Wir befinden uns in Spanien gegen 18.oo Uhr in einer kleinen Bodega um die Ecke. Bestellen uns zum Tagesausklang einen kühlen Sherry, so kurz vor dem Abend eine kleine Entspannung, bevor man sich zum Abendessen begibt. Der kleine trockene Sherry wird im schlanken, tulpenförmigen Glas serviert, mit einer kleinen Brotscheibe als Deckelchen obenauf. Und genau so heißt diese Scheibe auch übersetzt Tapa, gleich Deckelchen.
Man sagt, dass dieses Deckelchen zur Insektenabwehr erfunden wurde, damit sie nicht in das Glas krabbeln. Bald genügte es nicht, nur eine Brotscheibe mit Olive als Beschwerung zu servieren. Man röstete dieses Stück Brot, aromatisierte es mit aufgeriebener Knoblauchzehe und tränkte es mit ein paar Tropfen guten Olivenöles. Immer opulenter gestaltete Tapas wurden gereicht, sie sind die Urform der Cocktailhäppchen.
Anlässe Cocktailhäppchen zu servieren gibt es derer viele, zu einem Empfang einer kleinen Geburtstags-, oder anderen Familienfeier, bei einer Vernissage, zu einem Abschiedstrunk für die Kollegen, Jubiläen und so weiter. In der Schweiz gehört es mittlerweile zum Alltag, nach des Tages Mühe einen kleinen Apèro zu genießen. Ein kleines Getränk, mit einem Häppchen. Eine angenehme, erholsame Sitte, die den Tag Revue passieren läßt.
Ob man nun Tapas, Häppchen, Apèro, Appetizer, Canapés, Fingerfood, oder sonstwie nennt, allen gleich, sie mögen den kleinen Appetit lindern, damit die folgende Zeit gut verläuft, man etwas neue Energie auftankt.
Der ein, oder andere wird sagen, ich gehe nicht zum Essen wenn ich Cocktails trinken will. Ich genieße diese Cocktails alles andere verfälscht nur den Geschmack. Jain! Natürlich, erst einmal geht es um Genuß eines Cocktails, der ist gut, so wie er ist.
Wenn wir an eine Degustation denken, fehlt aber nun Entscheidendes. Die Neutralisierung der Geschmaksnerven, erreicht man eigentlich nur mit einem kleinen Stück Brot. Und da sind wir wieder bei den Häppchen. Um einen zweiten, vielleicht dritten Cocktail an einem langen Abend richtig genießen zu können, benötigen wir eine Kleinigkeit, ein Zwischenstück zwischen den Drinks.
Nun kann man es sich leicht machen, man serviert eine Tüte Chips und einige Erdnüsse. Wie profan, wenn ein toller Cocktail genossen wird, sollte doch auch dieses kleine Zwischenstück mit ein wenig mehr Mühe gestaltet sein.
Vielleicht zu, vor, nach einem Martini, oder Campari Spritz.
ca. 400 ml Kalamata-Oliven, schwarz, entsteint
1 Bio-Orange
2 Knoblauchzehen
90 g Walnüsse
45 ml feinstes Olivenöl
etwas frische Petersilie, gehackt
Pfeffer, wenig Salz
Zubereitung
Orange heiß waschen, Oliven abtropfen lassen, trocknen. Zesten von der Orangenschale schneiden und Saft auspressen. Oliven, Nüsse, Knoblauch und Öl mit Passierstab oder Blender zerkleinern. Zesten und 30 ml des Saftes unterrühren. Abschmecken mit Pfeffer und Salz. Petersilie einarbeiten, ein Teil aufstreuen.
Baguettescheiben rösten mit der Tapenade bestreichen. Guten Appetit!
| Quellen: Wiki | Quellen: Forum / Wiki |
|---|---|
| Quelle: Wiki Likörwein - Das mediterrane Produkt | Quelle: Forum LEXIKON |
| Quelle: Wiki Gläser - Form folgt der Funktion | Quelle: Forum Tipps für den Barneuling |
| Quelle: Wiki Apéritif - Vorfreude auf das Kommende | Quelle: Wiki Martini - The one and only |
| Quelle: Wiki Degustation - Das feine Gespür | Quelle: Wiki Campari - Bittersüßes Rot |
| Quelle: Wiki Bezeichnung der Getränke | Quelle: Wiki Barwerkzeuge - Das Einmaleins |
| Quelle: Wiki Kräuter und Botanicals | Quelle: Wiki Zitrusfrüchtchen - Säure richtig eingesetzt |