Kaffee mit etwas daneben
Ein kleines Getränk dessen Bestandteile in Schichten angelegt werden. Bei der Schichtung muss darauf geachtet werden, dass die einzelnen Komponenten nicht ineinander verlaufen, also eine möglichst klare Abgrenzung zeigen.
Erreichen kann man diese Schichtungen indem man sich im Vorfeld die Gewichte einzelner Komponenten betrachtet, demnach muss die schwerste Flüssigkeit zuerst ins Glas gefüllt werden und so weiter. Vielfach werden die Bestandteile vorsichtig über den Rücken eines Barlöffels, der wiederum knapp über der letzten gefüllten Zutat gehalten wird, gegossen. Bei kontrollierter Vorgehensweise soll es auch ohne Barlöffel funktionieren.
Pousse Café kommt aus dem französischen, bedeutet soviel wie „den Kaffee hinunterschieben“. Also einen kleinen Schluck Hochprozentigen, den man nach dem Kaffee trank. Man nutzt es vielfach als Digestif. Der Kaffee wurde im Laufe der Zeit nicht mehr so wichtig. Wichtig hingegen der alkoholische Anteil.
Die heute bekannte geschichtete Zubereitung als Blickfang und Cocktailkunst entwickelte sich in den 1850er Jahren in Europa und New Orleans. Im ersten Barkeeper-Leitfaden der USA von Jerry Thomas aus dem Jahr 1862 wurden offizielle Rezepte für geschichtete Pousse Cafés veröffentlicht.
Wenn man so will gibt es auch ein Pendant im deutschsprachigen Raum, den "Knickebein". Ein geschichteter Cocktail mit Likör und rohem Ei als Bestandteile. Cognac mit Eierlikör wird ebenfalls so verstanden.
Knickebein erhielt seinen Namen, weil Derjenige der ihn zu trinken bekam, nach dem Genuss mit seinen Beinen einknickte.
Letztendlich sind Pousse Cafés geschichtete Cocktails, also Schichtcocktails. Eine klare Grenze läßt sich nicht unbedingt ziehen. Doch ein Unterscheidungsmerkmal gibt es noch. Fakt ist, dass ein Pousse Café als kurzer Drink zu einem Kaffee entstand, wie zum Beispiel nach einem gelungenen Mahl eine Tasse Kaffee mit einem Cognac oder dergleichen. Also in einem kleinen Glas serviert wird.
Das kann ein Glas für einen Schnaps mit 4 cl bis 6 cl Fassungsvermögen sein. Eleganter wäre doch ein Glas mit Stiel, etwa eine Likörschale oder ähnlich. Alles was größen-, volumenmäßig darüber hinaus geht, können wir zwar Schichtcocktail nennen, aber keinesfalls Pousse Café.
Halten wir fest, alle opulenten Drinks mit großem Volumen sind so gesehen keine Pousse Cafés, sondern einfach Schichtcocktails.
Ein typisches Beispiel für einen Pousse Café in dem Buch von Harry Johnson.
"New and Improved Bartender’s Guide" aus dem Jahre 1882:
1/3 Bénédictine
1/3 Curaçao red
1/3 Kirschwasser
2-3 dashes Angostura Bitters
1. Alle Zutaten einzeln und langsam über die Rückseite eines Rührlöffels ins Glas laufen lassen
2. Angostora Bitters dazu träufeln
Die Klarheit des Benedictine wird unterbrochen durch den roten Curacao um mit einem klaren Kirschwasser abzuschließen. Die dashes Angostura bedecken diesen Pousse Café mit aromatischem Hauch.
Einer der bekanntesten ist der B 52, eine nicht auf dem ersten Blick zu erkennende Version ist Les Jardins de Mademoiselle Amélie, aber auch die Variante Choco Hot Shot kann überzeugen, hier kommt der Kaffee wieder zum Vorschein.
| Quellen: Wiki | Quellen: Verschieden |
|---|---|
| Quelle: Wiki Legendäre Barmixer | Quelle: Rezepte Choco Hot Shot |
| Quelle: Wiki Liköre - fruchtig - cremig - würzig | Quelle: Rezpete Les Jardins de Mademoiselle Amélie |
| Quelle: Wiki Orangen - Triade | Quelle: Rezepte B 52 |
| Quelle: Wiki Brand - Geist & Wasser | Quelle: Mixology/Pousse Café |
| Quelle: Wiki Barmaße - Kein Schätzen mehr | Quelle: Forum LEXIKON |
| Quelle: Wiki Bitters - aromatische Konzentrate | Quelle: Forum Tipps für den Barneuling |
| Quelle: Wiki Gläser - Form folgt der Funktion | Quelle: Wiki Brandy, Cognac und Armagnac |
| Quelle: Wiki Bezeichnung der Getränke | Quelle: Wiki Alkoholfreie Zutaten |
| Quelle: Wiki Barwerkzeuge - Das Einmaleins | Quelle: Wiki Barmaße - Kein Schätzen mehr |