Martini - The one and only

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Zuletzt bearbeitet von rrr · 06. Aug, 06:45 Uhr
Martini - The one and only

Es ist ein weit verbreiteter Glaube wenn man an Martini im Cocktailsinne denkt, dass es sich um eine italienische Wermutmarke handelt. Auch wenn ein Bestandteil Vermouth ist muss es nicht zwingend von dieser Marke sein.

Der Martini ist ein herb-trockener Shortdrink, Aperitif und zählt zu den Klassikern schlechthin. Wenn die Menschen sich einen Cocktail vorstellen, sind sie in der Regel bei einem klaren Drink mit einer Olive, oder Kirsche in einem Cocktailspitz.

Geschichte

Genaue Datierungen lassen sich nicht verifizieren, es muss das ausgehende 19. Jahrhundert in den Staaten gewesen sein, als man die neue Zutat Vermouth erhielt, sie nutzte und für gut befand. Die erste Aufzeichnung eines Martini stammt von Harry Johnson:

„Martini Cocktail (im großen Barglas zubereiten): 2 oder 3 Spritzer Zuckersirup mit Gummi Arabicum, 2 oder 3 Spritzer Bitters, 1 Spritzer Curaçao oder Absinth, wenn gewünscht, ½ Weinglas Old Tom Gin, ½ Weinglas Wermut. Gut verrühren und in eine Cocktailschale abseihen, eine mittelgroße Olive, altermativ Kirsche hinzufügen, mit Zitronenschale abspritzen, servieren.“

– Harry Johnson: The New and Improved Illustrated Bartenders Manual

Nun Harry Johnsons Rezeptur bezieht sich auf eine Zeit als die Destillationstechniken noch nicht so ausgereift waren wie heute, weshalb man auch versuchte Hochprozentiges mit Weichem wie Vermouth gegen diese Schärfe anzugehen. Auch ein Old-Tom-Gin half hier Milde einzubringen, da er leicht gesüßt wird. Nicht wirklich süß, doch weicher als London dry. Ebenfalls die Spritzer mit Gummi-Arabicum-Sirup sollten hier Abhilfe schaffen.

Doch der Geschmack wandelte sich, in einer Zeit der ausgereifteren Techniken, hin zu kräftigeren Gins und Cocktails, so wie wir sie heute im Martini erleben. Wenn wir auf den Spuren von Harry bleiben wollen, so mögen wir vielleicht mal diese Kombination probieren:

5 cl Old Tom Gin, Both
5 cl Vermouth, Noilly Prat
1 Spritzer Gummi-Arabicum-Sirup
2 - 3 dashes Bitters
1 Hauch Absinth mit einem Zerstäuber 

Auf Eis im Mixinglas kalt rühren, in ein gekühltes Y-Shape abgiessen. Den Cocktail mit Absinth im Zerstäuber parfümieren.
Mittels einer Zitronenzeste abspritzen. Dekoration nach Wahl.


Der James Bond Cocktail

Nun, wer den Martini bis dato nicht kannte, spätestens seit den James-Bond-Filmen, kennt ihn jeder, der Martini erlangt Weltruhm. "Geschüttelt nicht gerührt" ist seither in aller Munde. Wurde der Cocktail mit Gin, wenig Wodka, Kina Lillet bereitet, eine schmale Zitronenscheibe an den Rand geheftet, änderte sich die Zusammensetzung seit der Bond-Episode "Casino Royal" ein wenig. Der Wodka wurde ausgetauscht, Gin ist geblieben, Vermouth kann durch Noilly Prat getauscht werden. Zitronenscheibe ersetzte man durch eine gedrehte Zeste. Der Name änderte sich, der Martini hieß fortan "Vesper". Wer nun Lust auf dieses Exemplar bekommen hat, der kann den Martini - James Bond hier geniessen.

Anekdote

Es geschah in den 1890 Jahren in San Francisco, als ein Barkeeper vergaß für seine Cocktails Oliven zu kaufen, es kam, wie es kommen mußte, ein Gast bestellte sich einen Martini Cocktail, der Mixer servierte ihm statt der Olive, eine eingelegte Perlzwiebel. Weil der Gast ein Herr Gibson war, hieß ab sofort der Martini mit der Zwiebel "Gibson".

Zwar eine lustige Geschichte, die Wahrheit wird wohl irgendwie in seiner Nähe liegen.


Quellen: Wiki Quellen: Verschieden
Quelle: Wiki Legendäre Barmixer Quelle: Forum LEXIKON
Quelle: Wiki Vermouth - Der unterschätzte Wermut Quelle: Forum DIY hausgemacht
Quelle: Wiki Barwerkzeuge - Das Einmaleins Quelle: Forum Tipps für den Barneuling
Quelle: Wiki Sirupe hausgemacht Quelle: Wiki Gläser - Form folgt der Funktion
Quelle: Wiki Kräuter und Botanicals Quelle: Wiki Zitrusfrüchtchen - Säure richtig eingesetzt
Quelle: Wiki Bitters - aromatische Konzentrate Quelle: Rezepte Martini - James Bond
Quelle: Wiki Orangen - Triade