penetrant" meinte ich nur, daß der Whiskygeschmack recht durchdringend ist. Das sollte auf keinen Fall abwertend sein. Whisky ist schon Okay, jedenfalls in Maßen. (nicht in Massen)
Daß ich Jim Beam erwähnt hab war wohl ein Fehler...
Grüße
Nein, war kein Fehler. Ich bin nur kein besonders großer Fan amerikanischer Whiskey's und Jim Beam mag ich davon am allerwenigsten (zumindest den White Label). Er ist nicht wirklich schlecht, es gibt aber eben so viele bessere, daß sich die Frage nach der Verwendung von JB einfach nicht wirklich stellt.
Was ich im Zusammenhang mit der Verwendung amerikanischen Bourbons in dem von Dir genannten Drink als Faux Pais bezeichnet habe ist, der Name ist Gälisch (und bezeichnet eigentlich schon an sich Whisky), dazu würde also fast schon zwingend schottischer Whisky gehören. 



Grüße 
No, no never - - - wie kommste darauf?!?!? Ich hab mich mal wg einer Whisky-Liebhaberin-Freundin von mir mit SchueStef ein wenig ausgetauscht und damals u.U. etwas moderater über Whisky argumentiert
dann wird es dass gewesen sein, was ich in erinnerung hatte
, ich bin da immer dann zu faul zum nachlesen

lg,

Whisk(e)y ist ja fast schon eine Weltanschauung - leider mit einer sehr unerfreulichen Preisentwicklung.
Ein schottischer Malt eignet sich kaum für Cocktails; zu starker und intensiver Eigengeschmack. Dafür sehr gut zum puren Genuß - wenn man den richtigen erwischt. Die normalen Supermarktwhiskys kann man inzwischen alle vergessen, selbst in der 40 Euro Preisregion (Ausnahme: Bowmore). Als Grundregel kann man sagen, daß die Inselwhiskys eher torfig-herb schmecken; die Festlandwhiskys eher malzig-süß. Übrigens: Whisky entwickelt sich m.E. am besten, wenn er aus einem mittelgroßen Weinglas getrunken wird und kurz vor dem Trinken mit ein paar Tropfen kaltem Wasser versetzt wird.
Zum mixen verwende ich auch den Tullamore Dew.
Die Amerikaner sind teilweise recht interessant. Den Makers Mark schätze ich als Bourbon sehr; ist für einen Mint-Julep sehr gut geeignet.


Wieviel schenkst du denn mit einem mal ins Glas ein und wieviel sind
ein paar Tropfen?
Beim Jameson habe ich festgestellt, dass er mir beim 2ten Schluck lang nicht mehr so gut schmeckt, weil die Hälfte der Aromen nicht mehr durchkommt, von daher kippe ich da schätzungsweise nicht mehr als 1 cl ins Glas, ich würde es als Verschwendung ansehen, wenn man ihn nicht mehr in seiner ganzen Vielfalt richtig genießen kann.

Normalerweise ca. 4-5 cl Whisky. Tja, ein paar Tropfen sind halt ein paar Tropfen - zwar nicht mit der Pipette abgemessen
Ich schätze mal so ca. 1 cl.
Übrigens: zum Thema Whisky. Einen hervorragenden Islay Whisky gibts bei Le Savour Club. Heißt MacLeods Single Malt und ist mit 28 ¤ vergleichsweise günstig.


also ich trinke sehr gern whiskey. meistens auf eis (jaja, ich weiss, stilbruch), mit cola oder als cocktail (whiskey sour!). ich muss jedoch sagen, dass mir scotch, sowohl blended als auch die single malts nicht so sehr zusagen. bei blended scotch habe ich bis jetzt ballantines, johnnie walker red und black label, grants ausprobiert, die mir nicht wirklich gut geschmeckt haben. bei single malt habe ich glenfiddich und glenmorangie probiert, die auch nicht so mein ding war.
bei irish whiskey habe ich den tullamore dew und den günstigen jameson getrunken und habe auch beide sehr gemocht. werde ich definitiv noch öfter trinken. habe allerdings auch noch teurere irish whiskeys getrunken, die mir überhaupt nicht geschmeckt haben...habe drei miniaturen von verschiedenen connemara sorten bekommen, die mir aber viel zu torfig geschmeckt haben.
bei canadian whiskey habe ich canadian club und black beauty ausprobiert, die mir auch beide gefallen haben.
bei american whiskey habe ich jack daniels, jim beam und four roses ausprobiert. den jack daniels finde ich ziemlich gut, den jim beam trinke ich eigentlich nur, wenn ich mich mal günstig betrinken will oder mir einen whiskey sour mache. den four roses habe fand ich auch ganz ok.
ich würd beim cocktailmischen mit whiskey generell drauf achten, was für ein whiskey für den jeweiligen empfohlen wird. meistens sind es scotch, bourbon oder canadian. den whiskey sour zum beispiel habe ich bereits mit canadian club, jim beam, glenfiddich, johnnie walker red label und jack daniels ausprobiert und ich muss sagen, dass der mir mit jim beam am besten schmeckt.